Arganöl

Unter der Vielfalt an erstklassigen Speiseölen sticht das Arganöl besonders hervor. Sein Aroma kann man mit nichts vergleichen; es sorgt in euren Speisen für einen orientalischen Pep. Zudem ist das Öl äusserst gesund, sodass es sich lohnt, es häufiger mal zu verwenden.

ArganölDas flüssige Gold aus Marokko. (Foto by: luisapuccini / Depositphotos)

Allgemeine Informationen

  • Ähnlich wie die Kokospalme ist auch der Arganbaum für die lokale Bevölkerung von grosser Bedeutung. Er liefert nicht nur Nahrung für Mensch und Tier. Die Bäume bringen auch hochklassiges Bau- und Brennholz hervor.
  • Die Produktion von Arganöl verschafft vielen Menschen Arbeit und Einkommen. Denn die Früchte werden heute noch zu einem grossen Teil von Berberfrauen von Hand gepflückt und verarbeitet.
  • Das Öl wird aus den Samen der Arganfrüchte hergestellt. Jede Frucht enthält zwei bis drei davon.
  • Je nach Herstellungsart (naturbelassen oder geröstet) weist Arganöl eine helle bis leuchtend rote Farbe auf.
  • Sehr beliebt ist Arganöl in der Kosmetikindustrie und wird auch zur Herstellung von alltäglichen Hygieneartikeln wie Seife oder Shampoo verwendet.

Herkunft

Arganbäume wachsen ausschliesslich im Südwesten Marokkos. Botanisch gesehen existieren zu diesen Bäumen keinerlei Verwandte. Sie gelten somit als einzigartig und nicht ersetzbar. Für die UNESCO ein Grund, sie in einem Biosphärenreservat unter besonderen Schutz zu stellen.

Wirkung

  • Das «flüssige Gold aus Marokko» wirkt antioxidativ, cholesterin- und blutdrucksenkend, antibakteriell und äusserlich aufgetragen feuchtigkeitsspendend.
  • Im Arganöl ist eine grosse Menge Vitamin E enthalten. Das fördert die Zellerneuerung und wirkt der Hautalterung entgegen.
  • Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren mindern das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Zudem soll die regelmässige Einnahme dieses Öls den Appetit hemmen und so Abnehmwillige bei ihrer Diät unterstützen.

Aufbewahrung und Lagerung

Arganöl hält ungeöffnet bis zu 16 Monate - vorausgesetzt, es lagert an einem kühlen, vor Licht geschützten Ort. Habt ihr die Flasche einmal geöffnet, ist es wichtig, dass ihr sie nach jedem Gebrauch wieder gut verschliesst und das Öl weiterhin dunkel, kühl und trocken aufbewahrt.

Verwendung in der Küche

Mit Arganöl könnt ihr sowohl kochen als auch backen. Bis zu mittlerer Hitze ist es sogar möglich, es zum Braten zu verwenden. Ob man das kostbare Öl dazu hernehmen will, ist jedem selbst überlassen.

Arganöl ist ein typisches Würzöl, das mit seinem intensiven rauchig-nussigen Aroma zahlreiche Speisen pimpt.

  • In der kalten Küche könnt ihr andere Öle durch Arganöl ersetzen und ihnen so einen Schuss Exotik verleihen.
  • Ein paar TL zum Schluss über eine Suppe, das Carpaccio, Tatar oder den Salat geben, schon erhalten eure Speisen eine ganz neue Geschmacksrichtung.
  • Herrlich mundet eine Tajine, die mit Arganöl verfeinert wird. Das gilt auch für Taboulé und Couscous.
  • Serviert zur Focaccia mal ein Arganöl zum Eintunken: ein Gedicht
  • Mit Power boostern lassen sich eure Gemüsedrinks, indem ihr etwas Arganöl dazugebt.

Kurz: Experimentieren geht über Studieren.


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