Ernährung bei Krebs

Die Diagnose Krebs ist für die Betroffenen ein Schock. Doch zum Glück verläuft nicht jede Krebskrankheit tödlich. Die Ernährung kann den Krebs zwar nicht heilen. Doch sie kann den Körper im Kampf gegen die Krankheit erheblich unterstützen.

Krebspatienten sollten sich also ausgewogen und vorwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln ernähren.Krebspatienten sollten sich also ausgewogen und vorwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln ernähren. (Foto by: megaflopp / Depositphotos)

Was bewirkt die richtige Ernährung?

Krebs wird oft mit Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Diese Therapien verlangen vom Körper alles ab. Eine ausgewogene Ernährung ist schon deshalb wichtig, um die Strapazen der Therapien einigermassen gut zu überstehen.

Der Körper muss mit allen notwendigen Vitamin- und Nährstoffen versorgt sein, um möglichst bei Kräften zu bleiben.

Das Essen von gewissen Obst- und Gemüsesorten kann aber eine weitergehende Wirkung zeitigen, wie wissenschaftliche Studien über den Zusammenhang von Ernährung und Krebs zutage gebracht haben.

So konnte man feststellen, dass Früchte und Gemüse ohne Stärke im Körper als Schutzschild auftreten, und zwar bei allen Krebsarten. Knoblauch, Rüebli, Blumenkohl, Broccoli, Auberginen, Lauch oder Tomaten gehören beispielsweise dazu.

Bei den Früchten sind Beeren aller Art sowie Zitrusfrüchte zu nennen. So hat man herausgefunden, dass dank häufigem Verzehr von Tomaten, Rüebli, Käse und Salaten bei Nichtrauchern kaum je ein Tumor auf der Lunge auftreten wird. Kartoffeln, Linsen, Erbsen und Bohnen verhindern die Entstehung und rasche Ausbreitung gewisser Tumore im Darm oder in der Gebärmutter.

Die Ballaststoffe, die sich in diesen Nahrungsmitteln finden, binden die krebserregenden Schadstoffe. Somit wird im Verdauungstrakt mehr Wasser aufgenommen, was zu einem grösseren Volumen des Nahrungsbreis führt.

Dies wiederum bewirkt verstärkte Darmbewegungen und verkürzt die Zeit, in der die Nahrung sich im Darm befindet. Schadstoffe im Nahrungsbrei haben so kaum die Chance, die Darmwände anzugreifen.

Ballaststoffreiche Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte gehören deshalb regelmässig auf den Speisezettel.

Auf abwechslungsreiche Vollwertkost achten

Krebspatienten sollten sich also ausgewogen und vorwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln ernähren.

Die Ernährungspyramide gibt auch hier die Richtlinien vor. Der Konsum von Fleisch und Salz ist einzuschränken, da er sich ungünstig auf die Krebserkrankung auswirkt. Vom Genuss von Alkohol und Zucker sollte wenn immer möglich abgesehen werden.

Wo ist Vorsicht geboten?

Übergewicht kann zu Tumoren in Brust, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse oder Dickdarm führen. Zuviel fettige Nahrung kann zur Krebszellenbildung führen. Das gilt auch für die Bildung von Gallensäure - eine weitere Folge von zu viel Fett.

Bei Salz ist allergrösste Zurückhaltung angesagt: In ihm sieht man eine der Hauptursachen für Magenkrebs. Rotes, aber auch geräuchertes, gepökeltes oder gebratenes Fleisch sollte man nicht zu oft konsumieren.

Durch die Zubereitung oder Haltbarmachung entstehen krebserregende Stoffe. Solche sind auch in verbrannten Fleischstücken zu finden. Deshalb sind verkohlte Stellen grosszügig wegschneiden.

Achtung bei schimmligen oder verdorbenen Esswaren: Da auch sie Krebs erzeugen können, sollten sie keinesfalls gegessen werden.

Zum Schluss sei noch auf Nahrungsergänzungsmittel hingewiesen. Wer sich vielseitig und ausgewogen ernährt, ist mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

Es braucht deshalb keine zusätzlichen Präparate, zumal man einige davon verdächtigt, die Entstehung von Krebs zu fördern.


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