Wie kocht man Brokkoli?

Brokkoli zählt zu den Kohlgemüsen. Er ist ein schmackhaftes, gesundes Herbst- und Wintergemüse, das sich auf vielfältige Art zubereiten lässt. Er besticht durch seine dunkelgrüne Farbe und die zarten Röschen, die auf den kräftigen Stielen sitzen. Geschmacklich erinnert Brokkoli ein wenig an Spargel, was ihm auch den Namen Spargelkohl einträgt.

Brokkoli kochenBrokkoli kochen (Foto by: bit245 / Depositphotos)

Anbau, Ernte und Einkauf von Brokkoli

Brokkoli kann gut im eigenen Garten angebaut werden. Dazu werden frühe Sorten im Frühjahr auf der Fensterbank vorgezogen und ab Mai ins Freiland gesetzt. Späte Sorten können ab Juni direkt an Ort und Stelle ausgesät werden. Die Pflanzen sind relativ anspruchslos und gedeihen auch in kühlerem Klima. Der Boden sollte nährstoffreich und lehmig sein, der Standort windgeschützt. Die Haupterntezeit beginnt im Spätsommer und reicht bis weit in den Herbst hinein. Bestimmte Sorten tragen mehrfach, wenn die Röschen geschnitten werden. Beim Einkauf im Geschäft oder auf dem Markt soll der Brokkoli eine satte, dunkelgrüne Farbe haben. Die kleinen Röschen müssen nicht geschlossen sein, dürfen jedoch nicht gelblich oder violett verfärbt sein. Das ist ein Anzeichen dafür, dass der Brokkoli nicht mehr ganz frisch ist oder zu blühen beginnt. Beides wirkt sich negativ auf den Geschmack aus. Knackig frisch sollen auch die Blätter des Brokkoli sein. Er ist im Ganzen verwertbar.

Brokkoli vorbereiten und kochen

Die einzelnen Teile des Brokkoli haben unterschiedlich lange Garzeiten. Deshalb werden beim Putzen die Röschen von den Stielen getrennt. Von den dünneren Stielen kann die Haut mit einem Messer leicht abgezogen werden, dickere Stiele werden mit dem Sparschäler geschält. Nun die Stiele in mundgerechte Stücke schneiden und in siedendem Salzwasser etwa fünf Minuten kochen, dann die Röschen dazu geben und weitere drei bis vier Minuten kochen. Auf diese Weise werden Stiele und Röschen gleichzeitig gar. Zum Ende der Kochzeit können die kleineren der Blätter, die den Brokkoli umgeben, kleingeschnitten ebenfalls dazu gegeben werden. Dann wird der Brokkoli abgegossen und kann noch verfeinert werden. Er verträgt einen Hauch Butter oder Kräuterbutter und harmoniert gut mit Mandelblättchen. Etwas geriebene Muskatnuss bekommt dem gekochten Brokkoli ebenfalls. Das Kochwasser kann als Basis für Gemüsesuppen weiter verwendet werden.

Besonderheiten beim Kochen von Brokkoli

Wichtig ist, dass Brokkoli eines der wenigen Gemüse ist, die in Wasser oder Brühe gekocht oder gedünstet werden müssen. Roh schmeckt er nicht, und reines Anbraten in Fett oder Öl ohne baldige Flüssigkeitszugabe macht ihn hart. Wenn er für Salate verwendet wird, werden die Kochzeiten jeweils um eine Minute verkürzt und der Brokkoli anschliessend in Eiswasser blanchiert. Dadurch behält er seine grüne Farbe. Brokkoli, der nicht mehr taufrisch ist, eignet sich mit einem kleinen Trick trotzdem für die Küche. In diesem Fall gibt man dem Kochwasser eine Prise Natron und einen Schuss Milch bei.

Beides bewirkt, dass der Brokkoli einen angenehmen Duft entwickelt. Er lässt sich nach dem Kochen noch sehr gut für überbackene Gemüsegerichte oder Suppen verwenden. Brokkoli kann wie Blumenkohl mit Semmelbröseln in Butter angerichtet oder mit Käse überbacken werden. Er ist auch eine gute Ergänzung für gemischte Gemüseplatten. Besonders harmonisch ist die Verbindung mit gedünsteten Tomaten.

Wissenswertes über den Brokkoli

Brokkoli zählt zur Familie der Kohlgewächse und ist mit dem Blumenkohl sehr eng verwandt. Er ist auch unter den Namen Spargelkohl , Winterblumen- oder Sprossenkohl bekannt. Brokkoli ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Er enthält reichlich Vitamin C und Vitamin A-Beta-Carotin und ist ein guter Lieferant für Kalium und Kalzium. Bestimmten Inhaltsstoffen des Brokkoli wird eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben. Dazu zählen Flavonoide und Sulphoraphan. Wie alle Kohlsorten enthält Brokkoli viele Ballaststoffe. Im Gegensatz zu Weisskohl ist er jedoch sehr gut bekömmlich und wirkt nicht blähend. In der kalten Jahreszeit bereichert Brokkoli den Speiseplan durch seinen milden Geschmack und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.


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