Kürbis

Die leuchtend-orangen oder sattgrünen Speisekürbisse stehen für den goldenen Herbst. Landauf, landab werden sie dann auf Holzwagen zu riesigen, bunten Beigen aufgeschichtet und so im direkten Verkauf Kürbisfans feilgeboten. Zu Recht erfreuen sich die gesunden, vielseitigen Kürbisse steigender Beliebtheit.

Kürbisse benötigen sehr viel Platz für ihr WachstumKürbisse benötigen sehr viel Platz für ihr Wachstum (Foto by: Smileus / Depositphotos)

Planung

Zunächst sollte man bedenken, dass Kürbisse ursprünglich aus subtropischen Klimazonen stammen, also nicht von hier. Damit Sie sich dennoch über eine schöne Ernte freuen können, pflanzen Sie vorzugsweise nur sehr robuste Sorten an. Um im eigenen Garten Kürbisse anzupflanzen, benötigen Sie viel Platz: etwa zwei Quadratmeter pro Pflanze.

Kürbisse können sich, sofern sie sich wohlfühlen, zu wahren Giganten entwickeln. Kürbisse lieben sonnige, warme Plätzchen und schwere, nährstoffreiche Böden. Nicht umsonst gedeihen Kürbisse auf Kompost ausgezeichnet. Kürbisse sollten nicht jedes Jahr an demselben Standort eingepflanzt werden, da sie dem Boden viele Nährstoffe entziehen. Nach etwa drei Jahren müssen Sie für sie einen neuen Pflanzplatz finden.

Pflanzung, Anbau

Wollen Sie die Kürbisse selber ziehen, beginnen sie Anfangs April damit. Setzen Sie die Samen mit der Spitze nach unten in die Erde, etwa eineinhalb Zentimeter tief. Danach decken Sie die Samen mit Erde zu und wässern das Ganze gründlich.

Nun stellen Sie den Topf an einen hellen, warmen Standort. Nach etwa drei Wochen sind die Keimlinge genug herangewachsen, dass sie in einzelne Töpfe umgesetzt werden können. Wenn die Setzlinge zwei bis drei Blätter gebildet haben, können sie ins Freiland gepflanzt werden. Jedoch sollte man immer bis nach den Eisheiligen warten. In jeder Gärtnerei finden Sie eine riesige Auswahl von Kürbissetzlingen, sodass man sich die Arbeit des Vorziehens ersparen kann.

Pflege, Düngen

Vor allem junge Pflanzen müssen regelmässig gegossen werden. Da die Pflanzen anfällig auf Mehltau sind, sollten Sie sie nur an der Wurzel giessen. Bei längeren Trockenperioden sollten Sie auch ältere Pflanzen mit Wasser versorgen.

Nach rund vier Wochen empfiehlt es sich, die Nebentriebe zu entfernen. So erhalten Sie zwar weniger, dafür grosse und kräftige Kürbisse. Bei lang anhaltender Nässe sollten Sie die Schnecken im Auge behalten, denn sie könnten sich an den jungen Pflanzen gütlich tun.

Ernte

Die Grösse, die leuchtende Farbe und der holzige Stiel sind Hinweise, dass man die Früchte nun ernten kann. Ein weiterer Hinweis ist der hohle Klang, wenn man draufklopft. Ab Ende August kann man normalerweise die ersten Exemplare ernten. Die Ernte kann sich bis in den November ziehen, jedoch sollten Sie Ihre Kürbisse vor dem ersten Frost abgelesen haben. Achten Sie beim Ernten, weder Schale noch Fruchtstiel zu beschädigen, denn die Früchte würden an dieser Stelle zu faulen beginnen. Kürbisse reifen nach. Lagern Sie sie nach dem Ernten deshalb noch etwa zwei Wochen lang.

Konservierung

Kürbis kann man auf verschiedene Arten einkochen und so für eine längere Zeit haltbar machen. Sie können die Früchte zu Püree einkochen und einfrieren. Daraus lassen sich herrliche Suppen kochen oder Spaghettisugo zubereiten. Kürbis-Chutney ist eine weitere Variante zur Konservierung. Fans von aparten Konfitüren finden zahlreiche verschiedene Rezepte mit Kürbis.

Lagerung

Kürbisse kann man durchaus ein paar Monate lagern. Doch dazu gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten. Schale und Stiel müssen unversehrt sein. Es empfiehlt sich, sie in einer ersten Phase aushärten zu lassen.

Lassen Sie sie während zweier Wochen an einem trockenen, witterungsgeschützten, luftigen Ort ruhen, idealerweise in einem Gewächshaus. Danach können Sie den Kürbis bei 10° bis 14° Celsius an einem sehr trockenen Ort aufbewahren. Lagern Sie das Gemüse nur ungewaschen. Einmal angeschnitten sollten Sie Ihren Kürbis rasch verwerten.

Verwendung in der Küche

Der Klassiker unter den Kürbisgerichten ist sicher die Kürbissuppe. Mild oder scharf, mit Curry oder Kokosmilch – von diesem Gericht gibt es unzählige Spielarten. Kürbisse passen perfekt zu den erlesenen Steinpilzen. Bereiten Sie einmal eine Kürbis-Steinpilz-Lasagne zu und verwenden Sie dafür frische Steinpilze: einfach herrlich! Kürbisgnocchi sind zwar etwas aufwendig zuzubereiten, doch die Arbeit lohnt sich für diese deliziöse italienische Spezialität.

Auf der vegetarischen Wildplatte ersetzen gebratene Kürbisschnitze das Fleisch. Delikat mundet ein mit etwas Kürbiskernöl verfeinertes Kürbisrisotto. In der süssen Küche ist vor allem der aus Nordamerika bekannte Pumpkin Pie beliebt.

Sie werden aber auch Rezepte für Cakes finden. Übrigens, auch Kürbiskerne verwendet man: getrocknet und geröstet, beispielsweise im Salat oder Müesli. Und die Blüten schmecken herrlich, wenn man sie in Bierteig ausbäckt!

Dekoration

Zierkürbisse sind nicht essbar; aber sie erfreuen unsere Augen. Mit den hübschen Miniexemplaren können Sie Ihr Zuhause im Herbst effektvoll dekorieren. In Nordamerika sind Kürbisse ein Symbol an Halloween.

Dabei höhlt man grosse, orangefarbene Kürbisse aus, schnitzt eine abschreckende Fratze in die Schale und beleuchtet das Gesicht mit einer Kerze von innen. So will man zu Allerheiligen böse Geister vertreiben. Der Brauch wurde durch irische Migranten nach Nordamerika gebracht und schwappt heute immer mehr auch nach Mitteleuropa rüber.

Beliebte Kürbis Rezepte:


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