Rapsöl

Rapsöl hatte in vielen Küchen Jahrzehnte lang Seltenheitswert, war es doch recht bitter. Erst mit der Züchtung neuer Sorten ohne Bitterstoffe erlebte das Öl einen Siegeszug – bietet das Öl doch neben einem milden Geschmack einen besonders hohen Gesundheitswert.

Durch die Züchtung neuer Sorten ohne Bitterstoffe erlebte das Öl einen Siegeszug.Durch die Züchtung neuer Sorten ohne Bitterstoffe erlebte das Öl einen Siegeszug. (Foto by: BozenaFulawka / Depositphotos)

Wer kennt sie nicht – die wunderschönen gelben Rapsfelder im Frühjahr! Der Raps bereichert aber nicht nur die Landschaften mit seiner sonnengelben Farbe, sondern ist eine wertvolle Nutzpflanze, welche aufgrund ihres hohen Ölgehaltes in den letzten Jahren vermehrt angebaut wird.

Der Samen der Rapspflanze wird im Sommer geerntet und für die Herstellung von Rapsöl verwendet. Rapsanbau hat in Europa eigentlich eine lange Tradition. Allerdings wurde das bis vor wenigen Jahren stets bittere Rapsöl nur technisch genutzt. Mit nicht-bitteren Zuchtsorten eroberte das Öl innerhalb weniger Jahre einen Spitzenplatz unter den Speiseölen.

Herkunft / Qualitätsmerkmale

Rapsöl wird aus den Samen der Rapspflanze gewonnen. Diese werden zunächst geerntet, gereinigt und getrocknet. Das wertvolle Öl wird entweder per Kaltpressung in einer Schneckenpresse oder per Heißpressung in Ölmühlen aus den Samen extrahiert. Besonders schonend ist die Kaltpressung, welche zum nativen Rapsöl mit einem nussigen Aroma führt. Sowohl die enthaltenen Vitamine als auch die hochwertigen ungesättigten Fettsäuren bleiben erhalten. Weitaus größere Ausbeuten liefert die Heißpressung. Raffiniertes Rapsöl wird hat einen neutralen Geschmack und einen sehr hohen Rauchpunkt. Es wird zu einem wesentlich geringeren Preis im Handel angeboten.

Anwendung in der Küche

Rapsöl weist im Allgemeinen einen sehr milden bis hin zu neutralen Geschmack auf, weshalb es in fast allen Gerichten verwendet werden kann ohne stark hervor zu schmecken. Das raffinierte Öl eignet sich aufgrund des hohen Rauchpunkt von ungefähr 200 Grad hervorragend zum Frittieren, Kochen und Braten. Für kalte Gerichte wie Salate oder Marinaden empfiehlt sich die Verwendung des nativen Öls. Es hat einen besonders aromatischen Geschmack und den höheren Gesundheitswert.

Soll natives Rapsöl für warme Gerichte oder zum Braten verwendet werden, sollte man darauf achten, keine allzu hohen Temperaturen zu erreichen, weil dies die wertvollen Inhaltsstoffe des nativen Öls zerstört. Rapsöl sollte luftdicht, kühl und vor Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden, weil es sonst leicht bitter wird. Rapsöl in einer geöffneten Flasche hält sich ungefähr 1-2 Monate während es in ungeöffneten Flaschen bis zu ein Jahr gelagert werden kann.

Gesundheit

Rapsöl ist mit einem Gehalt von über 95 Prozent an ungesättigten Fettsäuren Spitzenreiter unter den Speiseölen. Sein hoher gesundheitlicher Wert wird durch den hohen Gehalt an Vitamin E noch ergänzt. Regelmäßig verzehrt trägt Rapsöl zur Gesunderhaltung des Herz-Kreislauf-Systems bei und vermag sowohl den Cholesterinspiegel als auch das Herzinfarkt-Risiko zu senken. Vitamin E schützt außerdem vor vorzeitiger Zellalterung.


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