Dampfgaren - gesunder Genuss
Die schonende Kochtechnik des Dampfgarens besitzt eine lange Tradition. Der ferne Ursprung liegt in China, wo chinesische Köche bereits seits Jahrtausenden die sanfte Art des Kochens zu schätzen wussten. Bambuskörbchen, die aufeinandergestapelt werden, trennen auch in der heutigen Zeit das kochende Wasser von den empfindlichen Zutaten. Lange Zeit später fand diese Methode ihren Weg auch nach Europa. Eines ist aber heute, wie damals gleich: Dampfgaren erfordert viel Geduld, die Ergebnisse sind dafür umso schmackhafter und gesünder.
Was geschieht beim Dampfgaren?
Grundsätzlich werden beim Dampfgaren Vitamine und andere wertvolle Stoffe unter Verschluss gehalten. Der sanfte Vorgang schont die Speisen und führt zu einer speziellen Entwicklung der Aromastoffe. Da kein Wasser zum Gargut gelangt, bleiben auch wasserlösliche Nährstoffe enthalten. Der charakteristische Geschmack der Speisen behält nach dem Kochvorgang eine intensive Note, so dass oftmals das Nachsalzen nicht mehr von Nöten ist. Der von allen Seiten zugeführte Dampf liefert also ein Ergebnis, das sowohl Augen als auch Gaumen zufriedenstellt.
Beim Dampfgaren wird zwischen der drucklosen Variante und dem Druck-Garen unterschieden. Beim Druck-Garen befinden sich die Speise und das siedende Wasser in einem abgeschlossenen System, während das drucklose Garen mittels Umgebungsdruck bewerkstelligt wird.
Geringer Nährstoffverlust
Die Ernährungswissenschaft beschäftigt sich seit langer Zeit mit dem Vorgang des Dampfgarens. Wie bereits erwähnt, bleiben die Farbe, der Geschmack und Geruch, sowie die Konsistenz des Garguts nahezu unverändert. Beim Dampfgaren kann im Normalfall auf Fett verzichtet werden. Die Qualität von dampfgegarten Speisen belegen folgende Werte:
- etwa 50 % mehr Vitamine, als bei herkömmlichen Kochmethoden, bleiben enthalten
- bis zu 80 % mehr Mineralstoffe machen die Speisen besonders gesund
Was eignet sich zum Garen?
Besonders viele Gerichte eignen sich zum Garen. So empfiehlt sich beispielsweise dampfgegarter Fisch. Da beim Dampfgaren die Gerichte nicht gewendet werden müssen, kann der Fisch auch nicht zerfallen. Schmackhafte Petersilienkartoffeln dürfen ebenso gegart werden, wie auch Eintöpfe, Geflügelgerichte und sogar Würstchen und manche Nudelsorten. Viele Spitzenköche der Welt berufen sich auf die schonende Dampfgarmethode, aber auch der einfache Haushalt muss nicht auf den Genuss verzichten. Gewisse Haushaltsgeräte sind aber Voraussetzung.
Dampfgargeräte
Wenn man die Technik des Dampfgarens nur selten einsetzt, dann reicht bereits folgende Ausstattung: ein Topf mit Siebeinsatz und ein passender Deckel. Zuerst füllen Sie den Topf mit Wasser, danach legen Sie die zu garende Speise ins Sieb. Deckel drauf – fertig. Wer den Genuss von dampfgegartem Essen öfter für sich und seine Gäste entdecken möchte, sollte sich ein praktisches Dampfgargerät zulegen und ein paar gute Dampfgarer Rezepte ausprobieren. Diese Geräte gibt es bereits ab 30 Euro auf dem Markt, die Profi-Geräte können dann bis zu 2000 Euro kosten. Doch für den einfachen Haushalt reichen billige Gargeräte absolut aus. Eine kostengünstige Variante sind Wasserschalen, die je nach Bedarf beheizbar sind. Mit gelochtem oder ungelochtem Boden lassen sich Lebensmittel sämtlicher Art schonend dampfgaren. Dieses klassische, elektrische Dampfgargerät wird mit mehreren übereinanderstapelbaren Kunststoffeinsätzen ausgestattet, die nicht nur das Kochen von asiatischen Gerichten erleichtern. Dennoch eigenen sie sich speziell für das Reiskochen. Dämpfen mit System
In so genannten „Systemdampfgarer“ können komplette Gerichte für die gesamte Familie zubereitet werden. Systemgarer sind nachrüstbare Dampfgareinsätze für den Backofen, die durch Einschalten der Unterhitze aktiviert werden. Diese Geräte sind wesentlich kostspieliger, als Dampfschalen. Dennoch sind sie noch erschwinglicher als ganze Dampfbacköfen. Dampfbacköfen sind allerdings nur in gastronomischen Betrieben relevant und werden im Haushalt für gewöhnlich nicht benötigt. Experten vermuten, dass das Dampfgaren in ferner Zukunft sogar die Mikrowelle ablösen könnte. Dampfgarsysteme stehen der Mikrowelle um nichts nach, im Gegenteil: Sie können Speisen noch gesünder und schonender zubereiten. Bleibt abzuwarten, ob „Mikrowellenfutter“ irgendwann zum qualitativen „Dampfgarfutter“ wird.













