Himbeere

Himbeeren erfreuen sich ganzjährig grosser Beliebtheit – ob im Sommer frisch vom Strauch oder im Winter als „heisse Himbeeren“ mit Vanilleeis. Durch ihren fruchtigen und angenehm süssen Geschmack bereichern sie als leckere Komponente zahlreiche Desserts, Eiskreationen und Torten.

HimbeereHimbeere (Foto by: sergioz / Depositphotos)

Himbeeren wachsen an bis zu zwei Meter hohen, stacheligen Sträuchern, auch Ruten genannt. Botanisch betrachtet sind Himbeeren keine Beeren, sondern zählen zur Familie der Sammelsteinfrüchte. Himbeeren haben eigentlich eine strahlend rote Farbe.

Durch verschiedene Züchtungen sind inzwischen auch gelbe und schwarze Himbeeren im Handel erhältlich. Die Beeren sind bei den kultivierten Arten etwa zwei Zentimeter stark, während die wilden Himbeeren nur etwa halb so gross werden. Sie wachsen oft in Wäldern am Wegrand.

Herkunft & Saison

Die Himbeere wurde erstmalig in Mittel- und Nordeuropa sowie in Nordamerika gezüchtet. Vermutlich ist sie bereits seit der Jungsteinzeit bekannt.

Der grösste Produzent ist heute Russland. Weitere bedeutende Anbauregionen sind die USA, Polen, Deutschland, Ungarn, die Ukraine, Kanada und Grossbritannien. Himbeeren sind nicht das ganze Jahr über erhältlich.

Schweizer Himbeeren können von Juli bis November gekauft werden. Im Juni und Juli wird das Angebot durch spanische Himbeeren ergänzt.

Von Dezember bis Februar stammen die wenigen erhältlichen Himbeeren aus Südamerika. Von März bis Mai sind Himbeeren hierzulande kaum erhältlich. Da sich Himbeeren allerdings gut einfrieren lassen, sind sie ganzjährig in der Tiefkühltruhe zu finden.

Geschmack

Reife Himbeeren begeistern durch ihr starkes, charakteristisches Aroma. Der süssliche Geschmack ist mit einer leichten Säure kombiniert, sodass die Süsse nicht zu stark in den Vordergrund tritt.

Verwendung in der Küche

Himbeeren, die im Handel gekauft werden, sind im Prinzip schon verzehrfertig und müssen nur noch gewaschen werden. Dazu sollten sie unter möglichst wenig Druck vorsichtig kalt abgebraust oder unter langsam fliessendem Wasser gespült werden.

Selbstgepflückte Früchte müssen noch von den Stielen befreit werden, bevor sie gewaschen und verarbeitet werden können.

Himbeeren schmecken besonders gut, wenn sie frisch geerntet wurden. Natürlich können sie aber auch zu zahlreichen Gerichten verarbeitet werden, beispielsweise zu fruchtigen Sorbets, Eiscreme, Himbeerpudding, Kuchen und Torten.

Aufbewahrung/Haltbarkeit

Himbeeren reagieren sehr empfindlich auf Druck und sollten daher vorsichtig gelagert werden. Die Lagerung ist nur im Kühlschrank bei möglichst niedrigen Temperaturen möglich und auch dann halten die empfindlichen Beeren nur zwei bis drei Tage, bevor sie matschig werden.

Will man sie länger aufbewahren, sollten die Himbeeren eingefroren werden. Hierfür werden sie nebeneinander auf einem Backblech ausgelegt und so eingefroren.

Anschliessend können sie in Folien oder Dosen abgepackt werden. Nach dem Auftauen sind die Früchte allerdings wesentlich weicher und werden schnell matschig, weshalb sie dann am besten für Saucen oder Desserts verwendet werden sollten.

Nährwert/Wirkstoffe

Himbeeren enthalten neben zahlreichen Vitaminen wie Vitamin A und C, Spurenelementen wie Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen die pflanzlichen Wirkstoffe Anthocyane, welche im Körper freie Radikale abfangen und entzündungshemmend wirken.

Infolgedessen beugen sie Herzkreislauferkrankungen vor. Himbeeren können in Saftform eine fiebersenkende Wirkung haben und wirken schweisstreibend.

Die Blätter der Himbeerpflanzen werden zu Arzneitee verarbeitet und können bei Durchfall helfen, das Blut reinigen und finden Einsatz in der Geburtsvorbereitung.


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