Kräuterspirale bepflanzen

Habt ihr eure Kräuterspirale fertiggestellt, wollt ihr euch sicher so rasch wie möglich ans Bepflanzen machen. Wir erklären euch, auf was ihr dabei achten müsst, wie ihr am besten vorgeht und auf welche Weise ihr die Kräuter in der Spirale überwintert.

Kräuterspirale-bepflanzenBeim Bepflanzen der Kräuterspirale sollte auf die 4 Zonen geachtet werden. (Foto by: GuteKueche.ch)

Eine Kräuterschnecke eigenhändig zu errichten, ist ein tolles Projekt, wie wir im Beitrag «Kräuterspirale selber bauen» aufgezeigt haben. Im Beitrag hier gehts ums Bepflanzen. Eure Spirale ist also gebaut, der Teich verziert und die Erde eingefüllt. So geht ihr nun weiter vor:

Wichtig zu beachten vor dem Bepflanzen der Kräuterspirale

  • Habt ihr den soeben fertiggestellten Kräuterschnecke mit Erde gefüllt, gilt es, euch noch ein bisschen in Geduld zu üben.
  • Damit die Erde sich setzen kann, solltet ihr ein paar Regengüsse abwarten. Falls es nicht regnet, könnt ihr die Erde mehrmals begiessen.
  • Sollte sich die Erde zu sehr abgesenkt haben, ist es ratsam, noch etwas Erde nachzufüllen.
  • Die ideale Jahreszeit zum Setzen der Kräuter ist der Frühling. Ihr solltet davon ausgehen können, dass es keine Frostnächte mehr gibt.
  • Bepflanzt ihr die Schnecke im Herbst, riskieren die noch jungen, mediterranen Pflänzchen in Frostnächten zu erfrieren.
  • Erkundigt euch, welche Kräuter in unmittelbarer Nachbarschaft nicht gedeihen - und setzt die nicht beisammen in die Erde.

Die vier Zonen kurz erklärt

Beim Bauen der Kräuterspirale haben wir bereits auf die vier Zonen hingewiesen. Wie in dem Beitrag erwähnt, werden die Zonen mit unterschiedlicher Erde gefüllt, um so den verschiedenen Kräutern einen guten Boden zu gewähren.

  • Wasserzone: Durch die Nähe zum Teich entsteht hier ein feuchtes Mikroklima. Zudem reflektiert das Wasser Licht und Wärme gegen die nach Süden gerichtete Wand. Hinter der Südwand werden die Sonne und Wärme liebenden Kräuter ihre Wurzeln bilden. In der Wasserzone gedeihen Brunnenkresse oder Wasserminze ideal.
  • Feuchtzone: Die Erde hier ist humusreich und feucht. Zudem wird diese Zone gut besonnt. Estragon, Schnittlauch und Kerbel gedeihen in der Feuchtzone gut.
  • Normalzone: Sie besteht hauptsächlich aus recht durchlässigem Humus und entspricht den Bepflanzungsbedingungen in unseren Breitengraden. Teilweise liegt die Normalzone im Halbschatten. Hier setzt ihr am besten Kräuter wie Oregano, Kapuzinerkresse, Estragon, Peterli und Zitronenmelisse.
  • Die sonnige Trockenzone simuliert mit dem trockenen, mageren Boden die Bedingungen am Mittelmeer. Thymian, Majoran und Rosmarin gedeihen hier wunderbar. Auch Lavendel könnt ihr hier anpflanzen.

Wie gehe ich beim Bepflanzen vor?

  1. Macht euch einen Plan, mit welchen Kräutern ihr eure Kräuterspirale bestücken wollt und kauft die entsprechenden Pflänzchen ein.
  2. Sortiert eure Kräuter je nach Zone und setzt sie im Topf in die Spirale. Schaut zu, dass die Pflanzen nicht zu eng stehen - es sollte mindestens 25 cm Abstand zum nächsten Kraut vorhanden sein.
  3. Durchnässt zunächst die Erde in den Töpfen.
  4. Grabt ein Loch in der Erde der Spirale.
  5. Hebt die Pflanze vorsichtig aus dem Topf, schneidet die Wurzeln behutsam leicht an und setzt das Kraut ins vorgesehene Erdloch.
  6. Nun bedeckt ihr die Wurzen wieder locker mit Erde.
  7. Begiesst die frisch eingesetzten Kräuter noch einmal mit Wasser.

Die Kräuterspirale kann nun nach Lust und Laune dekoriert werden.

Wie pflege ich meine Kräuterschnecke?

  • Die Kräuter in den unterschiedlichen Zonen werden unterschiedlich oft und auf ihre Bedürfnisse angepasst gegossen.
  • Auch die Düngung ist dem jeweiligen Kraut anzupassen.
  • Ihr solltet regelmässig Unkraut jäten und den Boden auflockern.
  • Triebe bei Bedarf jährlich zurückschneiden.
  • Es gibt Kräuter, die wuchern. Schneidet diese jeweils stark zurück, damit sie die anderen Kräuter nicht zu sehr verdrängen.

Kräuter in der Spirale überwintern

Es gibt einjährige Kräuter, etwa Koriander, Basilikum oder Eisenkraut. Ihr könnt es im Herbst aus der Schnecke entfernen und im Frühling eine neue Pflanze einsetzen. Die mehrjährigen Kräuter bringt ihr mit ein paar Massnahmen in aller Regel gut durch den Winter:

  • Schneidet die Pflanzen nicht vor Wintereinbruch, dadurch schwächt ihr sie. Besser ist es, sie im Frühling zu schneiden.
  • Es gibt winterharte, aber sehr empfindliche Kräuter, etwa der Rosmarin. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann ihn ausgraben und in einem Topf im Keller überwintern. Wichtig ist, das Kraut ab und an zu wässern.
  • Ihr könnt die Kräuterspirale mit einem Frostschutzvlies abdecken. Das ist atmungsaktiv, wasser- und lichtdurchlässig. Und es schütz die Pflänzchen vor Frost, Sturm, Hagel und dem Austrocknen.

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