Einfaches Anzünden von Kohlegriller

Holzkohlegrills sind beliebt und sehr verbreitet. Dies, obwohl sie am meisten Zeit benötigen, bis der Grill einsatzbereit ist. Um den Kohlegrill einzufeuern, braucht es zwar etwas Geschick, vor allem aber mehr Geduld als beim Gas- und Elektrogrill. Zum Glück gibt es ein paar schlaue Hilfsmittel.

Mit hilfreichen Tipps brennt es gut ohne VerletzungsrisikoMit hilfreichen Tipps brennt es gut ohne Verletzungsrisiko (Foto by: monkeybusiness / Depositphotos)

Der Anzündkamin

Beschaffen Sie sich einen Anzündkamin. Einfacher und unkomplizierter werden Sie keinen Holzkohlegrill anzünden. Sie benötigen einen oder zwei Anzündwürfel – etwas zerknülltes Zeitungspapier und drei gut getrocknete Föhrenzapfen gehen auch – und zünden Würfel oder Papier an.

Dann stellen Sie den Anzündkamin drüber und füllen ein paar Stücke Holzkohle ein. Sobald die Holzkohle schön Glut gefangen hat, können Sie den Kamin mit Holzkohle auffüllen. Die unten am Kamin angebrachten Löcher stellen sicher, dass das Feuer mit Sauerstoff versorgt wird. Nun dauert es etwa 25 Minuten, bis die Glut den Kamin hochgewandert ist.

Wenn Sie den Anzündkamin entfernen, liegt die Glut im Grill bereit. Je nach Bedarf legen Sie weitere Kohle nach und warten, bis die neue Kohle ebenfalls bereit ist.

Weitere Anzündmethoden

Selbstverständlich gibt es weitere Methoden, den Holzkohlegrill in Gang zu setzen. Bekannte Hilfsmittel sind im Handel erhältliche, flüssige oder feste Grillanzünder. Flüssiganzünder sind leicht brennbare Substanzen, die man gleichmässig über die verteilte Holzkohle sprüht und anzündet.

Flüssiganzünder haben den Vorteil, dass Sie damit eine grosse Fläche anzünden können. Sie kommen so schneller zur gewünschten Glut. Der Nachteil hingegen ist, dass sie fürchterlich stinken. Da sind feste Grillanzünder – in Form von Würfeln oder präpariertem Holz mit Holzwolle – die bessere Alternative.

Man entzündet sie und steckt sie in einen Holzkohlehaufen, den man direkt im Grill angelegt hat. Die Glut wandert nun von Brikett zu Brikett, bis sie genügend gross ist, dass man mit dem Grillieren beginnen kann. Warten Sie, bis es nicht mehr raucht; dann sind die giftigen Substanzen in den Anzündern nämlich verbrannt.

Schliesslich gibt es Elektrostäbe, die die Kohle zum Brennen bringen. Sie funktionieren ähnlich wie Tauchsieder. Allerdings sind diese Elektrostäbe vergleichsweise teuer und wenig energieeffizient. Dafür vermeidet man schlechte Gerüche.

Die puristische Methode

Hat man keine beschleunigenden Hilfsmittel zur Hand, bedeutet das, fächeln und pusten. Zweifellos ist dies die kniffligste Art, den Grill anzuzünden. Erst zündet man gut brennbares Material an, dann wird die Holzkohle darüber geschüttet.

Nun braucht das Feuer Luft. Anfangs fächelt man leicht, später muss man kräftiger blasen, damit sich die gewünschte Glut heranbildet. Es braucht Geduld, etwas Geschick und wie überall: Übung macht den Meister! Ein Blasbalg oder ein Föhn unterstützen und beschleunigen die Glutbildung erheblich. Achtung, Funkenflug: Stellen Sie den Grill so, dass diese Funken nichts in Brand setzen können.

„No-gos“

Nehmen Sie auf keinen Fall Brennsprit oder Benzin, um den Holzkohlegrill anzufeuern. Es gibt immer wieder Leute, die genau das versuchen. Unfälle mit schrecklichen Hautverbrennungen und eine unter Stress stehende Feuerwehr sind die Folge. Wenn Sie keine Geduld aufbringen wollen, den Holzkohlegrill mit Bedacht anzufeuern, schaffen Sie sich lieber einen Elektro- oder Gasgrill an.


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