Spinat enthält besonders viel Eisen

Hartnäckig hält sich die landläufige Meinung, wonach Spinat besonders viel Eisen enthalte. Jedes Kind kennt Popeye, dem dank ausgiebigem Spinatkonsum auf wundersame die Muskeln wuchsen. Selbst zahlreiche Ärzte empfehlen, bei Eisenmangel das grüne Blattgemüse zu essen. Richtig ist, Spinat enthält zwar Eisen, jedoch weit weniger als ihm nachgesagt wird.

Spinat enthält besonders viel Eisen?Spinat enthält besonders viel Eisen? (Foto by: livfriis / Depositphotos)

Woher stammt die Mär vom eisenhaltigen Spinat?

Gewisse Mythen halten sich hartnäckig, doch sie werden nicht stichhaltiger, nur weil sie ständig wiederholt werden. Dasselbe gilt auch für den angeblich so eisenhaltigen Spinat. Doch wie kommt dieser überhaupt zu seinem Ruf? Das Ganze basiert auf einem Irrtum, der vor über hundert Jahren seinen Ursprung hat. Damals befasste sich der Basler Wissenschaftler Gustav von Bunge näher mit dem Gemüse. Gemäss seinen Untersuchungen betrug der Eisenanteil pro 100 Gramm satte 35 Milligramm.

Seither hält sich dieser Wert hartnäckig. Dabei wird aber geflissentlich übersehen, dass von Bunge für seine Analysen getrockneten Spinat verwendete. Seither wird dieser Wert hartnäckig auf den frischen Spinat übertragen. Bedenkt man, dass Spinat zu etwa 90% aus Wasser besteht, erscheint es logisch, dass sein Eisenwert weitaus niedriger ausfallen muss. In der Tat enthält frischer Spinat nur etwa 3.8 Milligramm pro 100 Gramm.

Dennoch, Spinat ist gesund!

Der Gerechtigkeit halber muss man festhalten, dass Spinat, auch wenn er weit weniger Eisen enthält, als man gemeinhin annimmt, unter den Gemüsen diesbezüglich Spitzenwerte aufweist. Aber auch sonst empfiehlt es sich, im Rahmen einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung regelmässig Spinat zu essen. Denn er schmeckt nicht nur herrlich; er liefert auch wertvolles Vitamin C, Kalium, Magnesium und verschiedene B-Vitamine.

Eisen ist wichtig für unsere Gesundheit

Eisen übernimmt vielfältige Aufgaben. Unter anderem transportiert es den Sauerstoff im Blut. Deshalb ist es wichtig, dass wir genügend Eisen über die Nahrungsmittel einnehmen. Dieses findet man im Schweinsleber, Fisch, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Blattgemüsen oder Nüssen. Dabei kann der Körper Eisen aus tierischen Lebensmitteln besser aufnehmen, als jenes aus pflanzlichen.

Allerdings kann man hier Abhilfe schaffen, wenn man so genanntes „Non-Häm-Eisen“, das aus pflanzlichen Nahrungsmitteln stammt, mit einer extra Portion Vitamin C (Peperoni, Kartoffeln, Kiwi oder Beeren) einnimmt. Um unseren Eisenbedarf zu decken, benötigen wir täglich etwa 10 mg Eisen – Frauen zwischen 19 und 51 gar 15 mg.


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