Bohnen

Bohnen zählt man zu den Hülsenfrüchten; sie gelten als ausgezeichnete Eiweisslieferanten. Für Hobby-Gärtner, vor allem für Anfänger, sind Bohnen eine dankbare Pflanze. Denn sie sind recht unkompliziert und liefern in den meisten Fällen eine reiche Ernte.

Buschbohnen gedeihen auf nahezu allen BödenBuschbohnen gedeihen auf nahezu allen Böden (Foto by: chiptape / Depositphotos)

Planung

Bohnen gibt es in verschiedenen Sorten und Farben. In erster Linie stellt sich die Frage, ob man Buschbohnen oder Stangenbohnen anpflanzen will. Stangenbohnen benötigen eine Ranke, an der die schnell wachsenden Pflanzen hochgezogen werden können. Buschbohnen hingegen brauchen viel Platz. Sie gelten als etwas pflegeleichter als die Stangenbohnen und sind schneller erntereif. Beiden gemein ist, dass sie Kälte und Bodenfrost nicht gut vertragen. Buschbohnen gedeihen auf nahezu allen Böden; man kann sie auch im Halbschatten anpflanzen. Stangenbohnen ihrerseits brauchen einen sonnigen, windgeschützten Standort sowie einen tiefgründigen nährstoffreichen Boden.

Pflanzung, Anbau

Buschbohnen kann man in der zweiten Hälfte Mai direkt ins Freibeet säen. Zuvor lockert man den Boden gründlich auf und legt die Samen einen Tag in Wasser ein, damit sie schneller keimen. Bereiten Sie im Abstand von etwa 40 cm kleine Pflanzlöcher vor, in die Sie etwa 7 Samen setzen, nicht tiefer als 2 cm. Häufen Sie die Erde über den Saatlöchern leicht an. Da Bohnen kälteempfindlich sind, empfiehlt es sich, sie in den ersten Wochen mit einem Vlies zu schützen. Stangenbohnen werden ebenfalls nach den Eisheiligen ins Beet gesetzt.

Vermengen Sie die Erde mit Kompost oder organischem Dünger. Bevor Sie die Bohnen ansäen, sollten Sie die Rankenhilfe aufbauen. Sie können pro Pflanze einen Pfahl in den Boden setzen oder aber mehrere Pfähle zu einem pyramidenförmigen Gerüst aufbauen. Um jede Stange drücken Sie etwa 6 Samen in die Erde. Sind die Keimlinge etwa 10 cm hoch, sollten Sie sie ringsum mit Erde anhäufen. Sind die Pflanzen gross genug, binden Sie sie sorgfältig gegen den Uhrzeigersinn um die Rankenhilfe. Um die Bohnen gegen Blattläuse zu schützen, empfiehlt es sich, zwischen den Pflanzen Bohnenkraut zu setzen.

Pflege, Düngen

Die exakt richtige Wasserversorgung ist für das Gedeihen der Bohnen das Wichtigste. Zunächst benötigen sie wenig Wasser, doch sobald die Pflanze Blüten trägt, ist auch der Wasserbedarf höher. Übermässiges Wässern kann kontraproduktiv sein, dennoch darf die Erde nicht austrocknen. Versorgen Sie die Bohnen regelmässig mit Mulch oder Kompost, so sind sie gut genährt. Sollten Ihre Bohnen von der Schwarzen Bohnenblattlaus befallen sein, können Sie sie mit Brennnesselwasser behandeln. Gegen Fettflecken- oder Brennfleckenkrankheit gibt es leider keine wirksamen Mittel. Ist Ihre Pflanze befallen, kann man nur eines tun: die befallenen Pflanzenteile abschneiden und vernichten.

Ernte

Nach acht bis zehn Wochen können Sie Ihre Bohnenernte starten, die sich von Juli bis Oktober hinziehen kann. Wenn Sie Ihre Bohnen ernten, sollten sich die Kerne noch nicht auf der Hülse abzeichnen. Ist die Bohne so prall, dass sie beim Biegen leicht durchbricht, kann man sich ans Ernten machen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Ablesen die empfindlichen Triebe nicht beschädigen, denn das könnte das weitere Wachstum Ihrer Bohnenpflanzen beinträchtigen.

Konservierung

Wenn man Bohnen einfrieren will, sollte man sie vorher kurz blanchieren. Ist die Tiefkühltruhe bereits übervoll, kann man sie auch einkochen und in Einmachgläsern aufbewahren. Heute findet man sie kaum mehr auf dem Speisezettel der modernen Familien, doch einst galten sie Leckerbissen: gedörrte Bohnen. Vor allem im ländlichen Bernbiet galt diese heute selten gewordene Delikatesse, serviert mit verschiedenen Fleischstücken, lange Zeit als Festessen.

Verwendung in der Küche

Bohnen kann man nicht roh essen! Sie enthalten Phasin, einen giftigen Eiweisstoff, der erst durch das Kochen neutralisiert wird. Bohnen werden meist als Beilage serviert. Sehr beliebt sind dabei Bohnen im Speckmantel. In Eintöpfen als Hauptgericht munden sie ebenfalls ganz prima. Zudem gibt es zahlreiche Variationen von Bohnensalat. Nahrhaft und sättigend ist beispielsweise ein Salat aus Bohnen, Käse, Tomaten und hart gekochtem Ei. Beliebt und erfrischend kommt auch ein Bohnensalat mit Zwiebeln daher. Doch die Königin der Schweizer Bohnengerichte ist ganz bestimmt die üppige Berner Platte, zu der nebst Bohnen auch Schinken, Speck, Saucisson und Kartoffeln gereicht werden.

Balkonanbau

Balkonanbau von Stangenbohnen ist möglich. Dabei spielt weniger der Anbau der Bohnen eine Rolle, als der Sichtschutz, den sie gewähren. Zumal die Pflanzen sehr schnell wachsen. Am häufigsten kommt hier die Feuerbohne zum Einsatz, weil sie sehr schöne Blüten trägt. Den Bohnen sollten Sie auch im Topf genügend Platz gewähren; der Kübel sollte etwa 45 cm Durchmesser aufweisen. Vermengen Sie die Erde mit ausreichend Kompost und Hornspänen und gönnen Sie der Bohne einen sonnigen Standort. Wenn Sie sie regelmässig ausreichend wässern, haben Sie nicht nur einen schönen Sichtschutz, sondern im Sommer auch noch eine reiche Ernte. Beliebte Bohnen Rezepte:


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