Der perfekte Kartoffelsalat

Was wäre das Schnitzel, die Frikadelle oder der Backfisch ohne Kartoffelsalat als Beilage? Auch im Sommer zu Gegrilltem passt er hervorragend aufs Buffet. Traditionell kommt am Weihnachtsabend bei vielen Kartoffelsalat mit Würstchen auf den Tisch.

Der perfekte KartoffelsalatDie Kartoffel hat ihre Heimat in Südamerika und kam erst im 16. Jahrhundert nach Europa. Wer die Kartoffelpflanze nun von woher nach Europa gebracht hat, ist nicht eindeutig nachzuweisen. Darüber ranken sich einige unterschiedliche Erzählungen. 1597 wurde das erste Rezept von einem Briten niedergeschrieben, indem die Kartoffel mit Essig und Öl als Salat zubereitet wird. Aus dem Jahr 1621 stammt eine Niederschrift aus einem österreichischen Kloster. Schon vor vielen Jahrhunderten war der Kartoffelsalat also ein beliebtes Gericht, das bis jetzt viele Freunde und Anhänger findet.


Zubereitung


Welche Zubereitungsart von Kartoffelsalat wirklich perfekt ist, das entscheidet ganz alleine der Geschmack. Auch regional lässt sich kein bestimmtes Verfahren oder eine bestimmte Zutatenliste erkennen. Jedoch gibt es ein paar grundlegende Punkte, die man beachten sollte, um den für sich perfekten Kartoffelsalat zu zaubern:

Damit die Kartoffel beim Schneiden und Durchrühren nicht zerfällt oder gar zu Mus mutiert, verwendet man festkochende Kartoffeln. Leicht zu merkende Mengenformel: 2 mittelgroße Kartoffeln pro Nase. Sie (die Kartoffeln) sollten alle ungefähr die gleiche Größe haben, damit alle zur gleichen Zeit durch sind. Wer seinen Salat jedoch lieber sämiger genießt, der darf auch Kartoffeln mit dazu schneiden, die schon sehr weich sind. Für eine gesunden Salat kocht man die Kartoffeln mit Schale (das sitzen die meisten Nährstoffe drunter) und pellt die Kartoffeln erst nach dem Abkühlen. Noch warm schneidet man die Knolle in möglichst gleichgroße Scheiben oder auch in Würfel, wobei die Scheibenvariante die bekanntere ist. Ganz fix geht das, wenn man einen Eierschneider verwendet.

Um mit Schwung den Salat zu mischen, wählt man am sinnvollsten eine wirklich große Schüssel. Wer die ganzen Scheiben im Salat nicht zerstören will, der gibt alle Zutagen in die Schüssel, setzt einen dichten Deckel auf und kippt das ganze sanft um 180° und wieder zurück. Das ganze ein paar Mal, so ist alle gut gemischt und die Kartoffelscheiben sind nicht vom Salatbesteck durchstochen. Um zu Vermeiden, dass Reste vom Kartoffelsalat am nächsten Tag bitter schmecken, hier noch ein Tipp für Rezepte mit Zwiebel: Gehackte Zwiebeln andünsten oder in der Brühe kurz aufkochen. Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass sie nach dieser Behandlung auch verträglicher sind.


Klassisch mit Essig und Öl


Für einen richtig guten klassischen Kartoffelsalat kommen zu den Knollen gehackte Zwiebeln, Weinessig und hochwertiges Öl (z.B. Sonnenblumenöl), Pfeffer und Salz, sowie Rinderbrühe (Fleischwürfelsuppe). Dazu erst die Brühe aufkochen, die gehackten Zwiebeln darin pochieren, Salz und Pfeffer nach Gusto dazugeben und zum Schluss das Öl mit einem Schneebesen einrühren. Diese Marinade wird immer warm über die noch warmen Kartoffel gegossen. Kartoffeln sind nach dem Kochen „durstig“ und saugen sich mit Flüssigkeit an. Je länger der Kartoffelsalat steht, umso trockener wird er und muss deshalb evtl. vor dem Servieren noch mal mit warmer Brühe und Wasser angegossen werden. Bevor sie den warmen Kartoffelsalat zu Tisch bringen, wird er noch mit frischgehacktem Schnittlauch garniert.


Abwandlungen


  • Zu den Kartoffeln in feine Streifen geschnittenen Endiviensalat oder gehobelte Gurken mischen.

  • Zur Marinade einen Teelöffel mittelscharfen Senf mischen

  • Statt der Zwiebel Radieschen verwenden

  • Das Ganze mit gebratenen Speckwürfeln aufpeppen

  • Anstelle von Öl warmes Gänseschmalz nehmen, Äpfel und Essiggurke dazumischen


Gehaltvoll mit Mayonnaise


Der perfekte KartoffelsalatHier werden die gekochten Kartoffelscheiben erst gesalzen und gepfeffert und dann mit Mayonnaise (beispielsweise aus dem Glas oder selbstgemacht) überzogen. Eine flüssigere Konsistenz bekommt die Mayonnaise, wenn man sie mit lauwarmen Wasser verquirlt. Zum Schluss kann nach belieben ein Schuss Essig das Ganze verfeinern. Gerne gibt man bei dieser Variante auch gekochte Eier und gehackte Essiggurken dazu. Oder die Amerikanische Variante, wobei die Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten werden, Cornichons gewürfelt hinzugefügt werden und alles mit Mayonnaise vermengt wird.


Kartoffelsalat als Hauptgericht


Nicht nur als Beilage ist dieser Salat ein Hit, sondern auch als Hauptgericht kann er glänzen. Mischen Sie doch zur Abwechslung mal den Klassischen Kartoffelsalat mit Würstchen und Tomaten. Dazu schmeckt Weißbrot mit Kräuterbutter und schon hat man ein köstliches und sättigendes Hauptgericht.


Mediterrane Variante mit Schafskäse


Zwiebeln und Rosmarinnadeln in heißem Olivenöl dünsten, das warme Öl auffangen und mit der Mayonnaise vermischen. Schafskäse zu den gekochten Kartoffelscheiben bröckeln, mit Salz und Pfeffer bestreuen, gedünstete Zwiebeln dazu und geschnittene Tomaten, dann alles mit der Mayonnaise mischen und mit Rosmarin bestreuen. Dazu passt am Besten Weißbrot und ein Glas trockener, leichter Weißwein.


Kartoffelsalat gebraten


Eine weniger bekannte, aber sehr schmackhafte Variation ist der gebratene Kartoffelsalat, bei dem die Kartoffeln nicht im ganzen gekocht, sondern als Würfel in Öl mit Frühlingszwiebeln und z.B. Pilzen gebraten werden. Ein Dressing aus Sauermilch oder Joghurt rundet das ganze ab, ein grüner Salat macht eine vollwertige Mahlzeit daraus.


Wenn Sie auch noch auf der Suche nach dem Rezept für den perfekten Kartoffelsalat sind, dann werden Sie bestimmt hier fündig:

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