Chinakohl der gesunde Küchen-Kopf

Chinakohl ist eigentlich gar kein Kohl, sondern eine Salatpflanze. Aber gerade das macht ihn so wandelbar. Man kann ihn nämlich als Salat roh essen, oder gegart wie Blattgemüse.

Besonders vorteilhaft ist, dass man ihn das ganze Jahr kaufen kann und er auch in der salatarmen Winterzeit jederzeit verfügbar ist.


Herkunft


Chinakohl der gesunde Küchen-KopfDer Chinakohl trägt seinen Namen zum einen Teil zu recht. Er wird schon seit über 500 Jahren in China angebaut und auch auch von dort stammen. Aus einer Kreuzung von Speiserübe und Senfkohl soll der uns bekannte Chinakohl entstanden sein. Andere Namen für das Blattgemüse mit den festen, hellgrünen Blättern und den weißen Stielen sind auch Pekingkohl oder Selleriekohl. In Korea wird daraus das bekannte Gimchi (auch Kimchi) hergestellt. Diese Beilage ist dem Sauerkraut ähnlich. In Japan wurde durch Weiterzüchtung eine neue Sorte gewonnen: der Japankohl. Dieser unterscheidet sich rein optisch nicht vom Chinakohl, wächst aber schneller und ist widerstandsfähiger gegen Schädlinge. Vom Geschmack her ist er etwas feiner. Im Gegensatz zu Weißkohl sind seine Blätter krauser und zarter. Deshalb soll er auch nur kurz angeschmort werden, um die Festigkeit der Blätter nicht zu zerstören, er wird sonst schnell unansehnlich. Der Chinakohl schmeckt auch nicht wie Kohl und ist auch weitaus bekömmlicher.


In dem Kopf ist was drin


Chinakohl ist ein echter Gesundheitstipp, steckt in seinen hellgrünen Blättern doch das reinste Eiweiß. Eiweiße sind hilfreich, um in unserem Körper ein Gleichgewicht von Säuren und Basen zu erhalten. Unsere Zellen werden mit Eiweiß geschützt und repariert und muss deshalb dem Körper in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.


Gesund und Kalorinearm


Für eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist pflanzliches Eiweiß besonders gut geeignet, da es im Gegensatz zu tierischem Eiweiß kein Fett enthält. 100g des gesunden Blattgemüses haben nur 15 kcal. Wer sich also kalorienbewusst und gesund ernähren möchte, ist damit bestens beraten. Auch die unangenehmen Blähungen, die Kohlsorten im Allgemeinen verursachen können, bleiben beim Genuss von Chinakohl aus. Vielmehr versorgt er uns mit Vitamin C, was für eine gutes Immunsystem wichtig ist, Kalium, wichtig für Muskeln, Herz und Nerven und Betacarotin, was die Sehkraft stärkt. Zudem liefert er viel Calcium. Wer also wenig Milch trinkt, oder nicht verträgt, kann dies mit extra Portionen von Chinakohl ausgleichen. Eisen für gutes Blut ist auch noch mit dabei – na wenn das kein gesunder Kopf ist!


Einkauf, Aufbewahrung und Verwendung


Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die äußeren Blätter nicht lappig herunterhängen oder unschöne, braune Stellen aufweisen. Das deutet auf nicht frische Ware oder schlechte Lagerung hin. Der typische Wintersalat soll im Kühlschrank, in ein feuchtes Tuch gewickelt, aufbewahrt werden, damit er schön knackig bleibt. Aber bitte nicht länger als 2 Tage, sonst baut er zu viele seiner gesunden Stoffe ab. Höchstens 2 Wochen kann er gelagert werden, aber dann hat er schon viele Vitalstoffe verloren.


Zubereitung von Chinakohl


Soll der Chinakohl zubereitet werden, dann nimmt man die äußere Schicht von Blättern weg, schneidet ihn in der Mitte längs durch und entfernt unten den weißen Strunk. Als knackiger Salatgenuß werden die Blätter in feine Streifen geschnitten und gewaschen. Hier darf ruhig mal ein bisschen mutiger mit Früchten kombiniert werden. Süße Salate aus Chinakohl bergen ein ganz einzigartiges Geschmackserlebnis. Hierzu passen besonders gut Orangen und Mandarinen, ähnlich wie zu Chicoree.

Chinakohl der gesunde Küchen-KopfDie zarten Blätter eignen sich auch hervorragend zum Füllen mit Hackfleisch, oder als Zugabe zum Eintopf. Dabei sollte man das Salatgemüse aber erst 10 min. vor Ende der Garzeit zufügen um zu verhindern, dass die Blätter verkochen und unnötig Vitamine verloren gehen. Für das schnelle Braten im Wok schneidet man die Chinakohlblätter am besten rautenförmig und brät sie nur 1 min mit dem anderen Gemüse mit. So bleibt der „Biss“ am besten erhalten. Auch beim Chinesisch-Fondue gehört der Chinakohl einfach dazu. Dabei werden verschiedene Gemüsesorten und Fleisch in Gemüsebrühe gegart und mit kleinen Sieben wieder rausgefischt. Die leckere Mischung wird mit Reis und chinesischen Soßen serviert.

Am gesündesten genießt man Chinakohl roh. Angerichtet mit anderen leckeren Sachen aus dem Gemüsegarten wie z.B. Karotten, Kohlrabi und Selleriestangen auf einer Rohkostplatte mit einem frischen Dip aus Sauerrahm und Kräutern.


Weitere Anregungen zur Zubereitung

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