Blutgruppendiät

Die Blutgruppendiät ist eine in ihrer Konzeption und Anwendbarkeit eher ausgefallene Variante unter den Diäten. Die die Bezeichnung bereits aussagt, bezieht sich die Blutgruppendiät auf die unterschiedlichen Hauptblutgruppen A, B, 0 und AB des Menschen. Diese Diätform gilt in ihrer Wirkungsweise als umstritten und wird seitens der Wissenschaft als Unsinn bezeichnet.

Wissenswerte Fakten über die Blutgruppendiät


BlutgruppendiätDer Erfinder der Blutgruppendiät war der Amerikaner Peter D`Adamos. Der Arzt und Heilpraktiker stellt Zusammenhänge zwischen den genetischen vorbestimmten Blutgruppen der Menschen und der Verwertung oder der Verträglichkeit verschiedener Nahrungsmittel und Nahrungsbestandteile fest.

Die Aufnahme der Nahrungsmittel soll sich demzufolge nach der individuellen Blutgruppe richten. Das gesundheitliche Resultat, welches nach der Durchführung der Blutgruppendiät zu erwarten ist, beinhaltet nicht nur eine Reduzierung des Körpergewichts, sondern gleichsam viele variierende gesundheitsbezogene Effekte, die sogar eine Therapie von Erkrankungen unterstützen könnten.


Funktionsweise der Blutgruppendiät


In Anlehnung an zahlreiche Publikationen basiert die Blutgruppendiät an die seit dem Bestehen des Menschen vorliegenden Blutgruppen. Diese werden grundsätzlich von speziellen Eiweißen bestimmt, die sowohl in den flüssigen Bestandteilen des Blutes als auch auf den roten Blutkörperchen vorahnden sind. Auch in den Nahrungsmitteln sind spezifische Proteine vorhanden, die als Lektine bekannt sind und dafür verantwortlich sind, dass die einzelnen Nahrungsbestanteile nicht gleichartig im Stoffwechsel umgesetzt werden.

Passen die in den Lebensmitteln enthaltenen Lektine nicht zu den jeweiligen blutgruppentypischen Eiweißen, dann führt dies dazu, dass Verklumpungsercheinungen des Blutes eine Folge sind. Außerdem treten Störungen der Verstoffwechslung auf, die zu einer Gewichtszunahme und umgekehrt zu einer Verringerung des Körpergewichts beitragen können


Vorteile der Blutgruppendiät


Bis jetzt sind keine eindeutig nachweisbaren Vorzüge der Blutgruppendiät bekannt. Angenommene Vorteile basieren lediglich auf Mutmaßungen. Wissenschaftlich belegte Vorteile gibt es keine.


Nachteile der Blutgruppendiät Diät


Die Nachteile der Blutgruppendiät sind recht vielgestaltig, zumal deren Wirksam grundsätzlich angezweifelt wird. Personen, die mit einer Blutgruppendiät abnehmen würden, haben es nicht leicht, die verlangte Auswahl der Nahrungsmittel nach den Vorgaben des Erfinders umzusetzen. Dies ergibt sich schon aus dem Fakt, dass die Kategorisierung der einzelnen Lebensmittel kaum nachvollziehbar und nicht verständlich ist.

Teilweise widersprechen sich die Angaben. Im Zusammenhang mit der Aufnahme von einzelnen Gemüsesorten sollen Menschen mit der Blutgruppe 0 bei den Bohnen sogenannte Augenbohnen essen können, wobei Kidneybohnen jedoch zu meiden sind. Dies trifft auch für verschiedene Sorten von Fisch zu. Unverständlich ist, warum Personen mit der Blutgruppe B den Rotbarsch und den Zackenbarsch essen, den Seebarsch jedoch nicht aufnehmen sollen.

Ungesund sind auch die extremen Begrenzungen der Aufnahme von Getreide bei einigen Blutgruppen.

Mit einer Blutgruppendiät ist außerdem keine ausgewogenen Ernährung möglich, das gesunde Ernährungsverhalten könnte sogar beeinträchtigt werden.


Fazit


Die Blutgruppendiät kann mit derzeit bekannten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht bekräftigt werden. Es gibt bislang keine Nachweise, dass Blutgruppen mit der Verwertung von Nahrungsmitteln in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Außerdem existieren keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass sowohl die Lebenserwartung als auch die Gesundheit mit einer blutgruppenabhängigen Ernährungsweise beeinflusst werden können.