Randen anpflanzen

Lange fristete die Rande ein Mauerblümchendasein. Doch in letzter Zeit hat sie zu einem Höhenflug angesetzt. Auf Wochenmärkten findet man Randen in unterschiedlichen Farben, uni oder gestreift, roh oder gekocht im Angebot. Was braucht es um Randen anzusäen und müssen Randen angehäuft werden? Die Tipps für den richtigen Anbau von Randen gibt es hier.

Haben Sie Ihre Randen im Mai angepflanzt, werden Sie im Juli die ersten Früchte ernten könnenHaben Sie Ihre Randen im Mai angepflanzt, werden Sie im Juli die ersten Früchte ernten können (Foto by: hopsalka / Depositphotos)

Planung

Randen lieben einen tiefgründigen, humosen und schweren Boden. Ihr Standort sollte sonnig sein; sie gedeiht aber durchaus auch im Halbschatten. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Randen nie zwei Mal in Folge am selben Standort setzen.

Pflanzung, Anbau von Randen

Wenn Sie bereits im Sommer Randen geniessen wollen, können Sie sie ab Mai ansäen. Zwar sind Randen nicht besonders kälteempfindlich, doch sie beginnen erst zu keimen, wenn der Boden eine Temperatur von 7° bis 9° Celsius aufweist. Wenn Sie Randen für den Winter einlagern wollen, säen Sie sie im Juni an.

Der Anbau im Mischkultur hat sich bewährt.

Gute Nachbarn sind:

  • Erbsen
  • Buschbohnen
  • Dill
  • Bohnenkraut

Schlechte Nachbarn sind:

  • Kartoffeln
  • Tomaten
  • Spinat und Krautstiele

Randen ansäen:

  • Für eine ausreichende Nährstoffversorgung vermischen Sie vor dem Ansäen die Erde mit einer grosszügigen Gabe Kompost. Der Boden sollte aber nicht frisch gedüngt sein, daher beginnen Sie mit dieser Massnahme, wenn der Boden keinen Frost mehr aufweist, oder im Herbst vor dem Anbauen im Mai.
  • Die Samen können direkt ins Beet gesetzt werden. Wenn sie in Töpfen vorgezogen werden, geht es natürlich schneller.
  • Die Samen sollten in einem Abstand von etwa 3 cm liegen
  • Die Samen sollten 3 cm dick mit Erde bedeckt sein, da sie im Dunkeln keimen
  • der Abstand zwischen den Reihen sollte etwa 25 cm betragen.
  • Nach drei bis vier Wochen beginnen die Samen, zu keimen und auszutreiben.
  • Nun müssen Sie die Reihen auslichten, sodass die einzelnen jungen Pflänzchen in einem Abstand von etwa 8 cm zu stehen kommen.
  • Bei Kälteeinbruch die jungen Pflanzen mit Gartenvlies abdecken

Randen benötigen schwere Böden und sollten regelmässig gegossen werden.Randen benötigen schwere Böden und sollten regelmässig gegossen werden. (Foto by: Vfotografie/ Depositphotos)

Pflege, Düngen von Randen

Besonders anspruchsvoll sind Randen nicht. Damit sich überhaupt Rüben bilden können, darf der Boden jedoch nie austrocknen. Deshalb sollten Sie Randen

  • regelmässig wässern sprich giessen. Randen benötigen feuchte Erde, um wunderbar zu gedeihen
  • Unkraut jäten und den Boden lockern
  • ein anhäufen von Erde ist nicht notwendig, kann aber durchgeführt werden, wenn die Randen schon als Knolle gut sichtbar sind.
  • Damit die Knollen kräftig wachsen, können Sie mit Wasser verdünnter Brennnessel jauche alle 2 Wochen die Randen begiessen. Für die Brennnesseljauche frische nicht blühende Brennnessel in ein grosses Fass geben (kein Metall), vollständig mit Wasser aufgiessen und mit einem Gitter mit Luftlöchern abdecken. Das Fass 2-3 Wochen stehen lassen und täglich umrühren. Es bildet sich Schaum, da durch die Wärme die Jauche gärt, in der Sonne geht es noch schneller. Wenn sich keine Bläschen mehr bilden, ist die Jauche fertig.

Ernte von Randen

Haben Sie Ihre Randen im Mai angepflanzt, werden Sie im Juli die ersten Früchte ernten können; jene, die Sie im Juni gesetzt haben, werden im Oktober erntereif sein. Ziehen Sie zum Ernten die Knolle sorgfältig aus dem Boden. Die Blätter entfernen Sie, indem Sie sie von der Rande abdrehen. Achten Sie darauf, dass Sie die Rande dabei nicht verletzten, denn sonst blutet sie aus.

Konservierung

Randen eignen sich vorzüglich zum Einwecken oder zum Einlegen in Essig, beispielsweise zu Randen sweet and sour. Wer es ausgefallen mag und seine Geschmacksnerven gerne einmal einer neuen Herausforderung aussetzen will, sollte sich unbedingt an die Herstellung einer aparten, wunderbar roten Randenkonfitüre wagen.

Lagerung

Randen gehören zu den Lagergemüsen. Sie benötigen dafür einen kühlen, aber frostfreien Keller. Je mehr Luftfeuchtigkeit im Lagerraum herrscht, desto länger bleiben die Randen geniessbar.

Verwendung in der Küche

Randensalat, meist aus einem Beutel und verkocht, „verzierte“ lange Jahre die hiesigen Salatbuffets.

Randen und Geissenkäse harmonieren perfekt: Randen-Carpaccio mit Geissenfrischkäse, verfeinert mit einer edlen Crema di balsamico ist ein Gedicht.

Oder backen Sie mit Orangenzesten, Orangenblütenhonig, Salz und Pfeffer gewürzte Randen im Backofen und lassen Sie die letzten fünf Minuten vor Backende pro Person ein Geissenweichkäsli mit schmoren.

Randencrèmesuppe oder der berühmte russische Borschtsch sind weitere, gluschtige Rezeptvarianten. Gaumenfreuden bereiten Randenrisotto, Randenaufläufe aber auch Randenpüree. Oder servieren Sie einmal eine Randenmousse zum herbstlichen Feldsalat. Übrigens, junge Randen kann man sehr gut roh geniessen und müssen nicht erst weich gekocht werden!

Balkonanbau

Obwohl Randen als Tiefwurzler im Freiland ziemlich tief Wurzeln schlagen, kann man sie sogar auf dem Balkon in Kistli ziehen. Dennoch benötigen sie genügend Platz. Man darf die Setzlinge demzufolge nicht zu eng zusammensetzen.

Wichtig ist, dass Sie mit viel Kompost angereicherte Erde verwenden und dass Sie die Erde regelmässig mit einem Biodünger nähren. Denn im Topf sind die Nährstoffe schneller aufgebraucht als im Freiland. Da die Erde nie austrocknen darf, müssen Randen im Balkonkistli zuverlässig gegossen werden.

Beliebte Randen Rezepte:


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