Ernährung bei Gastritis

Wenn der Magen rebelliert und seinen Dienst nicht mehr tun kann, gilt es, ihn so gut wie möglich zu entlasten. So auch bei Gastritis. Die richtige Ernährung, wenig Stress und genügend Erholung helfen mit, dass die Entzündung schnell wieder abklingt.

Ernährung bei GastritisDie richtige Ernährung, wenig Stress und genügend Erholung helfen bei Gastritis. (Foto by: gustavofrazao / Depositphotos)

Was ist Gastritis und welches sind die Ursachen?

Bei Gastritis handelt es sich um eine Entzündung in der Magenschleimhaut. Die Ursachen finden sich in Alkohol, starkem Kaffeekonsum, schwer verdaulichen Lebensmitteln, bakteriellen Giften oder in Nebenwirkungen von Medikamenten. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Gastritis. Die akute Variante äussert sich in starken Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Aufstossen. Sie klingt in der Regel schnell wieder ab. Die chronische Gastritis kann sich über Jahre entwickeln, ohne dass man sie bemerkt. Deshalb wird sie oft lange nicht diagnostiziert. Patienten mit chronischer Gastritis müssen die Bekämpfung der Krankheit von einem Arzt begleitet in Angriff nehmen.

Ernährung bei Gastritis

Der Magen kann sich nie zur Ruhe setzen, auch wenn er krank ist. Umso wichtiger ist es, ihm während eines akuten Schubs nicht zu viel zuzumuten. Deshalb ist klare Gemüsesuppen und Zwieback können dann gegessen werden. Haferschleimsuppe ist bei Gastritis besonders empfehlenswert. Die darin enthaltenen Schleimstoffe helfen, den Magen gegen Entzündungen zu schützen. Klingt die Krankheit wieder ab, kann man sich nach den Richtlinien der ausgewogenen Mischkost ernähren: Obst, Gemüse, Vollkorn und Kartoffeln bestimmen dann den Speisezettel.

Je breiiger die Nahrungsmittel sind, desto einfacher wird es für den Magen, sie zu verarbeiten. Zudem sollte man feste Nahrung ausgiebig kauen: Die im Speichel enthaltenen Enzyme übernehmen so bereits im Mund einen Teil der Verdauung. Langsam essen ist bei Gastritis besonders wichtig. Wenn die Nahrung langsam und gut zerkleinert im Magen ankommt, kann er sie besser aufnehmen. Während eines akuten Schubs ist es besser, 4 bis 6 kleine Mahlzeiten am Tag einzunehmen - wenn die Entzündung abklingt, kann man wieder auf 3 bis 5 reduzieren.

Die Speisen werden am besten lauwarm gegessen. Scharfe und fette Gerichte sind bei Gastritis tabu. Zu den ungeeigneten Lebensmitteln zählen des Weiteren: Fleisch, Wurstwaren, Frittiertes, vollfette Milch und Milchprodukte, Mayonnaise und fetthaltige Saucen.

Eine Fastenkur kann Wunder wirken

Wenn sich wieder einmal ein akuter Gastritis-Schub bemerkbar macht, sollte man eventuell eine Fastenkur ins Auge fassen. Das entlastet den Magen ideal und im besten Fall ist schon nach ein, zwei Tagen eine markante Verbesserung festzustellen. In dieser Zeit trinkt man stilles Mineralwasser, Kräutertees und klare, fettfreie Gemüsesuppen. Allzu grossen Hunger kann man notfalls mit einer Haferschleimsuppe und Zwieback, den man sehr gut kauen sollte, überbrücken. Für die maximale Wirkung und um Mangelernährung zu vermeiden, sollte die geplante Fastenkur aber mit dem Arzt besprochen werden.


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