Radieschen

Die bei Gross und Klein beliebten Radieschen ordnet man der Familie der Kreuzblütler zu. Man nimmt an, dass sie ursprünglich aus China stammen und etwa im 16. Jahrhundert nach Europa kamen. Für Hobbygärtner sind die problemlos zu kultivierenden. Radieschen - ein Garant auf Erfolg.

Ab März können die Samen von Radieschen gesät werdenAb März können die Samen von Radieschen gesät werden (Foto by: candy18 / Depositphotos)

Planung

Radieschen gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Sorten. So gibt es solche, die sich eher für den Frühlingsanbau eignen, beispielsweise Saxa oder Neckarperle, und solche, die man eher im Sommer anbaut. Zum Beispiel Parat oder Raxe. Radieschen gedeihen an einem sonnigen Standort im humusreichen, durchlässigen Boden am besten. Achten Sie darauf, dass Sie auf derselben Fläche höchstens alle drei Jahre wieder Radieschen ansäen.

Pflanzung, Anbau

Die kleinen roten Knollen kann man von März bis September aussäen und von April bis November ernten. Arbeiten Sie vor der Aussaat kräftig Kompost unter die Erde, um die Qualität des Bodens zu verbessern. Säen Sie ungefähr 1 cm tief in einem Reihenabstand von rund 15 cm zwischen und etwa 5 cm innerhalb der Reihe. Bedecken Sie die Samen locker mit Erde und halten Sie den Boden nun gleichmässig feucht. Sollten Sie zu dicht gesät haben, müssen Sie die Pflänzchen später auf 4 bis 5 cm auslichten.

Pflege, Düngen

Wenn Sie vor dem Ansäen die Erde mit Kompost vermischt haben, braucht es keinen weiteren Dünger. Wichtig ist, dass der Boden feucht bleibt. Deshalb sollten Sie nicht vergessen, ihn zu wässern. Lockern Sie den Boden regelmässig sorgfältig auf. Damit sich Knollen bilden können und nicht nur das Laub prächtig gedeiht, ist der Pflanzabstand von 5 cm unabdingbar. Erdflöhe könnten den Radieschen zusetzen und sie im schlimmsten Fall ganz zum Sterben bringen. Als wirkungsvollste Gegenmassnahme bieten sich in solchen Fällen Schutznetze an, die man über das Beet spannen kann.

Ernte

Radieschen werden holzig und verlieren ihren guten Geschmack.

Konservierung

Radieschen sollte man frisch geniessen; das Gute ist, man kann sie den ganzen Sommer über ernten. Also empfiehlt es sich, weniger aufs Mal anzusäen, dafür mehrmals pro Saison. Radieschen gehören definitiv nicht zu den Gemüsen, die man einfach konservieren kann. Zum Tiefkühlen sind sie völlig ungeeignet. Doch wer intensiv sucht, wird trotzdem da und dort ein Rezept zur Konservierung finden, beispielsweise für mit Randen eingelegte Radieschen. Doch die Auswahl an Ideen bleibt bescheiden.

Lagerung

Radieschen gehören nicht zu den Lagergemüsen. Am besten schmecken sie erntefrisch. Doch richtig verpackt überstehen sie im Kühlschrank etwa eine Woche, ohne ihre Knackigkeit einzubüssen. Wichtig ist, dass Sie das Laub entfernen und die kleinen Knollen gut waschen. Geben Sie sie danach in eine Frischhaltebox oder in einen Frischhalteplastiksack und legen Sie sie ins Gemüsefach des Kühlschranks. Sie können sie auch mit dem Grün nach unten in ein Glas mit wenig Wasser stellen und in der Küche aufbewahren. So können Sie sich bei Bedarf laufend davon bedienen.

Verwendung in der Küche

Radieschen schmecken roh und knackig-frisch am besten und stehen für die leichte Sommerküche. Zu einem gekühlten Glas Weisswein reichen Sie als gesunden, kalorienarmen Snack frische Radiesli und servieren sie mit edler Fleur de Sel. Kreative Köche verwenden die roten Kugeln zur Dekoration und schnitzen fantasievolle Muster in die Haut.

Sie passen in jeden bunten Sommersalat hervorragend, beispielsweise im Kopfsalat mit frischem Schnittlauch, im Kartoffelsalat oder in einem herzhaften Gurkensalat. Edel ist ein zweifarbiger Spargelsalat mit Ei, geraffelten Radieschen und gerösteten Pinienkernen.

Aus Radieschen lassen sich herrliche Brotaufstriche kreieren. Sie schmecken zu Streichkäse, Quark, im Hüttenkäse, kombiniert mit Avocado, Schnittlauch oder in einer Vinaigrette. Radieschen kann man sogar zu Suppe verarbeiten oder sie in Butter kurz anbraten.

Balkonanbau

Radieschen eignen sich sehr gut für den Anbau im Balkonkistli. Verwenden Sie dazu gut gedüngte Blumenerde. Pflanztechnik und Abstände sind gleich wie im Freibeet. Die Erde sollte gleichmässig feucht bleiben. Da im Kübel oder im Kistli die Erde während einer Trockenperiode schneller auszutrocknen droht, ist auf das Wässern Ihrer Balkonradiesli besonderes Augenmerk zu legen. Sollten Sie zu eng gesät haben, müssen Sie sie auch hier auf 5 cm Abstand auslichten. Nach rund vier Wochen dürfen Sie sich über die ersten reifen Exemplare freuen.

Beliebte Rezepte mit Radieschen:


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