Rüebli /Karotten - Anbau im Gemüsegarten

Rüebli gehören bei Familie Schweizer vermutlich zu den beliebtesten Gemüsen überhaupt. Dank dem süsslichen Aroma mögen sie selbst hartnäckige Gemüsemuffel. Sie sind ein gesunder, schmackhafter Snack zwischendurch und lassen sich in der Küche äusserst vielseitig verwenden. Hobbygärtnern bescheren sie allerdings auch ein wenig Arbeit.

Ab März kann man frühe Rüebli - Sorten ansäenAb März kann man frühe Rüebli - Sorten ansäen (Foto by: aboikis/ Depositphotos)

Rüebli gedeihen am besten in einem nährstoffreichen, leicht sandigen Boden. Der Standort kann von vollsonnig bis halbschattig reichen. Die Fläche, an der Sie Ihre Rüebli einsetzen, muss vor der Pflanzung gut vorbereitet werden. Entfernen Sie sowohl Unkraut als auch alle Steine aus dem Beet und arbeiten Sie die Erde gut durch.

Verwenden Sie grosszügig Komposterde und stellen Sie sicher, dass diese bis tief in den Boden mit der Erde vermischt wird. Vor dem Anpflanzen sollten Sie das Beet zwei Wochen lang täglich gründlich durcharbeiten und wässern. Die Rüeblisamen werden vor der Aussaat zwei Tage in Wasser eingeweicht.

Richtige Pflanzung und Anbau von Rüebli

Ab März kann man frühe Sorten ansäen; späte Sorten im April. Ziehen Sie etwa 1 cm tiefe Furchen in den Boden. Der Abstand zwischen den Reihen sollte ungefähr 20 cm betragen. Nun säen Sie die eingeweichten Samen in die Furchen, decken sie mit Erde zu und drücken sie leicht an. Danach werden die Samen gut eingeschwemmt.

Nach etwa drei Wochen beginnen die Rüebli zu keimen. Das bedeutet, dass man nun regelmässig ausdünnen muss. Etwa vier Wochen nach dem Aussäen beginnen Sie mit dem Auslichten und lassen etwa alle drei Zentimeter ein Pflänzchen stehen. Das zweite Mal wird ausgedünnt, wenn die Pflanzen drei Blätter gebildet haben. Nun sollte der Abstand zwischen den Pflanzen 8 cm betragen. Wenn die Jungpflanzen etwa 10 cm hoch sind, dünnen Sie sie ein letztes Mal aus.

Balkonanbau

Sicher gehören Rüebli nicht gerade zu jenen Gemüsen, die sich für den Balkonanbau aufdrängen. Als Wurzelgemüse wachsen sie sehr stark in die Tiefe und benötigen demzufolge nach unten viel Platz. Wer dennoch unbedingt Rüebli auf seinem Balkon ziehen will, sollte sich im Gartencenter auf jeden Fall nach kurzen Sorten erkundigen.

Denn es gibt solche, die extra für die Kübelpflanzung gezüchtet wurden. Regelmässiges Wässern und Düngern ist bei Rüebli die unabdingbare Voraussetzung, dass sie im Kübel gedeihen.

Pflege und Düngen von Rüebli

Das Karottenbeet sollte man laufend von Unkraut befreien. Zudem muss der Boden wiederkehrend gelockert werden. Aber aufgepasst, dass Sie beim Häckeln die Pflänzchen nicht beschädigen. Regelmässiges Giessen ist ebenfalls sehr wichtig.

Um die Rüebli vor gefrässigen Schnecken zu schützen, können Sie die Erde mit einer PVC-Folie abdecken. So wird das Wachstum von Unkraut gebremst; die zusätzliche Wärme unterstützt das Keimen und Gedeihen der Pflanzen. Gegen Karottenfliegen und Möhrenblattflöhe hilft ein Gemüsenetz, das Sie über dem Beet anbringen.

Ernte

Bis Rüebli reif sind dauert es, je nach Sorte, zwischen drei Monaten und einem halben Jahr. Um festzustellen, ob man sie bereits nehmen kann, entfernen Sie sorgfältig etwas Erde und kontrollieren, wie dick das Rüebli schon ist. Ist es dick genug, können Sie es sorgfältig aus der Erde ziehen.

Konservierung von Rüebli

Wem eine reiche Rüebliernte beschert wurde und wer keinen geeigneten Lagerplatz für zur Verfügung hat, kann Rüebli einwecken. Eine weitere Variante der Konservierung ist natürlich das Tieffrieren. Man sollte die geschälten und in mundgerechte Stücke geschnittenen Rüebli etwa drei Minuten blanchieren. Luftdicht verpackt halten Sie in der Tiefkühltruhe etwa neun Monate.

Rüebli richtig lagern

Bei den Rüebli handelt es sich um Lagergemüse. Wie man dieses farbenfrohe Gemüse richtig lagert, erfahren sie HIER.

Verwendung in der Küche

Rüebli schmecken frisch geerntet einfach am besten. Doch sind sie weder aus der kalten noch aus der warmen Küche wegzudenken:

Und viele weitere Rüebli-Rezepte finden Sie HIER


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