Wie kocht man Reis?

"Wen stört es, wenn ich China ein Sack Reis umfällt?" ist ein Spruch, der aufzeigt, wie selbstverständlich Reis als Welternährer angesehen wird. Einerseits banale Grundnahrung ist er doch in reichhaltiger Vielfalt sowohl zu bekommen, als auch zu verwenden.

Reis kochen leicht gemachtReis kochen leicht gemacht (Foto by: szefei / Depositphotos)

Die zahlreiche Sortenvielfalt

Rundkornreis (auch Klebreis) quellt besonders weich und hat an sich keinen Eigengeschmack, was ihn besonders für Süßspeisen prädestiniert. Er wird auch offiziell unter dem Namen Milchreis geführt, was seine hauptsächliche Verwendung anzeigt. Unter Langkornreis sind alle anderen Sorten einzuordnen. Hierbei stellen wilde Reissorten oder der unreif geerntete Grünreis einige Unterkategorien dar. Als Duftreis werden Basmati und Jasminreis bezeichnet, da sie nicht nur über Aroma, sondern auch einen gewissen Eigengeschmack verfügen.

Qualitätsklassen

Durch Aussieben gebrochener Reiskörner werden unterschiedliche Qualitäten gehandelt. Als Spitzenqualität bezeichnete Ware darf nur maximal 5 % Bruch enthalten. Von Standard kann man bei einem maximalen Bruchanteil von 15 % ausgehen. Haushaltsqualität ordnet sich bis zu einem maximalen Anteil von 40 % Bruchreis in unterschiedliche Preisklassen. Der abgesiebte Bruchreis ist die kostengünstigste Variante, hat aber keinerlei geschmackliche Defizite zu verzeichnen.

Zubereitungsarten

Die traditionelle und zugleich modernste, weil energiesparendste Art der Reisbereitung ist der Bett-Reis. Hier wird der Reis mit der doppelten Menge kalten Wassers in einem geschlossenen Topf angesetzt und aufgekocht. Wichtig ist, nicht umzurühren, da sonst Luft dazwischen gerät, die macht, dass der Reis ansetzt. Nach spätestens zwei Minuten wird der geschlossene Topf mit Inhalt in ein Geschirrtuch aus Baumwolle oder Leinen eingeschlagen und in Decken gehüllt. Federbetten oder echte Wolle sind hervorragende Dämmstoffe. Hier quillt der Reis in aller Ruhe auf und behält auch über mehrere Stunden eine angenehme Temperatur. Dies ist das Prinzip der Kochkiste.

Für den Veganer eignet sich eine Kombination von Reis und braunen Linsen zu gleichen Teilen. Hierbei werden die benötigten Nährstoffe dem Körper in idealer Form zur Verfügung gereicht. Ist schon erhitzte Brühe vorhanden, gibt man den Reis zum Garen hinein. Allerdings bedingt diese Methode ein gelegentliches Umrühren, da das Getreide sonst ansetzt.

Bei der Zubereitung von Risotto wird der Reis zunächst in etwas heissem Fett angeröstet und in der Folge unter ständigem Rühren und Beigeben erhitzter Flüssigkeit gegart. In dem Fett können vorher schon Zwiebelwürfel oder Speckstückchen glasiert werden. Bei der Flüssigkeit kann es sich um Weiswein oder Wasser handeln. Auch eine würzige Brühe oder der Sud anderer Speisen bietet sich an. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Beim Pilaw wird der Reis mit den anderen Zutaten für diesen Eintopf zusammen gegart. Mancher Kenner meint, dass eine Kruste die durch Anbacken am Topfboden entsteht, diesem Gericht erst die richtige Note verleiht.

Zur Herstellung von Milchreis wird Rundkornreis in Milch gegart und dann mit eingemachtem Obst, Sirup oder Zimt und Zucker angerichtet. Mancherorts wird er in Wasser gegart und erst danach die Milch dazu gerührt. Auch ein schönes Stück Butter ist besonders in kalten Wintertagen eine nette Ingredienz. Auch für Sushi wird der gut klebende Rundkornreis verwendet. Er wird nach dem Garen mit Essig gesäuert. Für den verunsicherten Küchenneuling bietet die Kochbeutelvariante ein sicheres Ergebnis.

mehr als Reis

Reis ist nicht nur als Grundnahrungsmittel hochgeschätzt. Auch Essig, Wein und verschiedene, teils milchsauer vergorene Würzmittel werden auf Reisbasis hergestellt. Für Menschen, die mit Soyamilch Probleme haben, gibt es Reismilch. Seit 1993 ist die Nutzung von Reismalz bei der Herstellung von Deutschem Bier zulässig. Auch Papier und Reisstrohmatten entspringen dieser vielseitigen Pflanzengattung.


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