Ernährung beim Stillen

Durch das Stillen wird ein Baby optimal ernährt. Die Muttermilch steht dem kleinen Erdenbürger in der perfekten Nährstoffzusammensetzung zur Verfügung und unterstützt so seine Entwicklung. Sie stärkt seine Abwehrkräfte und vermindert das Risiko, Allergiker zu werden. Ein paar Ernährungsempfehlungen müssen stillende Mütter allerdings beachten.

Ernährung beim StillenErnährung beim Stillen (Foto by: Kzenon / Depositphotos)

Darf man wieder alles essen?

Grundsätzlich ja! Doch die Qualität der Muttermilch wird durch die Ernährung mitbeeinflusst, sodass es nicht völlig egal ist, was man isst. Deshalb ist es wichtig, dass man sich weiterhin gesund und ausgewogen ernährt. Das Konzept ist ja bereits von der Schwangerschaft her bestens bekannt:

Viel Obst, Gemüse und Salat; täglich ausreichend Vollkornbrot, Vollkornteigwaren, Hülsenfrüchte, Reis und Kartoffeln; regelmässig Milchprodukte wie Käse, Quark, Milch und Joghurt: zwei Mal wöchentlich Fisch und zwei bis drei Mal Fleisch.

Eisen- und kalziumhaltige Nahrungsmittel sind jetzt besonders zu berücksichtigen. Falls das Baby auf gewisse Lebensmittel empfindlich reagiert, beispielsweise nachdem die Mutter Knoblauch, Zwiebeln, Broccoli oder Kohl genossen hat, sollten diese Speisen während der Monate des Stillens vom Speisezettel genommen werden. Babys sind wie die Erwachsenen auch Individualisten. Einige reagieren sehr empfindlich auf allerlei Nahrungsmittel; bei anderen hingegen können die Mütter sogar scharfe Currygerichte essen, ohne dass das Kleine reagiert.

Es gilt also im einzelnen Fall herauszufinden, was geht und was nicht. Ausreichend zu trinken, ist während der Stillzeit ganz besonders wichtig, denn die Flüssigkeit fördert die Milchproduktion. Ideal sind da stilles Wasser, . Sogar ein bis zwei Tassen Kaffee sind wieder erlaubt.

Gibt es Nahrungsmittel, die man meiden sollte?

Alkoholkonsum sollte man weiterhin vermeiden. Auch wenn der Kaffee in kleinen Mengen wieder gestattet ist, so sei doch vor übermässigem Koffeinkonsum gewarnt. Bei fettigen Speisen, Frittiertem und Süssem ohne Nährwert ist zumindest Zurückhaltung geboten. Vorsicht auch bei rohen Eiern oder rohem Fleisch.

Wenn diese Lebensmittel nicht mehr ganz frisch sind, können sie leicht Magen-Darm-Infektionen auslösen, was Schwierigkeiten beim Stillen zur Folge haben kann. Übrigens, von Diäten sollte man während der Stillzeit absehen. Einerseits besteht das Risiko eines Nährstoffmangels, andererseits können Fastenkuren Giftstoffe im Körper freisetzen, die über das Blut in die Muttermilch gelangen und so das Baby gefährden.

Besteht beim Stillen ein erhöhter Kalorienbedarf?

Stillende Frauen weisen definitiv einen erhöhten Energieumsatz auf - das kann pro Tag zwischen 300 und 600 zusätzlichen Kalorien ausmachen. Doch das soll kein Freibrief für ein extra Stück Kuchen sein. Den zusätzlichen Energiebedarf sollte man durch gesunde Nahrungsmittel, beispielsweise fettarmen Joghurts oder Vollkornbrot, abdecken. Zudem werden beim Stillen Fettpolster abgebaut, die der Körper während der Schwangerschaft gerade für die Stillzeit angelegt hat. Stillen hat also den weiteren Vorteil, dass er die natürliche Gewichtsabnahme nach der Schwangerschaft unterstützt.


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