Petersilie

Petersilie oder Peterli, wie wir dieses Kraut hier auch nennen, gibt es in zwei Formen: Wurzelpetersilie und Blattpetersilie. Diese gibt es krausblättrig und – bei uns weniger häufig anzutreffen – glattblättrig. Welche Art Sie auch bevorzugen: In einem Kräutergarten darf Peterli auf keinen Fall fehlen!

Staunässe oder übertriebenes Wässern verträgt der Peterli gar nichtStaunässe oder übertriebenes Wässern verträgt der Peterli gar nicht (Foto by: Mirage3 / Depositphotos)

Anbau

Peterli mögen einen lockeren, humusreichen Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Am besten ziehen Sie ihn im Februar auf der Fensterbank vor und pflanzen ihn ab März ins Freibeet. Halten Sie jeweils einen Reihenabstand von etwa 30 cm ein. Direkt aussäen können Sie ihn zwischen März und Juli. Setzen Sie die Samen etwa 2 bis 3 cm tief ein.

Die zweijährige Pflanze ist selbstunverträglich. Legen Sie mindestens eine vierjährige Anbaupause ein, bis Sie an demselben Standort wieder Peterli anpflanzen. Als Vorfrucht sind Rüebli, Sellerie und Doldenblütler ungeeignet. Übrigens, auch wenn sich der Peterli an seinem Plätzchen sehr wohl fühlt, wächst er, verglichen mit anderen Kräutern, äusserst langsam.

Pflege, Düngen

Nun muss die Erde zwar immer feucht gehalten werden. Staunässe oder übertriebenes Wässern verträgt der Peterli aber gar nicht. Er könnte bei zu viel Wasser innert kurzer Zeit absterben. Es empfiehlt sich, das Kraut ab und zu mit mineralischem Dünger zu nähren. Falls Sie Kompost verwenden, nehmen Sie nur solchen, der gut verrottet und reif ist. Zum Überwintern schneiden sie den Peterli zurück und bedecken ihn mit einem Vlies, um ihn vor Frost zu schützen.

Ernte

Wenn der Peterli eine Höhe von etwa 15 cm erreicht hat, können Sie mit der Ernte beginnen. Schneiden Sie die Stängel immer in Bodennähe ab und nur soviel, wie Sie benötigen. So können neue Triebe nachwachsen. Der ideale Erntezeitpunkt ist übrigens der späte Vormittag, wenn kein Morgentau mehr auf den Blättern liegt.

Lagerung, Haltbarkeit

Peterli sollte möglichst frisch verwendet werden, denn bei zu langer Lagerung gehen wertvolle Vitamine verloren. Wenn Sie ihn in einem Plastiksack ins Gemüsefach des Kühlschranks legen oder in ein Glas mit etwas Wasser stellen, können Sie ihn etwa eine Woche lagern. Wobei der krause Peterli länger frisch bleibt als der glattblättrige.

Konservierung

Zwar kann man Peterli trocknen – bei jedem Detailhändler findet man getrockneten Peterli im Angebot. Doch Hand aufs Herz: Er schmeckt nach gar nichts. Weit besser erhalten bleibt sein Aroma, wenn Sie ihn einfrieren. Durch die Herstellung eines Gewürzsalzes kann man ihn ebenfalls eine ganze Weile konservieren. Eine weitere tolle Konservierungsart ist, ihn zu einer schmackhaften Paste zu verarbeiten.

Verwendung in der Küche

Der krause Peterli kommt wohl am häufigsten als Dekorationskraut auf den Teller. Das Lokal kann noch so mittelmässig sein, der Koch das Essen durch und durch schmucklos anrichten: Für einen grünen Farbtupfer in Form von Peterli reicht’s fast immer. Dabei kann man das Kraut weit vielseitiger verwenden: Beispielsweise mundet es frisch gehackt in einem knackigen Salat hervorragend.

Dabei liefert es eine geballte Ladung zusätzlicher Vitamine, allen voran Vitamin C. Kräuterbutter ohne Peterli ist kaum denkbar. Dasselbe gilt für Dips aller Art, sei es auf der Basis von Crème fraîche, Joghurt oder Quark. In einer frisch zubereiteten Vinaigrette spielt Peterli eine der Hauptrollen.

Mit dem gesunden Kraut lassen sich wunderbare grüne Saucen herstellen. Für das orientalische Taboulé benötigt man nebst Couscous eine Unmenge von Peterli. Die glattblättrige Sorte wird vielfach in der italienischen Küche verwendet, zum Beispiel für Ossobuco. Fans von Muscheln werden Spaghetti alle Vongole über alles lieben, die mit Knoblauch, Peperoncino und einer grosszügigen Portion glattem Peterli gewürzt werden.

Wussten Sie übrigens, dass feingehackter Peterli Linderung schafft, wenn man von aufsässigen Mücken gestochen wurde oder man unter Zahnschmerzen leidet? Zu Tee aufgegossen wirkt er harntreibend und entschlackend.

Balkonanbau

Im Topf auf der Fensterbank oder auf dem Balkon gedeiht Peterli ebenfalls. Selbstverständlich muss er dazu an einem sonnigen Standort stehen. Gartenexperten empfehlen, dass man als Substrat eine spezielle Kräutererde verwendet. Wie beim Peterli im Freibeet muss auch die Pflanze im Topf gleichmässig gewässert werden, sodass die Erde zwar feucht, jedoch keinesfalls zu nass wird. Wenn Sie ihm ab und zu etwas Dünger verabreichen, unterstützen Sie ihn in seinem Wachstum.

Beliebte Rezepte mit Peterli


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