Weinland Chile - chilenischer Wein

Chile ist die Nummer eins, wenn es um Weinexport aus Südamerika geht. Die exzellente Qualität rührt unter anderem daher, dass kaum Schädlingsbekämpfung betrieben werden muss: Weder die Reblaus noch der falsche Mehltau sind in Chile heimisch.

Weinland ChileWeinland Chile (Foto by: michelepautasso / Depositphotos)

Die Geschichte des Weines in Chile

Spanier waren es, die im 16. Jahrhundert die ersten Rebsorten nach Chile brachten und anbauten. Moscatel, Torontel, Albilho und der Negra Peruana, auch Pais genannt, waren diese Sorten. Historische Hinweise belegen, dass bereits im 17. Jahrhundert Export in die Nachbarländer vorgenommen wurde. Richtig in Schwung kam aber der Weinexport, besonders nach Europa, erst im 19. Jahrhundert, als praktisch alle Wein anbauenden Länder von einer Reblausplage befallen wurden. Französische Auswanderer hatten wertvolle Merlots, Cabernet Sauvignon und Bordeaux und Syrah mitgebracht. Diese waren nun heiß begehrt in Europa, und so nahm der Export bis heute nicht ab.

Weinland Chile heute

Heute entfallen etwa drei Viertel des gesamten Anbaugebietes in Chile auf Rotweine. Cabernet Sauvignon hat hierbei den Löwenanteil, gefolgt von Pais und Merlot. Bei den Weißweinen halten sich Chardonnay und Sauvignon Blanc in etwa die Waage. Seit 1981, als die ersten europäischen Weinindustriellen in den Weinbau von Chile investierten, haben sich die Exporte in alle Welt vervielfacht. Dies ist nicht zuletzt dem Engagement großer Namen wie Rothschild zu verdanken, die ganze Landgebiete erschließen und für den Anbau von Wein vorbereiten und den armen Bauern eine neue Chance für ihre Zukunft bieten.

Die bekanntesten Anbaugebiete in Chile

Chile verläuft wie ein langes, schmales Band von Nord nach Süd an der Küste des Pazifik. Dadurch ergeben sich verschiedene Klimazonen, die sich – je nach Klima – für bestimmte Weine eignen. Vier Anbauzonen sind es, südlich Valle-Sur, über Valle-Central und Aconcagua nach Coquimbo im Norden. Während im Norden eher Weißweine angebaut werden, wachsen die roten Sorten eher in den südlichen Anbaugebieten. Maipo in Valle-Central gilt als bestes Gebiet: der Rio Maipo verläuft hier und bewässert etwa 15.000 km² an Landfläche.

Beliebteste Rebsorten und bekannteste Weine

Carménère als Bordaux ist eine der beliebtesten Rebsorten Chiles. Hier handelt es sich um eine der ersten Sorten, die französische Einwanderer mit nach Chile brachten – heute werden genau diese Reben wieder nach Frankreich zurückgebracht, um sie dort wieder heimisch zu machen. Sauvignon Blanc ist bei den Weißweinen die am meisten geschätzte Sorte. Casa Lapostolle bringt hervorragende Rot- und Weißweine hervor. Pablo Morande bietet einige der wenigen chilenischen Weißweine. Botalcura tut sich mit verschiedenen, aber durchweg ganz hervorragenden Rotweinen hervor. Ein weiterer großer Name bei chilenischen Weinen ist Crucero der Familie Siegel in Valle de Colchagua.

Sonstiges

Peru und Chile streiten sich darum, wer den Pisco erfunden hat. Dieser Weinbrand ist Nationalgetränk in beiden Ländern. Er wird aus Moscatel-Trauben hergestellt und pur oder als Mixgetränk oder in Cocktails verwendet. Der Pisco hat mindestens 35 % Vol., kann aber bei manchen Sorten auch 50 % Vol. und mehr haben. Für einen Liter Pisco werden etwa 7 kg Weintrauben benötigt. Zu Deutsch bedeutet Pisco in etwa „fliegender Vogel“, und man sollte aufpassen, dass einem dieser nicht im Kopf herumschwirrt, wenn man dem Pisco zugesprochen hat.


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