Cornalin

Der finnische Komponist Jean Sibelius würde sich freuen, wüsste er, dass der Cornalin heute wieder an Ansehen gewinnt. Ob Herr Sibelius unter Einfluss dieser lokalen Weinspezialität komponiert hat, ist nicht überliefert. Fakt ist aber, dass der Cornalin eine Inspiration für den Gaumen ist.

Cornalin

BUKETT

Überaus fruchtig steigt der Duft des Cornalin in die Nase. Verführerische Aromen von Heidelbeere, Brombeere und schwarzer Kirsche erheben sich aus der satten Purpurfarbe. Fast schon schwer mutet der Geruch an, der auch an Vanille erinnern kann - die Frische und Eleganz überrascht auf der Zunge.

GESCHMACK

Der Cornalin, auch als Alter Landroter bekannt, bekommt seinen kräftigen Geschmack aus dem Zusammenspiel von Klima und Boden. Er ist anspruchsvoll im Anbau, der ihm seinen besonderen Charakter verleiht: Üppig und dennoch raffiniert präsentieren sich die feinen Nuancen von Früchten, leichter Rauchigkeit und exklusiven Tanninen. Der Cornalin sollte vor dem Genuss mindestens drei Jahre reifen dürfen.

BESCHREIBUNG

Als autochthoner, das heißt einheimischer, nicht aus anderen Ländern importierter Wein ist der Cornalin ein echtes Schweizer Gewächs. Nur in den Kantonen Wallis und Waadt findet er ideale Bedingungen: kalkhaltige Böden und die heiße Sonne. Im Jahr 2003 fand man heraus, dass der Cornalin eine natürliche Kreuzung ist, die nicht von Winzern herbeigeführt wurde. Der Mayolet ist für seine Widerstandskraft gegen Kälte verantwortlich, während der Petit-Rouge ihm seine weichen Tannine verleiht. Der Cornalin ist eine der spät reifenden Sorten und wird etwa drei bis vier Wochen nach dem Chasselas geerntet. Die Bezeichnung Cornalin du Valais weist auf den Schweizer Ursprung hin, während der Name Cornalin d´Aoste auf die italienische Herkunft verweist.

PASST ZU

Ein Cornalin harmoniert mit allen Speisen, die einen intensiven Eigengeschmack haben: Wild-, Lamm- und Rindgerichte schmecken vorzüglich, wenn sie mit einem Alten Landroten genossen werden. Ganz und gar entfaltet der Cornalin seine Qualitäten zu Käsesorten wie Appenzeller, Bergkäse, Tête de Moine und Raclette.


Bewertung: Ø 4,0 (2 Stimmen)

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