Direktes grillen (=Grillieren)

In nahezu jedem Schweizer Haushalt steht ein Grill. Das Bräteln gehört hierzulande zu den Kocharten wie der Wok zur Chinaküche. Doch Grillieren ist nicht gleich Grillieren. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Grilltechniken. Bei der meistverwendeten Grillart handelt es sich um das direkte Grillieren.

Das Grillgut ist im Auge zu behaltenDas Grillgut ist im Auge zu behalten (Foto by: fotek/ Depositphotos)

Wie funktioniert das direkte Grillieren?

Bei dieser Methode werden Fleisch, Fisch und Gemüse auf einem Rost direkt über der Glut platziert und durch die glühende Kohle erhitzt. Da die Hitze direkt von der Glut kommt, wird das Grillgut nur einseitig heiss. Damit die Leckereien aber schön gleichmässig gar werden, muss man sie nach der Hälfte der Garzeit wenden. Dazu verwendet man am besten eine lange, stabile Grillzange. Es reicht in der Regel, wenn die Grilladen einmal gewendet werden. Das direkte Grillieren eignet sich hervorragend für Speisen mit relativ kurzer Garzeit – bis ca. 25 Minuten. Beispielsweise schmecken Steaks, Hamburger, Würste aber auch Gemüse direkt grilliert ausgezeichnet.

Was muss ich beachten, damit die direkt grillierten Speisen bestimmt gelingen?

Vor allem bei Holzkohlegrills ist es wichtig, dass man die Geduld aufbringt, zu warten, bis eine schöne Glut entstanden ist. Oft grilliert man ja für eine Mahlzeit vielerlei: Würste, Steaks, Fisch und Gemüse. Wichtig ist also die Reihenfolge, in der man das Grillgut auf den Rost legt. Auch sollte man darauf achten, den Rost nicht zu überladen. Denn Grillgut, das zu lange auf dem Rost bleiben muss, weil die Geniesser mit dem Essen nicht nachkommen, wird oft schlecht: Entweder es trocknet aus, wird schwarz oder gar zäh. Wenn man die Kohle im Grill ungleichmässig verteilt, erhält man auf dem Rost unterschiedlich warme Bereiche.

Die weniger heissen Zonen kann man für kurze Zeit durchaus mal als Warmhaltezone verwenden. Das Grillgut ist dabei aber im Auge zu behalten, denn es könnte trotz der niedrigeren Hitze verkohlen. Deshalb ist es besser, auf einmal kleinere Mengen zu grillieren und zwischendurch eine kleine Pause einzulegen. Steaks sollten erst nach dem Grillieren gesalzen werden. Fleischstücke, die mit Marinaden bestrichen werden, welche Zucker oder Honig beinhalten, sollte man nur bei mittlerer Temperatur garen, da sonst der Zucker anbrennen könnte. Oder aber man bestreicht das Fleisch erst einige wenige Minuten vor Garende damit. Während des Grillierens sollte das Fleisch niemals angeschnitten werden, es würde sonst zu viel Saft verlieren.

Welche Vor- und Nachteile hat diese Grillmethode?

Sicher ist es technisch gesehen, die einfachste Art zu grillieren: Feuer an, Rost drüber, Grillgut drauf. So gesehen, kann jedermann zum kleinen Grillweltmeister werden. Zudem gibt es einfache, kostengünstige Grills, die sich für diese Grillart bestens eignen. Doch muss man das Grillgut stets überwachen und somit immer in der Nähe des Grills sein. Letztendlich erübrigt sich aber die Diskussion um Vor- oder Nachteile. Je nachdem, was man grillieren möchte, kommt eine andere Grilltechnik zum Zuge.


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