Steaks richtig grillen

Steak, das edelste Stück in der Fleischküche! Verantwortungsbewusste Fleischesser verzehren möglichst alles vom Tier, denn es besteht nicht nur aus Filets allein. Doch ab und zu darf man sich als ganz besonderen Leckerbissen ein saftiges Steak gönnen.

Marinieren Sie Ihr Steak etwa 24 Stunden für den perfekten GenussMarinieren Sie Ihr Steak etwa 24 Stunden für den perfekten Genuss (Foto by: stevemc / Depositphotos)

Die verschiedenen Fleischstücke

Steak ist nicht gleich Steak – es gibt verschiedene Stücke wie Rumpsteak, T-Bone, Enrecôte oder Filetsteak. Fleischlieferant für Steaks sind im Normalfall Rinder. Während Chateaubriand oder Filets aus den Lenden geschnitten werden, stammt das Rumpsteak vom Rücken; das Entrecôte befindet sich zwischen den Rippen. Als etwas Besonderes gilt das T-Bone-Steak, das wie der Name impliziert, einen Knochen in Form eines T aufweist. Es besteht aus Roastbeef und einem kleinen Filet. T-Bone-Steaks, ursprünglich eine amerikanische Spezialität, waren hier lange kaum bekannt. Mittlerweile hat aber auch diese Delikatesse den Sprung über den Atlantik geschafft und begeistert hier zahlreiche Feinschmecker.

Gut abgehangenes Fleisch nehmen

Damit Sie Ihr Steak auch gebührend geniessen können, kaufen Sie nur Fleisch von allerbester Qualität. Verlangen Sie ein gut abgehangenes Stück, das kleine Fettablagerungen aufweist. Das Steak sollte nicht zu dünn geschnitten sein, denn sonst trocknet es auf dem Grill zu schnell aus. Zwei bis drei Zentimeter erachtet man als ideale Dicke. Falls das Steak Fettränder aufweist, schneiden Sie diese erst nach dem Grillieren weg.

Die Vorbereitung

Marinieren Sie Ihr Steak etwa 24 Stunden. Verwenden Sie dazu nach Lust und Laune hoch erhitzbares Öl, Kräuter, Pfeffer, Knoblauch, Senf, aber kein Salz. Nehmen Sie das Fleisch etwa eine Stunde vor dem Grillvorgang aus dem Kühlschrank und lassen Sie es zugedeckt Zimmertemperatur annehmen. Bevor Sie das Steak auf den Grill legen, tupfen Sie es mit Küchenpapier trocken und entfernen Sie die Kräuter. Dann ist Ihr edles Stück bereit für den Rost. Grillieren Sie das Fleisch in der Mitte, wo sich die stärkste Hitze befindet, kurz und kräftig an, wenden Sie es einmal und lassen Sie es danach am Grillrand nachgaren.

Falls Sie ein sehr dickes Steak grillieren, können Sie auch die indirekte Grillmethode anwenden. Nehmen Sie sich unbedingt Zeit, bis die Glut wirklich bereit ist. Das ist erst dann der Fall, wenn alle Kohlen den grauen Aschefilm aufweisen. Es wäre jammerschade, wenn dieser besondere Gaumenschmaus nach Grillanzünder „duften“ oder wegen zu hoher Hitze verkohlen würde.

Wie lange muss ich das Steak grillieren?

Das hängt davon ab, ob Sie Ihr Fleisch saignant, à point oder bien cuit geniessen wollen. Die meisten Leute wünschen ihr Steak à point, aussen kross und innen noch zartrosa. Das zu bewerkstelligen, ist nicht ganz einfach. Machen Sie den Drucktest: Ist das Steak weich, wenn Sie mit dem Daumen drauf drücken, ist es noch saignant; zeigt es etwas Widerstand, ist es à point; bei viel Widerstand ist es bien cuit. Nehmen Sie das Stück lieber etwas zu früh vom Rost und lassen Sie es auf einem Küchenbrett noch ein paar Minuten nachgaren. Einmal zu stark durchgegart, ist der Schaden irreversibel. Und wer isst schon gerne zähe Steaks?


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