Mein Gemüsegarten: Fenchel

Fenchel gehören in die gleiche Familie wie Sellerie, Dill oder Peterli. Im Gartenbeet sind sie ein besonderer Hingucker. Zudem ist das aromatische Gemüse äusserst gesund: Vitamin C, Folsäure, Beta-Carotin, Kalzium und Magnesium liefert es sattsam. Es ist also bestimmt nicht verkehrt, es im eigenen Gartenbeet anzupflanzen.

Fenchel-im-gartenFenchel ist sehr gesund. (Foto by: PantherMediaSeller / Depositphotos)

Planung

Damit der Fenchel gedeiht, benötigt er zunächst einmal einen sonnigen, warmen und geschützten Platz. Zudem sollte der Boden an seinem Standort gut durchlässig, gleichmässig feucht, humusreich und kalkhaltig sein.

  • Gute Nachbarn für Fenchel:
    • Gurken
    • Salbei
    • Salate
    • Erbsen
  • Schlechte Nachbarn für Fenchel
    • Dill
    • Kümmel
    • Bohnen

Übrigens: Wer Schmetterlinge liebt, plant, ein paar Fenchel ausschiessen zu lassen. Die werden über kurz oder lang von den Rauben des Schwalbenschwanzes bevölkert. Mit etwas Glück kann man so die Geburt eines Sommervogels beobachten.

Pflanzung, Anbau

  • Hobbygärtner sollten den Fenchel im Haus vorkultivieren und nicht direkt ins Beet ansäen.
  • Zum Vorziehen verwendet man Anzuchtplatten. Die Keimblätter werden danach in Töpfe pikiert und im Gewächshaus bis zur Aussaat gehegt.
  • Alternativ kann man auf Setzlinge aus der Gärtnerei zurückgreifen.
  • Vor dem Auspflanzen gräbt man Pflanzlöcher in die Erde und arbeitet etwas reifen Kompost ein.
  • Die Setzlinge werden in einem Abstand von 30 x 30 eingesetzt.
  • Nach den Eisheiligen können die jungen Fenchel ins Freibeet gepflanzt werden.

Balkonanbau

Fenchel gedeiht auch auf einem Balkon. Pro Pflanze benötigt es ein Gefäss, das drei bis fünf Liter Erde fasst. Verfügt ihr über grössere Kübel, können mehrere Knollen in demselben Kübel angepflanzt werden. Wichtig ist, dass das Gemüse stets genügend Wasser erhält, ohne dass Staunässe entstehen kann.

Pflege, Düngen

  • Es ist darauf zu achten, dass man um den Fenchel regelmässig hakt und das Unkraut entfernt, sodass die Erde schön feinkrümelig bleibt.
  • Fenchel mag es gleichmässig feucht, jedoch nicht nass.
  • Etwa drei Wochen vor der Ernte beginnt man, das Gemüse anzuhäufeln. So bleibt es schön zart und behält seine cremig weisse Farbe. Wichtig: Der grüne Teil der Blätter muss immer noch über der Erde liegen.
  • Fenchel hat die Eigenschaft, leicht zu versamen. Spätestens im September sollte man die Samen abernten.

Ernte

Hat sich eine faustdicke Knolle ausgebildet, kann man mit der Fenchelernte beginnen. Um die Knolle zu ernten, benötigt es ein scharfes Messer. Man schneidet das Gemüse rund zwei Zentimeter unter der Wurzel ab. Danach kann man mit einer Hake auch den Rest der Pflanze aus dem Boden entfernen. Fenchel verträgt keinen Frost. Es ist deshalb wichtig, dass man das Gemüse vor den ersten Frostnächten abgeerntet hat.

Lagerung / Konservierung

In ein feuchtes Tuch gewickelt lässt sich Fenchel ein bis zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Lagert man ihn zu lange, wird er hart und holzig. Wer ihn tieffrieren will, muss ihn zuvor kurz blanchieren. So ist er ungefähr ein halbes Jahr lagerfähig.

Verwendung in der Küche

Fenchel kann man kochen, braten, dünsten oder backen. Hervorragend mundet er auch fein gehobelt als Rohkost. Bevor man ihn zubereitet, sollte er gewaschen werden. Je nach Rezept wird das Gemüse ganz gelassen, halbiert oder geviertelt, in Stücke geschnitten oder gehobelt. Sein ausgeprägtes Aroma, das an Anis erinnert, harmoniert mit Apfel, Zitrone, Orange und passt in verschiedene Salate. Das Fenchelgrün kann man zu einem wohltuenden Tee aufkochen, damit Saucen aromatisieren, Dips würzen oder aber zu einem nicht alltäglichen Pesto verarbeiten. Im Übrigen lässt sich das Fenchelgrün statt Dill als Gewürzkraut verwenden.

Rezepte

Weitere Rezepte mit Fenchel findet ihr in unserer Rezeptkategorie für Fenchel Rezepte.


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