Direkt oder Indirekt Grillen

Für die meisten von uns bedeutet Grillieren, eine Glut zu entfachen, einen Rost darüberzulegen, Fleisch drauf und fertig. Wer etwas auf sich hält, kennt die unterschiedlichen Arten zu grillieren und verwendet je nach Fleisch die entsprechende Grillmethode – direkt oder indirekt. Worin unterscheiden sich diese beiden Methoden?

Direkt oder Indirekt GrillenDirekt oder Indirekt Grillen (Foto by: RomanPashkovsky / Depositphotos)

Direktes Grillieren

Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um die populärste und gängigste Praxis des Grillierens. Wie der Name impliziert, wird das Grillgut auf einen Rost direkt über das Feuer gelegt. So erhalten die Grilladen den authentischen Duft nach Feuer, den wir alle so lieben. Stücke, die man bei grosser Hitze grillieren muss, wie beispielsweise Würste oder Geflügel, eignen sich bestens für diese Art der Zubereitung.

Die Faustregel besagt, dass Stücke, die innerhalb einer halben Stunde durchgegart sind, sich für die direkte Grillmethode eignen. Diese Grillart hat allerdings den Nachteil, dass Fett und Öl ins Feuer tropfen können und somit Rauch und giftige Dämpfe verursachen. Achten Sie also immer darauf, dass Sie die richtige Glut haben und die Marinade nicht derart dick aufgetragen ist, dass sie tropft.

Indirektes Grillieren

Das indirekte Grillieren unterscheidet sich vom direkten Grillieren insofern, als dass das Grillgut eben nicht direkt über der Glut gegart wird. Diese Grillmethode funktioniert ähnlich wie ein Umluftofen: Der Grill wird zugedeckt, Belüftungssysteme am Grill sorgen für die notwendige Sauerstoffzufuhr und verteilen die Hitze im Garraum gleichmässig. Die Temperatur misst beim indirekten Grillieren zwischen 140 und 200 Grad. Sie ist also einiges tiefer als bei der direkten Methode, wo die Temperatur zwischen 160 und 240 Grad schwankt.

Falls Sie auf dem Gasgrill indirekt grillieren, heizen Sie nur die Brenner, die sich seitlich des Grillguts befinden, jene direkt darunter bleiben ausgeschaltet. Bei Holzkohlegrills richtet man die Kohle an den Grillwänden an und platziert in der Mitte des Grills eine Auffangschale. Das Grillgut wird nun direkt über diese Schale gelegt. Für Grilladen, die Sie indirekt zubereiten wollen, nehmen Sie Fleischstücke, die mehr als 30 Minuten Garzeit benötigen.

Indirektes Grillieren benötigt weit weniger Aufmerksamkeit, als die direkte Methode. Durch das Zudecken des Grills und die gleichmässige Verteilung der Hitze braucht das Grillgut nicht gewendet zu werden. Während Ihr Braten gemächlich vor sich hin schmort, finden Sie genügend Zeit, sich Ihren Gästen zu widmen. Bestens geeignet ist diese Garart zudem für Gerichte, die man sich sehr gut ohne den rauchigen Duft nach Holzkohle vorstellen kann, zum Beispiel für Desserts. Fans der indirekten Methode führen gern ins Feld, dass diese Art zu grillieren sehr gesund sei, denn die giftige Rauchbildung durch tropfendes Fett bleibt hier aus.


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