Preiselbeeren

Preiselbeeren gehören in die Familie der Heidekrautgewächse. Die meisten Menschen mögen die säuerlichen Preiselbeeren nicht roh, gekocht werden sie jedoch heiss geliebt! Übrigens die amerikanischen Cranberrys gehören ebenfalls zu den Heidekrautgewächsen; sie unterscheiden sich aber in Grösse und Geschmack von unseren Preiselbeeren.

Preiselbeeren wachsen an niedrigen Stauden, die man ideal als Bodendecker verwenden kannPreiselbeeren wachsen an niedrigen Stauden, die man ideal als Bodendecker verwenden kann (Foto by: dabjola/ Depositphotos)

Planung

Preiselbeeren wachsen an niedrigen Stauden, die man ideal als Bodendecker verwenden kann. Zur gleichen Familie gehörend harmonieren sie besonders gut mit Rhododendren. Die Beeren mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie einen lockeren, sandigen und humusreichen Boden.

Pflanzung, Anbau

Die beste Pflanzzeit für Preiselbeeren ist der Herbst, also im September und Oktober. Wenn Sie die Staude als Bodendecker verwenden wollen und gleich mehrere Büsche anpflanzen, sollten Sie einen Pflanzabstand von jeweils 30 cm einhalten. Gut reagiert die Pflanze, wenn Sie beim Einsetzen die obere Erdschicht mit feuchtem Torf versetzen.

Pflege, Düngen

Preiselbeeren sind nicht nur robust, sie sind auch sehr genügsam und bedürfen keiner besonderen Pflege. So ist weder ein regelmässiger Schnitt notwendig noch benötigen sie speziell einen Dünger. Sie sollten lediglich darauf achten, dass die Erde nie austrocknet. Besonders während Trockenperioden im Sommer ist es wichtig, dass Sie das Wässern auf keinen Fall vergessen.

Ernte

Die kleinen, roten Beeren fordern uns Einiges an Geduld ab. Denn während der ersten zwei Jahre werden Ihre Stauden nämlich noch keine Früchte tragen. Doch ab dem dritten Jahr dürfen Sie sich auf die ersten eigenen Beeren freuen – und das gleich zwei Mal pro Jahr. Das erste Mal können Sie sich im Juni oder Juli ans Pflücken machen. Die zweite Ernte fällt in die Monate September und Oktober. Sie wird als Haupternte bezeichnet, weil sie meistens ertragreicher ausfällt als jene im Sommer.

Konservierung

Wie schon erwähnt, Preiselbeeren werden kaum je roh gegessen, denn sie schmecken den meisten Leuten zu sauer. Deshalb wird sie nahezu immer verarbeitet, sei es zu Saft, Konfitüre oder Kompott. Hervorragend eignen sie sich auch für süssen Likör oder köstliches Gelee. In verarbeiteter Form und luftdicht verschlossen halten diese Erzeugnisse während mehrerer Monate.

Lagerung

Preiselbeeren eignen sich ausgezeichnet zum Tieffrieren. Lagert man sie im Kühlschrank bei etwa zwei Grad, kann man sie problemlos sechs bis acht Wochen aufbewahren.

Verwendung in der Küche

Preiselbeeren sind sehr gesund und vitaminhaltig. Wer gerne Saures mag, kann sie problemlos roh im Birchermüesli verwenden! Auch in Kuchen, Muffins, als Crumble oder im Joghurt machen sie sich ausgezeichnet.

Mit Preiselbeeren lassen sich auch etwas ausgefallenere Spezialitäten zubereiten: zum Beispiel Preiselbeeren in Rotwein, Preiselbeerflammeri oder gar eine Preiselbeer-Vinaigrette. Doch meist werden Preiselbeeren zu Kompott verarbeitet. Wer sein Birchermüesli süss mag, verwendet Preiselbeerkompott, das ganz wunderbar zum geraffelten Apfel passt! Als Kompott kommt es gerne als Beilage zu zahlreichen herzhaften Gerichten auf den Teller.

So darf Preiselbeerkompott bei keinem Heringssalat oder zu Fleischeintöpfen und Spätzli ist Preiselbeerkompott ein Hochgenuss. Heiss mit Vanilleglace serviert oder in ein Omelett eingewickelt kann man den knallroten Beeren ebenfalls kaum widerstehen.

Preiselbeeren als pflanzliches Heilmittel

Sind Sie ein Anhänger der Naturheilkunde, werden Sie über die Preiselbeere als Naturheilmittel sicher bestens informiert sein. Sowohl die Blätter als auch die Beeren erweisen sich als nützliche Helfer zur Linderung zahlreicher Leiden. Die Preiselbeere verfügt über eine adstringierende, antibakterielle, beruhigende, entzündungshemmende und harntreibende Wirkung.

Besonders wirkungsvoll wird sie gegen Blasenentzündung, Blasenkrampf oder Harnwegsinfekte eingesetzt. Doch auch bei Erkältung, Fieber, Gicht, Rheuma, Kopfschmerzen und gar Appetitlosigkeit kann die Preiselbeere Abhilfe schaffen. Die getrockneten Blätter des Preiselbeerbusches werden für Tees verwendet. Man kann sie pur oder zusammen mit anderen Naturheilkräutern mischen. So ergeben beispielsweise Mischungen mit Kamille, Birke und Goldrute einen speziell wirksamen Blasentee.

Da Preiselbeeren besonders viel Vitamin C, aber auch reichlich Vitamin A und B aufweisen, gelten sie als ideale Vitaminspender für die kalte Jahreszeit. Um im Winter gut gegen Erkältungen gerüstet zu sein, empfiehlt es sich, die tägliche Ladung Vitamin C in Form von schmackhaftem Preiselbeersaft zu tanken.

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