Zinnkraut in der Küche

Lebendes Fossil, wirksame Heilpflanze: Hier handelt es sich um den Ackerschachtelhalm. Das potente Kraut wird nicht nur in der Heilkunde verwendet, sondern auch in der Kosmetik, in der Küche oder im Garten. Wir haben interessante Fakten zu diesem «Urgewächs» zusammengetragen.

Zinnkraut in der Küche Zinnkraut wird gerne als Gewürz in asiatischen Gerichten genutzt. (Foto by: ChamilleWhite/Deposit)

Allgemeine Informationen

  • Ackerschachtelhalm gehört zur Gattung der Schachtelhalme und wächst in gemässigten Gebieten der nördlichen Erdhalbkugel.
  • Es ist auch bekannt unter den Namen Zinnkraut, Zinngras, Katzenwedel, Schaftheu oder Scheuerkraut.
  • Man bezeichnet das Kraut auch als lebendes Fossil. Vor 400 Millionen Jahren wuchsen Schachtelhalme zu bis zu 30 Meter hohen Bäumen an.
  • Bei uns findet man das Kraut in Gräben, auf Böschungen oder an feuchten Wiesenrändern.
  • Allen Selbstpflückern sei geraten, das Kraut wirklich nur dann zu pflücken, wenn man es hundert Prozent sicher identifizieren kann. Man könnte es mit dem Sumpfschachtelhalm verwechseln, der im Gegensatz zum Zinnkraut giftig ist.

Zinnkraut als Heilkraut

  • Ackerschachtelhalm gehört zu jenen Kräutern, die bereits im Altertum als Heilkraut verwendet wurden. So brauchte man es, um Harnwegserkrankungen und Ödeme zu bekämpfen oder um Blut zu stillen. Es wirkt sowohl innerlich als auch äusserlich.
  • Mit Zinnkrauttee spült man die Harnwege durch und unterstützt den Aufbau von Knochen, Haaren, Nägeln, dem Bindegewebe und der Gelenkschmiere.
  • Um die Wundheilung zu fördern, verwendet man das Zinnkraut in Form von Wickelumschlägen.
  • Als Salbe kommt das Heilkraut bei empfindlicher und entzündlicher Haut sowie bei Ekzemen oder Neurodermitis zum Einsatz.
  • Da das Zinnkraut dank seinem hohen Gehalt an Kieselsäure die Feuchtigkeit in der Haut bindet, setzt man auch in der Kosmetikindustrie auf seine Wirkung.
  • Zinnkrauttee stärkt das Immunsystem und wirkt antientzündlich sowie antimikrobiell.

Zinnkraut in der Küche

Am häufigsten werden die Ackerschachtelhalme als Tee genossen. Doch man kann das Kraut auch verzehren. Die noch jungen, zarten Blätter passen hervorragend in einen Wildkräutersalat.

Wer es gerne exotisch mag, vermischt Zinnkrautwurzeln mit Pfannengemüsemischungen. Die kleinen Wurzelknollen können aber auch roh als Zugabe im Salat genossen werden. In asiatischen Gerichten werden Ackerschachtelhalme gerne zum Würzen eingesetzt.

Wie angetönt: Versierte Gärtner verwenden das Zinnkraut auf vielfältige Weise für die Pflanzen im Gartenbeet: zur Stärkung, zum Düngen oder als Gegenmittel bei Befall von Pilzen, Mehltau oder saugenden Insekten. Mehr zu diesem Thema könnt ihr in diesem Beitrag lesen: Ackerschachtelhalm-Jauche: biologisches Pflanzenschutzmittel.

Rezepte mit Zinnkraut

  • Zinnkraut-Tee
  • Gemischtes Gemüse mit Ackerschachtelhalmwurzeln
  • Frittierte Ackerschachtelhalmtriebe
  • Wildkräutersalat mit jungen Zinnkrautblättern

Bewertung: Ø 5,0 (17 Stimmen)

User Kommentare