Randen

Lange fristete die Rande ein Mauerblümchendasein. Doch in letzter Zeit hat sie zu einem Höhenflug angesetzt. Zu Recht, denn die erdig-süss mundende Knolle ist nicht nur sehr gesund, sie bringt auch Abwechslung auf den winterlichen Speiseplan. Auf Wochenmärkten findet man Randen in unterschiedlichen Farben, uni oder gestreift, roh oder gekocht im Angebot.

Haben Sie Ihre Randen im Mai angepflanzt, werden Sie im Juli die ersten Früchte ernten könnenHaben Sie Ihre Randen im Mai angepflanzt, werden Sie im Juli die ersten Früchte ernten können (Foto by: hopsalka / Depositphotos)

Planung

Randen lieben einen tiefgründigen, humosen und schweren Boden. Ihr Standort sollte sonnig sein; sie gedeiht aber durchaus auch im Halbschatten. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Randen nie zwei Mal in Folge am selben Standort setzen. In der Nähe von Dill und Bohnenkraut gedeihen die roten Rüben besonders gut.

Pflanzung, Anbau

Wenn Sie bereits im Sommer Randen geniessen wollen, können Sie sie ab Mai ansäen. Zwar sind Randen nicht besonders kälteempfindlich, doch sie beginnen erst zu keimen, wenn der Boden eine Temperatur von 7° bis 9° Celsius aufweist. Wenn Sie Randen für den Winter einlagern wollen, säen Sie sie im Juni an.

Für eine ausreichende Nährstoffversorgung vermischen Sie vor dem Ansäen die Erde mit einer grosszügigen Gabe Kompost. Die Samen sollten in einem Abstand von etwa 3 cm liegen; der Abstand zwischen den Reihen sollte etwa 25 cm betragen. Nach drei bis vier Wochen beginnen die Samen, zu keimen und auszutreiben. Nun müssen Sie die Reihen auslichten, sodass die einzelnen jungen Pflänzchen in einem Abstand von etwa 8 cm zu stehen kommen.

Pflege, Düngen

Besonders anspruchsvoll sind Randen nicht. Damit sich überhaupt Rüben bilden können, darf der Boden jedoch nie austrocknen. Deshalb ist regelmässiges Wässern für Randen das Wichtigste überhaupt. Wenn Sie überdies regemässig Unkraut jäten und den Boden lockern, sollten Ihre Randen wunderbar gedeihen.

Ernte

Haben Sie Ihre Randen im Mai angepflanzt, werden Sie im Juli die ersten Früchte ernten können; jene, die Sie im Juni gesetzt haben, werden im Oktober erntereif sein. Ziehen Sie zum Ernten die Knolle sorgfältig aus dem Boden. Die Blätter entfernen Sie, indem Sie sie von der Rande abdrehen. Achten Sie darauf, dass Sie die Rande dabei nicht verletzten, denn sonst blutet sie aus.

Konservierung

Randen eignen sich vorzüglich zum Einwecken oder zum Einlegen in Essig, beispielsweise zu Randen sweet and sour. Wer es ausgefallen mag und seine Geschmacksnerven gerne einmal einer neuen Herausforderung aussetzen will, sollte sich unbedingt an die Herstellung einer aparten, wunderbar roten Randenkonfitüre wagen.

Lagerung

Randen gehören zu den Lagergemüsen. Sie benötigen dafür einen kühlen, aber frostfreien Keller. Je mehr Luftfeuchtigkeit im Lagerraum herrscht, desto länger bleiben die Suppen, Risotto oder Mousse verarbeiten.

Verwendung in der Küche

Randensalat, meist aus einem Beutel und verkocht, „verzierte“ lange Jahre die hiesigen Salatbuffets. So zubereitet ist er bestimmt nicht nach jedermanns Geschmack. Vermutlich wird Randen meistens immer noch zu Salat verarbeitet. Doch man kann Randen sehr raffiniert zubereiten, wie ein Blick in moderne Rezeptsammlungen zeigt. Randen und Geissenkäse harmonieren perfekt:

Randen-Carpaccio mit Geissenfrischkäse, verfeinert mit einer edlen Crema di balsamico ist ein Gedicht. Oder backen Sie mit Orangenzesten, Orangenblütenhonig, Salz und Pfeffer gewürzte Randen im Backofen und lassen Sie die letzten fünf Minuten vor Backende pro Person ein Geissenweichkäsli mitschmoren – eine nicht alltägliche, aber äusserst delikate Kombination.

Randencrèmesuppe oder der berühmte russische Borschtsch sind weitere, gluschtige Rezeptvarianten. Gaumenfreuden bereiten Randenrisotto, Randenaufläufe aber auch Randenpüree. Oder servieren Sie einmal eine Randenmousse zum herbstlichen Feldsalat. Übrigens, junge Randen kann man sehr gut roh geniessen und müssen nicht erst weich gekocht werden!

Balkonanbau

Obwohl Randen als Tiefwurzler im Freiland ziemlich tief Wurzeln schlagen, kann man sie sogar auf dem Balkon in Kistli ziehen. Dennoch benötigen sie genügend Platz. Man darf die Setzlinge demzufolge nicht zu eng zusammensetzen.

Wichtig ist, dass Sie mit viel Kompost angereicherte Erde verwenden und dass Sie die Erde regelmässig mit einem Biodünger nähren. Denn im Topf sind die Nährstoffe schneller aufgebraucht als im Freiland. Da die Erde nie austrocknen darf, müssen Randen im Balkonkistli zuverlässig gegossen werden. Beliebte Randen Rezepte:


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