Ernährung bei Durchfall

Wer wurde nicht schon von lästigem Durchfall heimgesucht? Ein paar Tage zwischen Bett und Klo pendeln, mit der passenden Schonkost den Darm wieder auf Vordermann bringen und der Spuk ist in der Regel bald vorbei.

Ernährung bei DurchfallErnährung bei Durchfall (Foto by: CITAlliance / Depositphotos)

Ein paar Fakten zu Durchfall

Was Durchfall ist, bedarf vermutlich keiner weiteren Erklärung - jeder hat schon die Bekanntschaft gemacht. Die Ursachen, die zu Durchfall führen, sind indes sehr unterschiedlich. Bei Angst, Nervosität und Stress kann Durchfall häufig auftreten. Übermässiger Koffeinkonsum, Steinobst in grossen Mengen genossen - klassisches Beispiel sind Kirschen - oder mit künstlichem Süssstoff gesüsste Schleckwaren kommen als Ursachen infrage. Ernsthafter wird die Angelegenheit, wenn Lebensmittelvergiftungen, Infektionen oder Nebenwirkungen von Medikamenten ins Spiel kommen. Meistens klingt der Durchfall dank Bettruhe und richtiger Ernährung nach ein paar Tagen wieder ab.

Ist dies nicht der Fall und dauert er mehr als eine Woche an, könnten Krankheiten wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarm, Pankreatitis oder Zöliakie der Grund für Durchfall sein. Deshalb ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, um die Ursachen so schnell wie möglich zu finden. Denn mit Durchfall ist nicht zu spassen. Es kann zur Unterversorgung an Nährstoffen kommen. Der durchfallbedingte Flüssigkeitsverlust im Körper ist immens, was zu einer Dehydration führen könnte.

Wie komme ich schnell wieder auf den Damm?

Um es gleich vorne wegzunehmen: Cola (und alle anderen Limonaden oder kohlensäurehaltigen Getränke) ist entgegen der landläufigen Meinung denkbar ungeeignet, um Durchfall zu beheben! Weder die hohe Konzentration von Zucker noch die Kohlensäure tun dem Darm irgendetwas Gutes. In der ersten akuten Phase der Krankheit wird der Durchfallpatient kaum etwas essen wollen. Durch den häufigen, flüssigen Stuhlgang verliert der Körper viel Flüssigkeit, deshalb ist genügend zu trinken jetzt das A und O. Instantgemüsesuppen (keine Tomatensuppe) oder Bouillons sind da ideal.

Sie liefern den dringend benötigten Nachschub an Flüssigkeit, Salz und Mineralien. Da sie keine frischen Gemüse enthalten, kann sie der kranke Darm gut aufnehmen. Empfohlene Bananen, Kartoffelstockohne Milch, Rüebli geraffelt oder als Suppe zubereitet sowie Zwieback eignen sich ebenfalls bestens. Weiter unterstützen Salzstängeli oder sonst salziges Gebäck ohne Fett die Genesung, weil auch sie im Darm die Flüssigkeit binden helfen.

Meiden sollte man hingegen alle Milchprodukte, Fleisch, scharfe oder stark gewürzte Speisen, Kaffee, Zucker und, wie oben bereits erwähnt, kohlensäurehaltige Getränke. Ebenfalls ungünstig für den angeschlagenen Darm sind zu heisse oder zu kalte Speisen; diese sollten warm oder lauwarm gegessen werden.


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