Frühlingszeit ist Bärlauchzeit

Noch vor ein paar Jahren als Unkraut verschmäht, wird der Bärlauch seit einigen Jahren immer beliebter in den Schweizer Küchen. Als eines der ersten Wildkräuter verbreitet er im Frühling seinen unverkennbaren Knoblauchgeruch vorzugsweise am Rand von Buchenwäldern und feuchten Uferböschungen.

Verwechslungsgefahr beim Bärlauch sammeln


Frühlingszeit ist BärlauchzeitFrühlingszeit ist Bärlauch Zeit – so hält das Wildkraut Einzug in immer mehr Schweizer Küchen und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Von März bis Ende April ist es soweit, der Bärlauch kann gesammelt werden. Die gesamte Pflanze ist essbar, allerdings sollte mit dem Blühen des Bärlauchs darauf verzichtet werden, das Kraut weiter zu verwenden, da die Blätter nun bitter und nicht mehr genießbar werden. Es ist jedoch nicht ganz ungefährlich, den Wilden Knoblauch im Wald zu sammeln. Seine Blätter ähneln stark denen der jungen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen, welche ebenfalls im Frühling Sprießen und giftig sind. Es hilft, ein Blatt zwischen den Fingern zu zerreiben. Handelt es sich tatsächlich um Bärlauch, verbreitet sich so der typische Knoblauchgeruch. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft einfach den im Detailhandel erhältlichen kultivierten Bärlauch.


Die heilende Wirkung des Bärlauchs


Bereits vor hunderten von Jahren hatte der Bärlauch einen heilenden Ruf und wurde vielseitig bei unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt. Auch heute wird ihm eine hohe Wirkung zur Reinigung von Blut und dem Magen- Darmtrakt zugesprochen. Sehr zu empfehlen ist er auch bei Bluthochdruck, zum Sinken des Cholesterinspiegels und bei Arterienverkalkung. Er ist aber auch eine Hilfe um den Kreislauf und die Abwehrkräfte zu stärken und enthält Mineralstoffe und Vitamin C. Außerdem haben Studien ergeben, dass Bärlauch den Abbau von Schwermetallen wie Quecksilber und Blei im Körper fördert.


Bärlauch in der Küche


Frühlingszeit ist BärlauchzeitDurch die wachsende Beliebtheit des Bärlauchs werden immer neue Rezepte ausprobiert und so findet er auf die verschiedensten Arten Verwendung in der Küche. Wird Bärlauch als Rohkost genutzt, entsteht am wenigsten Verlust der Inhaltsstoffe, welche bereits beim Aufbewahren innerhalb weniger Tage geringer werden. Wird er gekocht verliert er nicht nur seine positiven Eigenschafften sondern auch den größten Teil seines Geschmackes. Es ist daher ratsam, den Bärlauch erst kurz vor dem Servieren den warmen Speisen beizugeben. Frisch findet man ihn beispielsweise in Frühlings-Salaten, Dip-Soßen, Sauerrahm- und Quarkgerichten. Unter den warmen Gerichten erfreut sich die Bärlauch Suppe einer großen Beliebtheit. Aber auch eine Bärlauch-Hollondaise zu frischem Spargel oder Fischgerichten ist sehr empfehlenswert.

Wer die rustikale Küche bevorzugt wird selbstverständlich auch auf den Genuss von Bärlauch kommen. Denn nicht nur Bärlauch Spaghetti oder Bärlauch Spätzli, sondern auch ein Rührei oder Bratkartoffeln mit Bärlauch verfeinert bringen ebenfalls die Geschmacksknospen zum Blühen. Damit Bärlauch auch außerhalb der Saison verwendet werden kann, sollte er in Form von Kräutersalz oder in Öl, ähnlich wie dem Pesto der Italienischen Küche aufbewahrt werden.

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