Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser

Wasser – immer öfter auch stilles Wasser – gilt als Lifestylegetränk schlechthin. Es löscht den Durst, schmeckt neutral und enthält keine Kalorien. Zudem gilt es als gesund, jeden Tag möglichst viel davon zu trinken. Ob aber Mineralwasser oder Leitungswasser gesünder ist, darüber scheiden sich die Geister.

Das Hahnenwasser in der Schweiz stammt zu 40% aus QuellenDas Hahnenwasser in der Schweiz stammt zu 40% aus Quellen (Foto by: jurisam / Depositphotos)

Mineralgehalt im Mineralwasser

Mineralwasser aus der Flasche ist teuer. Im Restaurant bezahlt man für einen Liter Stilles Wasser bis zu CHF 20.-- ! Solche Wucherpreise sind wir bereit zu bezahlen, in der Annahme, die Mineralien im Wasser seien besonders gut für unsere Gesundheit.

Diese Überzeugung verdanken wir einer starken Marketingmaschinerie, die uns dies erfolgreich suggeriert.

Tatsächlich enthält Mineralwasser Mineralien: Kalzium, Magnesium, Eisen und Natrium. Jedoch in so geringen Mengen, dass sie für unsere Gesundheit vernachlässigbar sind. Denn den Mineralstoffbedarf decken wir vorwiegend über die Nahrung ab – Mineralwasser spielt dabei nur eine ergänzende Rolle.

Unser Hahnenwasser ist sauber

Um es gleich klarzustellen: Aus unserem Abwasser wird kein Trinkwasser! Es wird in Kläranlagen gereinigt und danach in den Kreislauf der Natur zurückgeleitet.

Das Hahnenwasser in der Schweiz stammt zu 40% aus Quellen; 40% stammen aus den Grundwasserströmen und 20% aus Oberflächenwasser (Seen). 38% unseres Wassers können ohne weitere Aufbereitung direkt ins Trinkwasser-Versorgungsnetz eingespeist werden.

Der Rest wird in speziellen, mehrstufigen Verfahren aufbereitet und gereinigt, bevor es in die Leitungen kommt.

Wir dürfen uns also glücklich schätzen, stets in unbegrenzter Menge günstig über blitzsauberes Trinkwasser verfügen zu können.

Ökologische Aspekte

Wir sehen, Mineralwasser bietet kaum gesundheitliche Vorteile gegenüber Hahnenwasser. Kommt hinzu, dass es viel teurer ist als das Wasser aus der Leitung.

Die Ökologie ist ein weiterer Faktor, der gegen Mineralwasser spricht. Einerseits sind da die oftmals langen Transportwege von der „Quelle“ bis in die Verkaufsregale. Die Produktion der Verpackung, also der PET-Flaschen (und in immer seltener werdenden Fällen der Glasflaschen) belastet die Umwelt in grossem Ausmass und verbraucht unzählige Ressourcen.

Dass man deshalb PET-Flaschen unbedingt recyceln sollte, scheint klar. Doch wie oft werfen wir unsere PET-Fläschchen dennoch weg, weil grad kein Sammelbehälter vorhanden ist?

Wenn wir Leitungswasser im Bidon mitnehmen, betreiben wir aktiven Umweltschutz.

Fazit:

Ob wir zu Mineralwasser in der PET-Flasche greifen oder Leitungswasser vorziehen, ist letztendlich eine Frage des Portemonnaies und der eigenen ökologischen Überzeugung.

Gesundheitliche Aspekte können wir bei unserer Entscheidung getrost ausser Acht lassen.


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