Zucker - Staubzucker & Puderzucker

Zucker ist aus unserer Küche kaum wegzudenken. Ohne Zucker müssten wir auf all die leckeren, süßen Küchenhighlights wie Kuchen, Torten und Pralinen, fruchtige Marmelade aber auch eingemachtes Obst verzichten. Unvorstellbar!

PuderzuckerEgal ob Puder oder Kristall - Zucker gehört beim Backen einfach dazu. (Foto by: bit245 / Depositphotos)

Bei dem im Handel unter dem Begriff „Zucker“ angebotenen Kristall- oder auch Haushaltszucker handelt es sich um das Disaccharid Saccharose bestehend aus Fructose und Glucose. Nach der Spaltung werden beide im Körper schnell zu Energie verarbeitet, weshalb Zucker als schneller Energielieferant wirkt. Zucker wird auf sehr unterschiedliche Art und Weise hergestellt. Die wichtigsten Quellen sind Zuckerrohr und Zuckerrüben. Aus diesen Pflanzen kann der Zucker durch verschiedene Verarbeitungsweisen direkt herausgelöst und dann über Raffination gereinigt werden. Auch wenn immer mehr Verbraucher nach Alternativen suchen, die sie beispielsweise in Süßstoff finden, spielt der Zucker nach wie vor eine sehr große Rolle in unserer Küche.

Herkunft

Seit einigen Tausend Jahren gewinnt der Mensch Zucker aus Pflanzen. Die ältesten Zuckerrohr-Funde werden auf die Zeit 8.000 v. Chr. datiert. Über Asien und Persien gelangte Zucker auch ins alte Rom. Lange Zeit war Zucker ein absoluter Luxusartikel und wurde deshalb auch „weißes Gold“ genannt. Mit der Entdeckung der Zuckerrübe, welche im Gegensatz zum Zuckerrohr auch in Europa angebaut werden kann und der Entwicklung eines chemischen Verfahrens zur Zuckergewinnung im 19. Jahrhundert wurde die Massenproduktion von Zucker möglich. Zu den größten Zuckerproduzenten der Welt gehören heute Brasilien, Indien, China und die Vereinigten Staaten. In Europa stammen die größten Produktionen aus Frankreich, Deutschland und Polen.

Aussehen

Das Aussehen des Zuckers hängt von seinem Verarbeitungszustand ab. Voll(rohr)zucker ist gemahlener, aber sonst unbehandelter Zucker von brauner Farbe. Wird der Zucker raffiniert, entstehen kleine, weiße Kristalle – der Kristallzucker. Wird dieser fein gemahlen, so entsteht Staubzucker, auch Puderzucker genannt. Brauner Zucker besteht aus kleinen, bräunlichen Kristallen welche aus weißem Zucker unter Zugabe von karamellisiertem Zucker gewonnen werden.

Geschmack

Zucker schmeckt ebenso wie Puderzucker süß. Normaler Raffinadezucker löst sich auf der Zunge auf. Brauner Zucker, Kandiszucker aber auch Voll(rohr)zucker haben zusätzlich eine feine Karamellnote.

Anwendung/Verwendung in der Küche

Zucker ist mittlerweile nicht mehr nur den Genussmitteln, sondern den Grundnahrungsmitteln zuzuordnen. Zucker zum Süßen von Kaffee oder Tee ist Teil unseres Alltags. Aber das ist nur ein kleiner Teil seiner Anwendung. Allgemein kann man sagen, dass Zucker in der Küche überall dort verwendet wird, wo ein Gericht gesüßt werden muss. Viel Zucker wird bei der Zubereitung von Kuchen und Torten sowie anderen Backwaren benötigt. Puderzucker wird hauptsächlich für die Dekoration von Backwaren beispielsweise für Krapfen verwendet. Aber auch bei der Baiserherstellung wird statt Kristallzucker Puderzucker eingesetzt. Der beim Einkochen von Marmelade und Konfitüre verwendete Gelierzucker ist nicht nur für die Süße des Aufstrichs verantwortlich sondern auch für die gallertartige Konsistenz. Zucker hat dabei aber auch eine konservierenden Wirkung, welche ebenfalls beim Einmachen von Obst und Gemüse ausgenutzt wird. Bei der Konservierung mit Zucker sollte ein Zuckergehalt der Zubereitung von mind. 50% erreicht werden. Die eingemachten Lebensmittel werden dadurch teilweise bis zu mehrere Jahre haltbar.


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