Fleischkunde Poulet

Hinter dem Schweinefleisch rangiert das Pouletfleisch auf dem zweiten Platz in der Beliebtheitsskala der Schweizer Fleischesser. Ganze 12 Kilogramm werden pro Kopf jährlich verzehrt. Anhand des Bilds schauen wir die einzelnen Teile des Poulets genauer an und zeigen euch, wie ihr sie am idealsten verwendet.

Die Teile des Huhns werden im Folgenden mit ihrer Verwendung erklärtDie Teile des Huhns werden im Folgenden mit ihrer Verwendung erklärt (Foto by: Schneider/ guteKueche.ch)

Wissenswertes über Poulet

Pouletfleisch soll gesünder sein als rotes Fleisch. Es ist bekömmlich, leicht verdaulich, fettarm und äusserst proteinhaltig. Zudem enthält es weniger Cholesterin als Schweinefleisch. Viele Gründe, die für den Konsum von Pouletfleisch sprechen.

Doch hier gilt wie beim übrigen Fleisch auch: masshalten.

In der Schweiz ist Poulet in drei Gewichtsklassen erhältlich:

  • Mistkratzerli – bis 600 g

  • „normale“ Poulets – bis 1.2kg

  • grosse Poulets – bis 1.8 kg

Die einzelnen, essbaren Teile des Huhns

Ausser der Pouletbrust und den Innereien werden alle Stücke des Huhns mit der Haut verzehrt. Diese ist zwar etwas fettig. Doch mit einer feinen Pouletmarinade eingerieben, wird sie herrlich aromatisch und schön knusprig.

1 = Pouletbrust

Die Pouletbrust gilt als Filetstück – mager, bekömmlich, zart in der Konsistenz und äusserst vielseitig einsetzbar:

Ob ihr thailändisch, chinesisch, marokkanisch oder schweizerisch kocht: Nahezu jedes Poulet Rezept lässt sich mit der Brust zubereiten.

Als Pouletkeule wird das ganze Pouletbein also die Pouletschenkel bezeichnetAls Pouletkeule wird das ganze Pouletbein also die Pouletschenkel bezeichnet (Foto by: apolonia / Depositphotos)

2 = Pouletflügel

Pouletflügeli oder zu Neudeutsch Chicken Wings gelten als klassischer Fingerfood. Wer gerne an Knochen knabbert, wird hier glücklich. Das bekannteste Gericht bei uns ist sicher Poulet im Körbli. Chicken Wings werden meist wie folgt zubereitet:

Wichtig ist, dass die Flügeli beim Servieren aussen knusprig und innen vollkommen durchgegart sind, damit sie bis auf die Knochen abgenagt werden können.

3a & 3b = Pouletschenkel

Meist erhalten wir die Pouletschenkel am Stück. Doch sie können in Unterschenkel (Drumstick) und Oberschenkel (Thigh) zertrennt werden. Das ist vor allem dann gut zu wissen, wenn man ein ganzes Poulet zubereitet und es vor dem Servieren zerteilen muss. Ob am Stück oder zertrennt, die Verwendung ist für alle Teile des Schenkels dieselbe:

Die zertrennten Pouletschenkel eignen sich besonders gut für die Zubereitung einer Paella.

4 & 5= Sonstige Pouletteile

Pouletfüsse = 4

Pouletfüsse werden gerne in der asiatischen Küche gegessen. Dafür werden die krallenlose Pouletfüsse bis zu 2 Stunden gegart und im Wok angebraten. Sie eignet sich zum abknappern.

Poulethals = 5

Dieser Teil kann gut als Tierfutter verwendet werden. Am Hals befindet sich nur sehr wenig Fleisch. Er wird hauptsächlich zum Herstellen von Hühnerfonds verwertet.

Der Schwanz des Poulets wird übrigens nicht verwendet, sondern weggeschnitten und für die Tierfutterproduktion verwendet.

Ein fertiges Suppenhuhn oder Pouletbraten wird meist ohne Hals, Innereien und Füsse angebotenEin fertiges Suppenhuhn oder Pouletbraten wird meist ohne Hals, Innereien und Füsse angeboten (Foto by: AndreySt / Depositphotos)

6 = Poulet ganz

Ganze Poulets sind äusserst beliebt, vor allem für Gästemenus. Sie lassen sich hervorragend vorbereiten und auf vielfältige Art – beispielsweise gefüllt, glasiert oder mariniert - zubereiten:

Für ein Poulet von gut einem Kilo Gewicht, braucht es etwa 50 Minuten im Ofen, bis es gar ist. Wenn der Saft, der aus dem Poulet austritt, klar ist, ist das ein Zeichen, dass es fertig durchgegart ist. Um das Huhn zu zerteilen, braucht es eine Geflügelschere oder ein sehr scharfes Messer. So geht ihr vor:

  • Schenkel am Gelenk beim Rumpf abtrennen.

  • Oberschenkel und Unterschenkel teilen

  • Brustfilet entlang des Brustbeins von der Mitte her ablösen.

  • Danach das übrige Fleisch von den Knochen lösen.

Innereien von Poulet

Zu den essbaren Innereien zählen die Pouletleberli, das Pouletherz und der Pouletmagen.

Man kann sie zubereiten, wie die Innereien anderer Tiere. Es ist jedoch wichtig, dass das Fleisch gut durchgebraten ist. Besonders zu empfehlen ist ein feines Pouletleberragout.

Zur Zubereitung von Terrinen ist Pouletleber ebenfalls sehr beliebt.


Bewertung: Ø 5,0 (13 Stimmen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Fleischkunde Schwein

Fleischkunde Schwein

Die Fleischteile des Schweines mit Zuordnung und Bild anschaulich erklärt und welches Stück, für welches Schweinefleisch-Rezept empfohlen wird.

WEITERLESEN...
Fleischkunde Rind

Fleischkunde Rind

Rindfleisch ist nicht gleich Rindfleisch. Welcher Teil vom Rind für welches Gericht geeignet ist, erklärt die Fleischkunde Rind.

WEITERLESEN...
Fleischkunde Lamm

Fleischkunde Lamm

In den letzten Jahren hat das Fleisch der Tiere wieder viele neue Liebhaber gefunden. Schweizer Lammfleisch wird ökologisch und naturnah produziert.

WEITERLESEN...

User Kommentare