Kohlrabi

Zarter, junger Kohlrabi schmeckt nicht nur einfach fantastisch. Er liefert auch eine geballte Ladung Vitamine, Mineralstoffe, Magnesium und Eiweiss. Die gesunde Knolle gibt’s als blaue und weisse Sorte und ist bereits nach wenigen Wochen erntereif.

Am besten setzen Sie den Kohlrabi erst nach den Eisheiligen, also in der zweiten MaihälfteAm besten setzen Sie den Kohlrabi erst nach den Eisheiligen, also in der zweiten Maihälfte (Foto by: Vrabelpeter1/ Depositphotos)

Planung

Kohlrabis sind etwas pflegeleichter als andere Kohlarten. Sie benötigen einen nährstoffreichen, lockeren Boden, der das Wasser gut speichern kann, und genügend Sonne. Ideal gedeihen sie, wenn sie genügend Platz zur Verfügung haben und keine anderen Kohlarten in ihrer Nähe angepflanzt werden. Als Nachbarn eignen sich Bohnen, Salat, Spinat oder Krautstiel. Man kann die Setzlinge ab März selber ziehen. Einfacher und schneller ist es, wenn Sie beim Gärtner Setzlinge erstehen.

Pflanzung, Anbau

Am besten setzen Sie auch den Kohlrabi erst nach den Eisheiligen, also in der zweiten Hälfte Mai, in den Garten. Frühe Sorten benötigen einen Abstand von etwa 30 x 30 cm. Herbstsorten werden in der Regel grösser; sie sollte man im Abstand von 40 x 50 cm einpflanzen. Achten Sie beim Kauf Ihrer Setzlinge, dass das Gemüse einen gesunden, festen Wurzelballen aufweist. Nach dem Einsetzen und Festdrücken der Erde sollten Sie die Pflanzen gut einschwemmen.

Pflege, Düngen

Am wichtigsten für das Gedeihen der Kohlrabis ist das regelmässige Wässern. Vor allem während einer längeren regenfreien Zeit sollten Sie das Gemüse täglich giessen. Probleme könnte Ihnen die Kohlfliege bereiten. Um einen Befall zu verhindern, eignet sich beispielsweise der Einsatz eines Gemüsenetzes.

Oder Sie fertigen Kragen aus Pappe an, die Sie um die Wurzelhälse legen. Larven der Kohlfliege werden so nicht auf der Pflanze, sondern auf der Pappe gelegt, wo sie austrocknen und absterben. Bei sehr trockenem Wetter fühlen sich die Erdflöhe wohl und breiten sich auf dem Gemüse aus. Sie durchlöchern die Blätter des Kohlrabis, was sein Wachstum erheblich ausbremst.

Hier können Sie Abhilfe schaffen, indem Sie den Boden konstant feucht halten. Mit Mulchen und regelmässigem Lockern der Erde machen Sie den kleinen Plagegeistern ebenfalls den Garaus.

Ernte

Wenn sich eine schöne Knolle herangebildet hat, was nach etwa acht bis zehn Wochen der Fall sein sollte, kann man die ersten Exemplare nehmen. Ernten Sie Ihren Kohlrabi, bevor er zur vollen Grösse ausgewachsen ist.

So schmeckt er feiner und ist von zarter Konsistenz. Kohlrabi, den Sie zu spät ablesen, wird hart und holzig. Die Knolle erntet man, indem man sie mit einer Schere knapp über dem Stielansatz abschneidet.

Konservierung

Wenn Sie Kohlrabi erntefrisch in Stängeli schneiden und diese drei Minuten blanchieren, können Sie das Gemüse problemlos einfrieren. Fachmännisch verpackt hält Kohlrabi so rund neun Monate. Man kann Kohlrabi aber auch einkochen, sodass Sie noch im Winter von diesen delikaten Vitaminlieferanten schlemmen können.

Kochen Sie in Scheiben geschnittenen Kohlrabi in Salzwasser bissfest und füllen Sie das gut abgetropfte Gemüse in sauber gereinigte Einmachgläser. Nun füllen Sie die Einmachgläser mit kaltem Wasser auf.

Danach verschliessen Sie sie luftdicht. Anschliessend stellen Sie das oder die Einmachgläser in eine Pfanne, die Sie mit so viel Wasser auffüllen, dass der ganze Inhalt des Glases unter Wasser steht. Nun muss das Einmachgut während etwa eineinhalb Stunden bei 100 Grad ziehen. Zum Auskühlen bedecken Sie die Gläser mit einem Tuch.

Lagerung

Von Kohlrabis gibt es auch eine Lagersorte: den Superschmelz. Diese Sorte wächst nur sehr langsam, kann dafür aber bis zu 8 kg schwer werden und bleibt dabei zart und mild. Im Spätherbst – diese Sorte übersteht auch leichten Bodenfrost – können Sie diesen Kohlrabi problemlos einkellern. Den frühen Kohlrabi können Sie im Gemüsefach Ihres Kühlschranks etwa zwei Wochen lagern. Ist er einmal angeschnitten, empfiehlt es sich, ihn zur Lagerung in eine Frischhaltefolie einzuwickeln.

Verwendung in der Küche

Zarten Kohlrabi sollten Sie unbedingt auch roh geniessen, denn er schmeckt nussig und mild. Sie können ihn einfach zum grünen Schnitzel zubereiten: Piccata, Schnitzel paniert oder gar ein Kohlrabi-Cordon-bleu.

In Gratins oder Aufläufen macht sich Kohlrabi ebenfalls ganz prima, beispielsweise mit Hackfleisch und Käse überbacken. Sommerlich leicht und köstlich sind gefüllte Kohlrabis, die man mit Hackfleisch oder einer Gemüse-Käse-Mischung und frischen Kräutern füllen kann.

Balkonanbau

Kohlrabis lassen sich ausgezeichnet im Balkonkistli ziehen. Wichtig ist, dass Sie der Pflanze auch im Kistli genügend Platz einräumen. Pflanzen Sie die Setzlinge in Erde, die Sie grosszügig mit Kompost vermischt haben, denn Kohlrabi hat einen hohen Nährstoffbedarf.

Düngern Sie das Gemüse einmal wöchentlich mit organischem Dünger und achten Sie darauf, dass Sie die Pflanze regelmässig giessen. Die Erde im Kistli darf nie austrocknen, sonst geht Ihre Pflanze ein.

Die besten Kohlrabi-Rezepte:


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