Die richtige Ernährung bei Reizdarm

Bei Schmerzen im Bauchraum und unregelmässigem Stuhlgang könnte es sich um einen Reizdarm handeln. Die Ursachen, die zu Reizdarm führen, sind nach wie vor nicht geklärt. Doch mit der richtigen Lebensweise und Ernährung bekommt man das Leiden gut in den Griff.

Bei einem Reizdark können sich Durchfall und Verstopfung abwechseln.Bei einem Reizdark können sich Durchfall und Verstopfung abwechseln. (Foto by: Farina6000 / Depositphotos)

Was ist Reizdarm und wie äussern sich die Beschwerden?

Von Reizdarm spricht man, wenn eine Funktionsstörung im Verdauungstrakt vorliegt. Nebst Bauchschmerzen und allgemeinem Unwohlsein können unregelmässige Stuhlgänge auftreten. Dabei können sich Durchfall und Verstopfung abwechseln.

Betroffene leiden öfters unter Blähungen und Völlegefühl. Kopf- und Gelenksschmerzen können die Krankheit ebenfalls begleiten.

Unter Reizdarm zu leiden, bringt einige Einbussen in der Lebensqualität mit sich. Gut zu wissen, dass sich daraus keine schwerwiegendere Krankheiten entwickeln. Doch auch wenn der Reizdarm nicht in Zusammenhang mit einer organischen Krankheit gebracht werden kann, so sind seine Symptome jenen von ernsthafteren Krankheiten sehr ähnlich.

Man denke da etwa an Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikel, Magenschleimhautentzündungen, Gallensteine oder Fettleber. Es ist also wichtig, den Reizdarm ärztlich abklären zu lassen, um die kritischeren Krankheiten ausschliessen zu können.

Empfehlungen für Reizdarmpatienten

Die Ernährung hat für die Bekämpfung des Reizdarms einen grossen Stellenwert. Doch nicht nur – ebenso wesentlich ist unsere Lebensweise.

Stress, Hektik und hoher Kaffee- oder Alkoholkonsum wirken sich negativ auf unsere Verdauung aus. Umso wichtiger ist, dass wir uns vor allem auch beim Essen genügend Zeit lassen und es bewusst und in Ruhe geniessen.

Magen und Dünndarm werden stark entlastet, wenn die Speisen sehr gut gekaut werden - denn so wird bereits im Mund Verdauungsarbeit geleistet. In allen Bereichen der Ernährung wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, genügend zu trinken.

So auch hier. Gerade wenn Verstopfung vorliegt, kann die fehlende Flüssigkeit im Körper das Problem zusätzlich verschärfen. Deshalb wird empfohlen, pro Tag zwei Liter stilles Wasser oder zu trinken.

Bei allgemeiner Trägheit wird auch der Darm träge. Deshalb kurbelt regelmässige körperliche Betätigung nicht nur den Kreislauf, sondern auch die Darmtätigkeit an. Man sollte sich deshalb mindestens 30 Minuten am Tag bewegen.

Als Ernährungsform empfiehlt sich eine leichte, faserhaltige Vollkost. Vollkornprodukte sind den Produkten aus raffinierten Mehlen vorzuziehen.

Nach Möglichkeit sollte man frische, naturbelassene Lebensmittel auswählen.

Obst, Gemüse, Salat, Vollkornbrot, Hirse, Reis und Kartoffeln bestimmen nun den Speisezettel. Auf fettreiche Nahrungsmittel sollte man verzichten.

Leinsamen, Flohsamen, Weizenkleie und Haferflocken können zusätzliche Ballaststoffe liefern. Da sie die Gleitfähigkeit des Stuhls fördern, eignen sie sich hervorragend als Nahrungsergänzung bei Reizdarm.

Wenn offensichtlich wird, dass ein bestimmtes Nahrungsmittel nicht vertragen wird, sollte man es vom Speisezettel verbannen. Tagebücher können helfen, derartige Unverträglichkeiten festzustellen.


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