Hanföl

Die Hanfpflanze ist äusserst vielseitig nutzbar und gilt als eine der ältesten Kulturpflanze der Menschen. Ob für die Produktion von Seilen, Textilien, Papier oder Baustoffen: Hanf ist dafür eine bedeutende Rohstoffquelle. In unserem Beitrag befassen wir uns mit dem gesunden Hanföl.

HanfölIn der Küche sollte nur kaltgepresstes Hanföl verwendet werden. (Foto by: Nadki / Depositphotos)

Allgemeine Informationen

  • Der private Anbau von Hanf war viele Jahre verboten, denn die THC-haltige Pflanze gilt als Droge und sorgt für Euphorie, Rauschzustände und Gefühle der Entspannung.
  • Über die Jahre besann man sich wieder darauf, dass die Hanfpflanze nicht nur eine Droge ist, sondern als Nutzpflanze vielseitig genutzt werden kann. Deshalb ist seit den 90-er Jahren der Anbau von Züchtungen mit niedrigem THC-Gehalt wieder legal.
  • Man unterscheidet zwischen Hanf- und CBD-Öl. Hier handelt es sich um unterschiedliche Produkte, obwohl sie von derselben Pflanze stammen. Für CBD-Öl verwendet man die grünen Teile der Hanfpflanze; beim Hanföl hingegen nutzt man die Samen. Beiden ist gemein, dass sie kein THC enthalten und somit nicht high machen.
  • CBD-Öl wird hauptsächlich zur Bekämpfung medizinischer Leiden eingenommen, etwa bei Entzündungen, Kopfschmerzen, Migräne oder Schlafstörungen.
  • Hanföl wird nicht nur zum Kochen gebraucht. Es hilft auch bei Hautproblemen. Das Öl kann dazu direkt auf betroffene Hautstellen aufgetragen werden. In der Kosmetikindustrie wird Hanf ebenfalls häufig verwendet.

Herkunft

Man vermutet, dass der Hanf ursprünglich aus Kasachstan stammt. Über Indien und den heutigen Irak fand die Pflanze ihren Weg in alle Welt. In Ländern wie Marokko, Nigeria, Kolumbien und Mexiko wird Hanf nach wie vor in grossem Stil angebaut. Doch sie wird auch in unseren Breitengraden kultiviert, sodass wir lokal produzierte Hanfprodukte im Angebot finden.

Wirkung

Hanföl gehört zu den wertvollsten Ölen und fördert generell unsere Gesundheit.

  • Es verfügt über die ideale Mischung der wertvollen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, und zwar im Verhältnis 3 zu 1.
  • Es gilt als sehr guter Vitamin-E-Lieferant.
  • Das im Öl enthaltene Chlorophyll fördert die Erneuerung der Zellen.
  • Hanföl soll Entzündungen hemmen und Hauterkrankungen heilen.
  • Das hochwertige Öl soll ausserdem den Stoffwechsel anregen und das Immunsystem stärken.

Aufbewahrung und Lagerung

Vom Hanföl braucht es jeweils keine grossen Mengen. Zudem ist es nicht lange haltbar. Deshalb empfiehlt es sich, das erlesene Produkt in kleinen Flaschen zu kaufen und dann zügig zu verbrauchen. Wie alle Öle sollte auch das Hanföl gut verschlossen, dunkel und trocken aufbewahrt werden.

Verwendung in der Küche

Um optimal von den Vorzügen des Hanföls profitieren zu können, solltet ihr in jedem Fall auf die kalt gepresste Version zurückgreifen. Ihr erkennt sie an der hellgrünen bis gelben Farbe. Eine dunkle Farbe lässt auf eine Warmpressung schliessen.

  • Auch Hanföl eignet sich nicht zum Braten und Erhitzen und wird deshalb nur kalt verwendet.
  • Vor dem Servieren etwas Hanföl über die Speisen zu träufeln, verleiht diesen zusätzlichen Pep.
  • Das Öl passt hervorragend in ein Salatdressing.
  • Zum Verfeinern von Pasta und Risotto bietet sich Hanföl ebenfalls an.
  • Mit Hanföl lassen sich leckere Brotaufstriche zubereiten.
  • Für Abwechslung sorgt ihr, wenn ihr statt Olivenöl Hanföl nehmt, um Rindfleisch- oder Gemüsecarpaccio zu verfeinern.
  • Wie mit allen Ölen könnt ihr auch mit Hanföl leckere Pesto herstellen, etwa mit Rucola statt mit Basilikum.

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