Pflaumen - Zwetschge

Wer liebt sie nicht die süss-säuerliche Zwetschge? Sie gehört zu jenen Sommergenüssen, die man einfach nicht missen möchte! Denn sie ist sehr schmackhaft, äusserst vielseitig und überdies noch sehr gesund. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich diese fruchtige Delikatesse in den Garten oder auf den Balkon zu holen.

Der Zwetschgenbaum sollte an einem sonnigen Ort in einem nährstoffreichen Boden stehenDer Zwetschgenbaum sollte an einem sonnigen Ort in einem nährstoffreichen Boden stehen (Foto by: njaj / Depositphotos)

Planung

Wieso Zwetschgenbäume im Ruf stehen, nicht zu den pflegeleichten Gattungen zu gehören, ist nicht ganz nachvollziehbar. Denn viel mehr Pflege als ein Apfelbaum benötigen sie nicht. Der Zwetschgenbaum sollte an einem sonnigen Ort in einem nährstoffreichen Boden stehen. Er braucht ausreichend Feuchtigkeit, wobei man Staunässe vermeiden sollte.

Von den Zwetschgenbäumen gibt es niedrigstämmige, halbstämmige oder auch hochstämmige Sorten. Kleinere Bäume tragen schneller Früchte, hingegen weisen sie auch eine kürzere Lebenserwartung auf, als grosse.

Pflanzung, Anbau

Die ideale Pflanzzeit ist zwischen November und März, allerdings nur bei frostfreier Witterung. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das breiter als der Wurzelballen ist und so tief, dass dieser ganz darin verschwindet und vollständig mit Erde bedeckt wird. Bevor Sie das Bäumchen einsetzen, stutzen Sie die Wurzeln sowie die Triebe etwas zurück. Nach dem Zuschütten treten Sie die Erde gut an und wässern den Jungbaum grosszügig. Die ersten Jahre ist es sicher nicht verkehrt, das Bäumchen mit einem Stützpfahl zu sichern.

Pflege, Düngen

Zwetschgenbäume brauchen jeweils zwischen November und März einen drastischen Rückschnitt. Dabei sollten Sie alle kahlen und eng stehenden Äste komplett wegschneiden. Je konsequenter Sie zurückschneiden, desto mehr Neutriebe können sich bilden.

Ebenso sollten Sie die Baumkrone regelmässig auslichten; das heisst, Sie sägen zu dichte Hauptäste ab und kürzen Leit- und Nebenäste. Da Zwetschgenbäume anfällig auf Flechten- und Moosbildung sind, sollten Sie den Stamm Ihres Baumes regelmässig mit einer Drahtbürste abbürsten.

Ernte

Die Erntezeit der Zwetschgen beginnt je nach Sorte und Sonnenscheindauer bereits im Juli und kann sich bis in den Oktober ziehen. Am besten munden die Früchte, wenn man sie etwa zwei Wochen nach ihrer kompletten Blaufärbung nimmt.

Achten Sie darauf, dass Sie dem Obst beim Pflücken keine Druckstellen zufügen, denn so vermindert sich seine Haltbarkeit. Zwetschgen, die Sie etwas zu früh geerntet haben, reifen bei Zimmertemperatur noch etwas nach. Das Aroma von Zwetschgen, die an der Sonne zur Vollreife auflaufen durften, bleibt so aber unerreicht!

Konservierung

Für die vielseitige Zwetschge werden Sie auf zahlreiche Konservierungsarten stossen. Wie andere Früchte auch kann man sie einwecken, zu Kompott und Mus verwerten oder daraus Konfitüren kochen. Zwetschgen lassen sich jedoch auch zu einem köstlichen Chutney verarbeiten oder, etwas ausgefallener, zu Zwetschgenketchup, das hervorragend zu Grilliertem passt.

In Rotwein eingelegte Zwetschgen schmecken köstlich und wer es gerne noch hochprozentiger mag, der setzt mit Zwetschgen einen Rumtopf an. In den Rumtopf passen übrigens auch Mirabellen, Aprikosen, Stachelbeeren oder gar Erdbeeren. Zwetschgen eignen sich hervorragend zum Tiefkühlen. Sie sollten sie nur halbiert, entsteint und vor allem absolut erntefrisch im Tiefkühler verstauen.

Herrlich süss sind getrocknete Zwetschgen – ideale Begleiter für unterwegs beim Wandern oder an der Arbeit. Bei Leistungsabfall versorgen sie uns prompt mit einem kurzfristigen Energieschub. In der arabischen und afrikanischen Küche findet man getrocknete Zwetschgen oftmals in herzhaften Fleischeintöpfen.

Lagerung

Unversehrte, frisch geerntete Zwetschgen kann man im Obst- oder Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche lagern. Zwetschgen sind alle mit einer weisslichen Schicht, einem Duftfilm, überzogen. Dabei handelt es sich um eine natürliche Wachsschicht, die die Zwetschge vor dem Austrocknen schützt. Diesen Duftfilm sollte man erst kurz vor dem Verzehr entfernen. Bewahren Sie Ihre Früchte also ungewaschen im Kühlschrank auf.

Verwendung in der Küche

Blechkuchen mit Zwetschgen, Zwetschgenwähe, Muffins oder Cakes. Wenn Sie Kompott an Lager haben, servieren Sie es mit Zimtglace - eine herrliche Kombination.

Im Auflauf oder Clafoutis sind Zwetschgen sowieso ein Hochgenuss. In der währschaften Küche passen sie prima zu Wild, Poulet oder Lamm. Früchte, deren Haut beim Lagern im Kühlschrank bereits ein bisschen zu runzeln beginnt, lassen sich ausgezeichnet zu einer aparten Sauce verarbeiten, die Sie zu Fleischgerichten servieren können.

Balkonanbau

Schön, dass auch wer keinen eigenen Garten zur Verfügung hat, nicht auf eigene Zwetschgen verzichten muss. Im Handel finden Sie winterharte Säulenzwetschgen, die Sie im Kübel auf Ihrem Balkon überwintern können.

Sie sollten sie an einen sonnigen bis halbschattigen Standort hinstellen. Wichtig ist, dass die Säulenzwetschge regelmässig gewässert wird und die Erde im Topf nie austrocknet. Ihre Pflanze würde sonst verdursten und eingehen.

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