Abends essen macht dick

So mannigfaltig wie die Diäten fallen auch die Ernährungstheorien aus, die sich zum Teil diametral widersprechen. Das ist für Diätwillige oft verwirrend. Eine These hält sich allerdings hartnäckig: dass Abendessen dick machen. Stimmt das?

Abends essen macht dick?Abends essen macht dick? (Foto by: olly18 / Depositphotos)

Soziale Kontakte finden abends beim Essen statt

Jedermann kennt die Empfehlung, morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler zu essen. Sie löst inzwischen nur noch Gähnen aus, denn sie entspricht einfach nicht den gängigen Lebensgewohnheiten. Gefrühstückt wird unterwegs oder im Büro, weil es morgens schnell gehen muss. Um die Mittagspause zu verkürzen, verdrückt man im Stehen schnell irgendwo etwas.

Am Abend hingegen nimmt man sich Zeit, um mit Familie und Freunden in gemütlicher Runde genussvoll zu tafeln. Mal abgesehen davon, dass die Forderung nach „Dinner Cancelling“ unserer Lebensweise einfach nicht entspricht, würden soziale Kontakte durch derartige Vorgaben extrem erschwert. Zugegeben, die stressige Verpflegung unterwegs, ermöglicht kaum eine ausgewogene Ernährungsweise. Doch ist eine so drastische Massnahme, wie das Auslassen des Abendessens wirklich die einzige Methode, Gewicht zu verlieren?

Gesamtenergiebilanz zählt

Wie überall gibt es auch zu diesem Thema zahlreiche Studien. Doch keine erbrachte den eindeutigen Beweis, dass Abendessen dick macht. Vielmehr zeigen Länder wie Frankreich oder Spanien, dass sich späte Mahlzeiten nicht zwangsläufig auf den Hüften niederschlagen. Dort wird abends spät gegessen und das ausgiebig. Beide Völker zählen nicht zu den fülligsten Europas! Deshalb hält man sich am besten weiterhin an die Gesamtenergiebilanz als Richtwert. Wer mehr Kalorien aufnimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Dabei spielt es keine Rolle, wann die Mahlzeiten eingenommen werden. Wer abnehmen will, muss „lediglich“ die Kalorienzufuhr drosseln und sich mehr bewegen.

Üppige Nachtessen vermeiden

Fachleute empfehlen dennoch, sich beim Abendessen zurückzuhalten. Zwischen Essen und Schlafengehen sollten etwa vier Stunden liegen. Wenn möglich sollte man auf Kohlenhydrate verzichten. Kohlenhydrate verursachen im Körper eine Insulinausschüttung. Solange sich das Insulin im Blutkreislauf befindet, wird der Körper, der auch nachts die Organe mit Energie versorgen muss, seine Reserven nicht anzapfen. Damit blockiert man den eigentlich gewünschten Fettabbau.

Fazit:

Nachtessen darf man. Sollte es einmal üppiger ausfallen, weil man Freunde trifft oder ein Geschäftsessen ansteht, ist das nicht weiter schlimm, solange die Gesamtenergiebilanz stimmt. Im übrigen Alltag ist es aber besser, abends leicht bekömmliche Mahlzeiten einzunehmen.


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