Nudeln selber machen

Pasta in allen Varianten, wer liebt sie nicht? Ein einfaches, nahrhaftes Essen, das im Nu zubereitet ist. Noch besser munden die Teigwaren, wenn wir auch den Teig selber zubereiten. Dass das keine Hexerei ist, zeigen wir euch hier.

 

Wer denkt, Pastateig selber zuzubereiten, sei viel zu aufwendig, der irrt. Wer es einmal ausprobiert hat, wird vom Resultat so begeistert sein, dass er ihn bestimmt öfters selbst herstellt.

Anleitung zum Nudeln selber machen - so gelingt der perfekte Pastateig:

  1. Zum Grundrezept gehören Mehl, Eier, Olivenöl und Wasser.
  2. Mehl auf eine Arbeitsfläche streuen und in der Mitte eine Vertiefung formen.
  3. Olivenöl und Eier in die Vertiefung geben und nun nach und nach Mehl über die Eier schieben und vermengen.
  4. Danach den Teig kneten, bis er eine schön geschmeidige Textur erhält, glänzig und elastisch wird.
  5. Ist der Teig zu trocken, etwas Wasser hinzufügen; im umgekehrten Fall noch etwas Mehl dazutun.
  6. Teig zu einer Kugel kneten und in eine Klarsichtfolie packen. Bei Zimmertemperatur eine Stunde ruhen lassen. Danach weiterverarbeiten.

Wer Pasta ohne Eier selber machen will, ersetzt die Eier durch Wasser. Zwei Eier entsprechen 100 ml Wasser.

Die verschiedenen Möglichkeiten zum Nudeln selbst Herstellen:

  • Pasta selber machen mit der Maschine: Wenn ihr eine Pastamaschine euer Eigen nennt, erhält ihr zugleich mehrere Aufsätze. Damit könnt ihr unterschiedliche Nudeln aber auch Spaghetti selber machen.

  • Pasta selber machen mit Hartzweizengriess: Das feine italienische Hartweizengriess sorgt für die schöne Farbe und den optimalen Biss eurer selbst gemachten Nudeln. Das beste Resultat erzielt ihr, wenn ihr zu gleichen Teilen Weizen und feines Hartweizengriess verwendet.

  • Vollkornpasta selber machen: Auch das ist problemlos möglich, indem ihr das Weiss- oder Teigwarenmehl durch Vollkornmehl ersetzt. Darauf achten, dass ihr kein grobkörniges, sondern ein fein gemahlenes Mehl verwendet.

  • Glutenfreie Pasta selber machen: Das Grundrezept bleibt sich gleich. Doch statt herkömmlichem Mehl verwendet ihr einfach glutenfreies Mehl (beispielsweise Kichererbsenmehl).

Bei den Mehlen könnt ihr variieren. Mais-, Buchweizen- oder Kastanienmehl sind schmackhafte Alternativen für eure hausgemachten Nudeln.

Zum Nudeln selbst herstellen ist eine Nudel-Maschine sehr hilfreich, es geht aber auch ohne.Zum Nudeln selbst herstellen ist eine Nudel-Maschine sehr hilfreich, es geht aber auch ohne. (Foto by: liudmilachernetska@gmail.com / Depositphotos)

Verschiedene Tipps für die selbst hergestellten Nudeln:

  • Selbst gemachte Pasta trocknen: Verteilt die frische Pasta grosszügig auf sauberen Küchentüchern und lasst sie an einem sehr trockenen, vor Zugluft geschützten Ort lufttrocknen. Ab und zu Pasta drehen, damit sie gleichmässig trocknet. Nudeln und Spaghetti können auch auf einer Wäscheleine aufgehängt werden. Der Trocknungsvorgang dauert mindestens 48 Stunden. Es ist wichtig, dass die Pasta zum Schluss gut durchgetrocknet ist.

  • Haltbarkeit der selbst gemachten Teigwaren: Gefüllte Pasta, etwa Ravioli, solltet ihr sofort zubereiten. Frische Pasta könnt ihr im Kühlschrank ein bis zwei Tage aufbewahren. Portionenweise eingefroren, lassen sich Pasta und Ravioli mehrere Monate halten. Selbst getrocknete Pasta sollte nicht länger als drei Monate aufbewahrt werden.

  • Die richtige Aufbewahrung der selbst gemachten Pasta: Hierzu verwendet ihr am besten grosse Schraubgläser, Kunststoffdosen oder Zellophantüten. Bewahrt die Pasta an einem trockenen, dunklen Ort – am besten im Küchenschrank – auf.

Und übrigens, die nächste Weihnacht kommt bestimmt. Wäre es nicht eine kreative Idee, Pasta zum Verschenken selber zu machen? Hübsch verpackt und mit einem feinen Rezept versehen – wer würde sich nicht darüber freuen?

Nudelvariationen

Das Bestechende an der Pasta ist ja ihre Vielseitigkeit. Nicht nur gibt es sie in allen Farben und Formen. Auch die dazu gehörenden Saucen lassen sich endlos variieren. Wer sich dem Pasta selber Machen verschrieben hat, wird sich vermutlich eine Pastamaschine zutun. Es geht auch ohne. Ein platzsparendes Teigrädli genügt. Vielseitig sind die Möglichkeiten, manuell verschiedene Pastavariationen herzustellen. Folgende Formen eignen sich speziell gut:

  • verschieden breite Bandnudeln
  • Ravioli
  • Farfalle
  • Trofie
  • Orechiette
  • Lasagne

Auch was die bunte Pasta betrifft, könnt ihr in der heimischen Produktionsstätte eurer Fantasie freien Lauf lassen:

  • Grün wird die Pasta durch die Beigabe von Spinat.
  • Rote Pasta erhält ihr durch das Hinzufügen von Randensaft.
  • Safran gibt der Pasta einen extra Pfiff und verleiht ihr ein intensives Gelb.
  • Mit Rüebli oder Kürbis werden eure Nudeln orangefarben.
  • Sepiatinte verfärbt die Nudeln schwarz.

Nach Lust und Laune könnt ihr euren Nudelteig mit Kräutern, Pilzen oder Blüten verfeinern und erhält somit tolle Kräuter-Pasta.

Auf der Suche nach tollen Rezepten zur selbstgemachten Pasta? Hier werdet ihr bestimmt fündig:  Pasta Rezepte


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