Mexiko - Tortillas, Tacos und würzige Salsas

Die mexikanische Küche vereint alles, was das Herz begehrt: Einfachheit mit Extravaganz und liebevolle Kreationen mit herzhaften Dips und Saucen. Kennen Sie den Unterschied zwischen Tacos, Tortillas und Enchiladas?

Tortilla ist nicht gleich TortillaTortilla ist nicht gleich Tortilla (Foto by: Nalga / Depositphotos)

Mexikanischer Lebenszyklus

Die Lebensweise der Mexikaner unterscheidet sich deutlich von der europäischen. Den Hauptmahlzeiten wird eine ganz besondere Bedeutung beigemessen.

Der Alltag für einen mexikanischen Arbeiter beginnt erst gegen neun Uhr morgens und dauert einige Stunden, bis wiederum für ein gemütliches Mittagessen mit der gesamten Familie pausiert wird. Nach einem ausgedehnten Mahl, nahezu jeden Tag ein Festmahl, wird der Arbeit wieder nachgegangen.

Erst gegen acht Uhr abends trifft die ganze Familie wieder zusammen, um gemeinsam das Abendmahl zu geniessen.

Kulinarische Einflüsse

Schweiss - Tränen und Schmerz - Mexiko ist das Land der scharfen Chilis.Schweiss - Tränen und Schmerz - Mexiko ist das Land der scharfen Chilis. (Foto by: tycoon / Depositphotos)

Wie die meisten Küchen dieser Welt, ist auch die mexikanische geprägt von diversesten, kulinarischen Einflüssen.

Während Azteken und Spanier mit der berühmten Mole-Poblano-Sauce einen wichtigen Grund in Zentralmexiko geschaffen haben, tummeln sich würzig-scharfe Gerichte im Süden. Hier stehen Chilis häufig mit auf der Speisekarte.

Das Grillen von Rindfleisch ist hingegen im Norden ein absolutes Highlight, was vor allem an den vielen Rinderherden liegt. Bohnen und Chorizo verfeinern die nordmexikanischen Gerichte.

Tropische Früchte verzaubern beide Seiten gleichermassen, Einheimische und Besucher – die leichten Gerichte der Yucatan-Region dürfen bei einem Mexikobesuch nicht fehlen.

Die Tex-Mex-Küche ist eine Border-Food-Küche, die mexikanische Gerichte mit den Geschmäckern des angrenzenden Texas verbindet. Scharfe Gewürze und viel Fleisch stehen ganz oben auf der Speisekarte.

Vorsicht: Scharf!

In Mexiko existiert die größte Vielfalt des Chili mit nahezu 100 verschiedenen Sorten. Rot, grün und gelb präsentieren sich die scharfen Schoten.

Kaum ein mexikanisches Gericht verzichtet auf die wertvollen Aromen der Chilis, weshalb die Mexikaner Chilis sehr wohl richtig einzusetzen wissen. Verschiedene Geschmacksnuancen können mit den Chilis erzielt werden, der einseitige Ruf des „Scharfmachers“ wird der vielfältigen Schote also nicht mehr ganz gerecht.

Gelbes Gold der Maya

Mais bildet seit Jahrtausenden das mexikanische Grundnahrungsmittel. Mais galt bei den Maya als heilige Pflanze und es wurde behauptet, dass der Mensch aus Mais erschaffen wurde.

Unter der warmen Sommersonne Mexikos gedeihen die Getreidepflänzchen prächtig. Kein Wunder also, dass Mais in den gängigsten Nahrungsmitteln verarbeitet wird, wie beispielsweise den berühmten Tortillas.

Tortilla ist nicht gleich Tortilla

In Mexiko wird Maismehl und kein Weizenmehl für Tortilla verwendet.In Mexiko wird Maismehl und kein Weizenmehl für Tortilla verwendet. (Foto by: bhofack2 / Depositphotos)

Wer kennt sie nicht, die vielen spanischen Begriffe: Tacos, Burritos, Enchiladas. Doch wissen Sie auch, was diese Wörter bedeuten?

Im Grunde genommen handelt es sich hierbei schlicht und einfach um verschiede Tortillavariationen mit unterschiedlichen Füllungen und Falt- bzw. Rollweisen.

  • Gefüllte und gefaltete Tortillas nennt man Tacos
  • gerollte Weizentortillas mit Füllung Burritos
  • gerollte Maistortillas mit Salsa Enchiladas
  • belegte Maistortillas werden auch Tostadas genannt
  • die frittierten Burritos aus der Tex-Mex-Küche unter dem Namen Chimichangas bekannt sind.

Nebenbei bemerkt: Tortillas aus Weizen sind unter der mexikansichen Bevölkerung weniger beliebt, der Maistortilla übernimmt hier eindeutig die Vorreiterrolle.

Typische Hauptgerichte

Pozole ist ein Eintopf mit Maiskörnern und Poulet- oder Schweinfleisch.Pozole ist ein Eintopf mit Maiskörnern und Poulet- oder Schweinfleisch. (Foto by: fanfon / Depositphotos)

Die wohl bekanntesten Gerichte dürften spansichen Nonnen aus Puebla zu verdanken sein. Mit viel Erfahrung und Experimentierfreude prägten sie die mexikanische Küche enorm. Die verschiedenen Saucen der mexikanischen Küche dienen den bis zuletzt nahezu ungewürzten Speisen.

Das Wort „mole“ beschreibt Gerichte, die auf leckeren Saucen basieren, die bekanntesten kommen aus Oaxaca oder eben Puebla. Peperoni mit Baumnusssauce und Granatapfelkernen gilt als mexikanische Nationalspeise, die die Nationalfarben symbolisiert – die Farben grün, weiss, rot stehen ganz im Zeichen der „Chiles en nogada“ und natürlich Mexiko.

Für Fleischliebhaber hat Mexiko ebenfalls etwas zu bieten: Pozole, das suppenartige Gericht aus Hühner- bzw. Schweinefleisch, oder beispielsweise ein bekanntes Gulaschgericht aus der Yucatan-Region („Cochinita pibil“).

Guacamole ist ein bekannter Avocado-Dip aus der mexikanischen Küche, der mit Tortillachips zu Fleisch gegessen wird.

Wer es etwas extravaganter mag und ein wenig Mut besitzt, wird sich für folgende Speise interessieren: „Huitlacoche“ (deutsch: schlafender Kot). Dieses Gericht entsteht durch einen Pilz, der Maiskörner befällt. Das Maiskorn schwillt an und bekommt eine schwarze Farbe.

Geprägt von der mexikanischen Lebensweise präsentiert sich die Küche in strahlendem Glanz. Egal, ob Fleischliebhaber, oder Vegetarier, die Türen der mexikansichen Küche stehen beiden Seiten offen.

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