Gartenkresse

Die vielseitige Gartenkresse ist nicht nur für Hobbygärtner ein dankbares Gewürzkraut. Wer gesund lebt, liebt die schmackhafte Kresse wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C, B1, B2 sowie Eisen, Kalzium und Phosphor. Die schnell keimende Pflanze kann das ganze Jahr über gezogen werden; im Winter auf der warmen Fensterbank!

Die Kresse erntet man vor der BlüteDie Kresse erntet man vor der Blüte (Foto by: HandmadePicture/ Depositphotos)

Anbau

Bei der Gartenkresse handelt es sich um ein einjähriges Gewürzkraut, das man der Familie der Kreuzblütler zuordnet. Die Pflanze ist anspruchslos, sowohl was den Boden als auch den Standort betrifft. Zwar gedeiht sie besser an halbschattigen bis sonnigen Lagen. Doch sie keimt auch im Schatten. Ab März können Sie Ihre Kresse ins Freibeet säen. Säen Sie in Reihen mit einem Abstand von etwa 15 cm.

Drücken Sie die Samen nur an, aber decken Sie sie nicht mit Erde zu. Nach dem Ansäen müssen die Samen kräftig angegossen werden. Pflanzen Sie keinen Dill in die Nähe Ihrer Kresse, denn die beiden vertragen sich nicht. Auch gilt die Kresse als selbstunverträglich. Das heisst, Sie sollten das aromatische Kraut nicht zwei Mal nacheinander an dieselbe Stelle säen.

Pflege, Düngen

Wie gesagt, die Gartenkresse ist unproblematisch und pflegeleicht. Sie benötigt keinen Dünger. Sie verlangt lediglich, regelmässig mit einem kräftigen Schluck Wasser versorgt zu werden. Ist es trocken und heiss, empfiehlt es sich, täglich zu giessen und das Kraut über Nacht abzudecken. Kresse wird auch nicht von Schädlingen oder Krankheiten heimgesucht. Wenn Sie allerdings zu dicht ausgesät haben oder sich im Boden Ihrer Kresse Staunässe bildet, kann es allenfalls zu Schimmelbildung kommen.

Ernte

Die Kresse erntet man vor der Blüte. Bereits nach etwa zwei Wochen können Sie sie ernten; die Keimlinge schon nach einer Woche! Schneiden Sie die zarten Pflänzchen mit einer Schere kurz über dem Boden ab. Damit Sie während der ganzen Gartensaison in den Genuss frischer Gartenkresse kommen, können Sie sie dank der kurzen Keimungszeit bis im Herbst immer wieder neu ansäen. Es gilt jedoch, die Fruchtfolge zu beachten.

Lagerung, Haltbarkeit

Gartenkresse lässt sich weder lagern noch lange frisch halten. Sie sollten wirklich nur gerade so viel ernten, wie Sie aufs Mal benötigen. Denn die zarten Pflänzchen verkümmern schon nach kurzer Zeit. Was sich hingegen lagern lässt, sind die Samen, die man in den kommenden Jahren als Saatgut verwenden kann.

Lassen Sie dafür einen kleinen Teil Ihrer Kresse stehen. Ob die Samen reif sind, erkennen Sie daran, dass die Schoten eine gelblich-beige Farbe annehmen. Bewahren Sie das gewonnene Saatgut trocken auf. Idealerweise verwenden Sie dazu Einmach- oder Konfitüregläser mit einem Schraubverschluss.

Konservierung

Kresse sollte man frisch essen, um optimal von der prallen Vielfalt an Vitaminen und Nährstoffen, die sie uns liefert, zu profitieren. Zur Konservierung oder zum Einfrieren ist das Gewürzkraut leider nicht geeignet. Da man es jedoch das ganze Jahr über problemlos ansäen kann und es bis zur Erntereife nur etwa zwei Wochen dauert, ist es überflüssig, sich gross mit Gedanken an Konservierungsmöglichkeiten aufzuhalten.

Verwendung in der Küche

Kresse eignet sich hervorragend zur Bereicherung eines knackig frischen Salats. Ob zu Kopfsalat, im Kartoffelsalat oder im Tomatensalat: Die Kresse peppt das Gericht wohlschmeckend auf. Man kann Avocadocrème mundet Kresse ebenfalls prima. Kresse kann man für jede grüne Sauce verwenden oder gar zu Suppe verarbeiten.

Besonders gut harmonieren Eier und Kresse: Servieren Sie zur Vorspeise einmal verlorene Eier auf einem Kressebett: Sie werden begeistert sein. Übrigens, ein Smoothie aus Buttermilch und Kresse soll Ihrer Frühjahrsmüdigkeit wirkungsvoll den Garaus machen.

Balkonanbau

Die anspruchslose Kresse kann man problemlos in einem Blumenkistli auf dem Balkon ziehen. Wie die Kresse im Freibeet sollte man die Balkonkresse regelmässig kräftig giessen, dabei aber Staunässe vermeiden. Während der Wintermonate kann man Kresse sogar auf der warmen, sonnigen Fensterbank kultivieren, und zwar im Topf mit Erde oder gar in einer Schale mit feuchter Watte. Bereits nach gut einer Woche können

Sie Ihren winterlichen Speisezettel mit Kresse erweitern. Kresse, die Sie im Winter auf der heimischen Fensterbank ziehen, ist bestimmt eine hochwillkommene Bereicherung zu der etwas kargeren Auswahl an Wintergemüsen und -salaten. Ihr pfeffriger, ausgeprägter Eigenschmack sorgt nicht nur für etwas mehr Abwechslung; sie ist auch ein grossartiger Vitaminlieferant, was vor allem im Winter ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt ist.

Beliebte Rezepte mit Kresse:


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Rosmarin

Rosmarin

Der immergrüne Rosmarin steht für die Mittelmeerküche schlechthin. Das sonnenhungrige, intensiv duftende Gewürzkraut erfreut sich auch bei uns grosser Beliebtheit.

WEITERLESEN...
Oregano

Oregano

Oregano wird gerne mit dem weit intensiver duftenden Majoran verwechselt. Fans von knusprigen Pizzen ist das Gewürz bestens bekannt!

WEITERLESEN...
Thymian

Thymian

Thymian ist einfach ein Muss! Das wohlriechende Kraut, das Sehnsüchte nach der betörenden Natur der Provence weckt, gehört in jeden Kräutergarten.

WEITERLESEN...
Salbei

Salbei

Der Salbei ist eine äusserst vielseitige Pflanze, die sowohl als wirkungsvolles Naturheilmittel als auch als aromatisches Küchenkraut oder als Zierstrauch eine gute Figur macht.

WEITERLESEN...

User Kommentare