Walderdbeeren

Es gibt viele Gründe, im Garten Walderdbeeren zu pflanzen: Sie wachsen schnell und sind ein hübscher Bodendecker. Zuerst bezaubern sie mit ihren weissen Blüten. Danach sind die aromatischen roten Beeren ein Hingucker. Zudem tragen die Pflanzen den ganzen Sommer über Früchte.

WalderdbeerenAus den aromatischen Beeren lassen sich leckere Spezialitäten zubereiten. (Foto by: shkolnica-123.mail.ru / Depositphotos)

Idealer Standort für die Walderdbeeren

Walderdbeeren bevorzugen halbschattige Standorte mit etwas Sonne am Morgen oder am Abend. Wählt ihr für die Beeren dennoch einen sonnigen Standort, solltet ihr achten, dass der nicht zu heiss ist und die Pflanzen am Mittag nicht in der prallen Hitze stehen. Sie würden sonst verbrennen.

Pflanzung und Anbau

Wollt ihr in eurem Garten Walderdbeeren kultivieren, tut ihr das am besten im Herbst.

  1. Den Boden bereitet ihr vor, indem ihr ihn gründlich auflockert und von allen Steinen und Unkraut befreit.
  2. Nun vermischt ihr den vorbereiteten Boden mit einer dünnen Schicht Kompost und hebt Löcher aus, wo ihr die Setzlinge in die Erde pflanzen wollt.
  3. Bevor ihr die Pflänzchen einsetzt, bewässert ihr die Wurzelballen, damit sie sich schneller verwurzeln können.
  4. Setzt die Pflanzen so ein, dass sich die Herzknospe über der Erdoberfläche befindet. Füllt das vorbereitete Erdloch wieder auf und drückt die Pflanze etwas an. Wässert die frisch gesetzten Pflänzchen nochmals.

Übrigens auch von Walderdbeeren gibt es verschiedene Sorten: die sehr schmackhafte Waldkönigin, die eher blasse, aber aromatische Rosa Perle oder die einträgliche Florika. Die Sorte Alpine Yellow bildet keine Ausläufer - wer nicht will, dass sich die Walderdbeeren stark ausbreiten, greift zu dieser Sorte.

Pflege und Düngen

  • Der Boden der Walderdbeere sollte mässig und gleichmässig feucht sein.
  • Während langer Hitzeperioden sollte die Pflanze gegossen werden.
  • Dennoch vermeidet Staunässe - die Wurzeln faulen sonst ab.
  • Um tiefhängende Früchtchen vom Verfaulen zu bewahren, hilft eine Schicht aus Stroh.
  • Das Stroh bremst die Verdunstung ab und hält die Schnecken etwas fern.
  • Brecht ihr die ersten Blüten aus, steigert ihr euren Ertrag.
  • Im Herbst werden Walderdbeeren geschnitten und gedüngt.
  • Mäuse und Schnecken lieben die Walderdbeeren leider ebenfalls. Deshalb gilt es, Schnecken regelmässig zu entfernen oder Bierfallen aufzustellen. Bei den Mäusen müsst ihr halt zusehen, dass ihr vor ihnen da seid.
  • Bei Walderdbeeren könntet ihr mit Mehltau konfrontiert werden. Solltet ihr Spritzmittel verwenden, müsst ihr eine Weile warten, bis ihr wieder Früchte ablesen und geniessen könnt.

Ernte

Walderdbeeren gibt’s über die ganze warme Saison verteilt. Dass die Früchtchen reif sind, merkt ihr daran, dass sie sich schon bei sehr leichter Berührung lösen und abfallen.

Balkonanbau

Walderdbeeren gedeihen auch in Balkonkisten. Wichtig ist, dass sie regelmässig gedüngt werden, ausreichend Wasser erhalten und keine Staunässe entsteht. Zudem müsst ihr sie für den Winter mit einem Kälteschutz versehen.

Walderdbeeren konservieren

Aus den aromatischen Beeren lassen sich leckere Spezialitäten zubereiten - sodass ihr euch auch im Winter noch am sommerlichen Beerenaroma erfreuen könnt:

  • Walderdbeerenessig
  • Walderdbeerenlikör
  • Walderdbeerenkonfi
  • Walderdbeeren in Sirup eingelegt

Lagerung von Walderdbeeren

Wie auch die grosse Schwester sind Walderdbeeren nicht lagerbar. Allenfalls könnt ihr sie einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Sowieso empfiehlt es sich, die reifen Früchtchen erst dann zu ernten, wenn ihr sie verzehren wollt. Am besten schmecken sie eh, wenn ihr sie gleich nach dem Ablesen pur geniesst.

Verwendung in der Küche

Die prallen Kügelchen passen hervorragend in die frische Sommerküche:

  • Müesli mit frischen Walderdbeeren
  • Frozen Joghurt mit Walderdbeeren
  • Walderdbeeren Garnitur im Salat
  • Fruchtsalat mit Walderdbeeren
  • Walderdbeeren-Muffins
  • Beerengratin
  • Milchshake mit Walderdbeeren

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