Safran das teuerste Gewürz der Welt

Safran auch bekannt unter "das gelbe Gold" ist das teuerste und begehrteste Gewürz der Welt. Erfahren Sie hier über seine Geschichte, seine Anbaugebiete und vor allem alles rund ums Kochen mit Safran.

Safran das teuerste Gewürz der WeltDer Safran verdankt seinen Namen dem arabischen Wort „az-za´fran“, dass soviel wie „gelb sein“ heißt. Die Safranpflanze gehört zu der Familie der Schwertliliengewächse, aus denen im Herbst blühenden violetten Blüten die Griffel das Safrangewürz gewonnen werden. Diese getrockneten Stempelfäden werden dann als Gewürz verwendet, die ihrer Speise den aromatischen Duft verleihen. Safran schmeckt bitter-herb-scharf und enthält Carotinoide, dadurch verfärben sich die Speisen, die mit Safran gewürzt werden gelb. Weiters enthält Safran ätherische Öle. Damit man Safran nicht ausbleicht, sollte er in dunklen, verschloßenen Gefäßen aufbewahrt werden.


Die Ernte


Für einen Kilogramm getrockneten Safran werden etwa 80.000 bis 150.000 Blüten geerntet. Diese Blütenmenge entspricht eine Anbaufläche von rund 2000 m^2, die durch reine Handarbeit bearbeitet wird. Diese Handarbeit ist der Grund dafür, dass Safran das teuerste Gewürz der Welt ist. Mit rund 14 bis 4 Euro pro Gramm muss man rechnen. Dieser stolze Preis verursachte vermutlich auch den Zweitnamen des Safrans „gelbes Gold“. Allerdings wenn man von Grammpreis hinwegsieht, überzeugt Safran durch seine Ergiebigkeit und Geschmacksintensivität. Weißt der Safran eine gute Qualität auf genügt in der Regel eine Messerspitze um sein Gericht mit dem unverwechselbaren Aroma Safrans zu verfeinern. Mit einem Gramm des „gelben Goldes“ kommen Sie länger aus als mit der finanziell gleichen Menge der meisten anderen Gewürze.


Die Geschichte und Anbaugebiete Safrans


In der griechischen Mythologie wir bereits von dem Gewürz berichtet. Zeus, der mächtigste olympischer Gott schlief bereits ,einer Sage zufolge in einem Bett aus Safran. Bereits in der Antike war das Gewürz von großer Beliebtheit vor allem unter dem gehobenen Volk. In wohlhabende Gesellschaftsschichten wurde es zum Brauch , den Hochzeitsschleier mit Hilfe von Safran gold-gelb zu färben. Die lateinische Redewendung „dormivit in sacco croci“, was mit „er schlief in einem Bett aus Safran“, ein Zustand unbeschwerter Freude, zu übersetzten ist , erinnert auch an die Gewohnheiten reicher Römer in der Geschichte. Diese streuten Safranfäden auf ihre Hochzeitbetten, um deren Reichtum und Heiterkeit zu demonstrieren.


Safran Anbaugebiete


Zu den Anbaugebieten werden vor allem die Gebiete um das Mittelmeer ,Spanien, Südfrankreich, Marokko, Griechenland, Türkei sowie Italien gezählt. Und auch im nördlichen Indien, in Kashmir wird das begehrte Gewürz angebaut. Der größte Produzent ist unumstritten der Iran (Westasien). Er steht mit seiner durchschnittlichen Produktionsmenge von 170 bis 180 Tonnen pro Jahr an erster Stelle. Dies sind mehr als 90 Prozent des gesamten Marktanteils. Insgesamt werden weltweit rund 200 Tonnen Safran aus den Pflanzen gewonnen und weiterverarbeitet. Dabei werden die Ertragsmengen stetig gesteigert ,da das „gelbe Gold“ immer mehr an Popularität gewinnt.


Safran und seine Rolle in der Küche


Safran das teuerste Gewürz der WeltIn der zentralasiatischen und der nordindischen Küche ist das Safrangewürz ein essentieller Bestandteil, vor allem in den verschiedensten Reisspeisen. Dazu gehört auch die Reisspeise namens „biriyanis“ Nordindiens, Hühner- oder Schaffleisch, das mit einem intensiven Safranaroma angereichert wird. Anschließend werden andere aromatische Gewürze hinzugefügt (Muskat, Sternanis, Lorbeerblättern, Zimt und Gewürznelken).Serviert wird es mit getrockneten Rosinen und Mandelsplitter. In Persien schwört man auf die Kombination von der Frische der Pfefferminze und dem Aroma des Safrans. Eine in den Golfstaaten bekannte Reisspeise „machboos“, verbindet wiederum Schärfe mit Safran. Indische Süßspeisen werden traditionell auch mit Safran verfeinert. Zum einen gibt es den süßen Safranreis, der sich „ zarda“ nennt. Mindestens ebenso beliebt unter dem indischen Volk ist die safranhaltige Spezialität „makhaniya lassi„ oder die mit dem Safrangewürz angereicherte Eiscreme.

Auch im europäischen Raum ist der Safran ein Fixum in der Zubereitung von Spezialitäten. Im Mittelmeergebiet wird das Gewürz oft in Kombination mit Fisch und Meeresfrüchten verwendet. Zu diesen Spezialitäten zählt man das italienische Risotto alla Milanese, die Fischsuppe Bouillabaisse, sowie die spanische Nationalspeise Paella Valenciana. In der Zubereitung ist das Safrangewürz nicht nur als Geschmacksträger wichtig sondern spielt auch in der Farbgebung eine wichtige Rolle.


Probieren Sie doch einige Safrangerichte aus und überraschen Sie Ihre Lieben mit dem einzigartigen aromatischen Geschmack des „gelben Goldes“.

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