Sanddorn

Das Superfood Sanddorn wird nun auch in der Schweiz heimisch: die prallen Beeren gelten als schmackhafte Lieferanten von hochwertigem Vitamin C. Köstliche Rezepte mit Sanddorn gibt es dazu viele.

Sanddorn kann zu Konfitüre, Tee, Öle und Sauce verarbeitet werdenSanddorn kann zu Konfitüre, Tee, Öle und Sauce verarbeitet werden (Foto by: nanka-photo/ Depositphotos)

Wusstet ihr, dass Sanddorn mehr Vitamin C enthält als Orangen oder Zitronen? Der Sanddornstrauch stammt ursprünglich aus Nepal und ist heute sowohl in Sibirien als auch in China weitverbreitet. Mittlerweile ist er auch in Europa heimisch geworden. Von der windigen Ostsee über raue Alpentäler bis nach Frankreich können wir Sanddornbeeren ernten.

Sanddorn ernten in Europa

Ernten ist je nach Höhenlage zwischen August und Dezember der Fall. Allerdings wird das Ernten durch die langen Dornen erheblich erschwert. Es benötigt bis zu acht Jahre, bis ein Strauch Früchte trägt.

Das könnte ein Grund sein, weshalb Sanddorn eher selten kommerziell angebaut wird. Wenn, dann treffen wir meist wild wachsende Sträucher an. Da die Beeren wegen der Dornen oft nicht abgelesen werden, bilden sie im Winter eine wichtige Futterquelle für Vögel.

Gesundes Multitalent

Dass in den kräftig bunten Beeren eine geballte Ladung Vitamin C steckt, haben wir bereits erfahren. Die Heilwirkung von Vitamin C ist beachtlich, denn es beugt nicht bloss Erkältungen vor. Es

  • wirkt gegen Immuninfektionen;

  • hilft, Stress abzubauen;

  • stimuliert das Bindegewebe;

  • erhöht die Konzentrationsfähigkeit;

  • regt den Haustoffwechsel an.

Doch in den vitaminreichen Wildbeeren stecken weitere, wichtige Nährstoffe. Dazu gehören Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan und B-Vitamine. Besonders erwähnenswert ist, dass Sanddorn auch Vitamin B12 enthält. Damit gehört Sanddorn zu den seltenen pflanzlichen Quellen dieses wertvollen Vitamins. Für Veganer ist dieses Powerfood deshalb doppelt interessant.

Sanddorn kann aber auch äusserlich angewendet werden. In den Beeren ist reichlich Öl enthalten, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt sowie die Wundheilung fördern soll. Man sagt dem Öl Falten mildernde Eigenschaften nach. Kaum erstaunlich, dass auf dem Markt immer mehr Kosmetik- und Körperpflegeprodukte auf der Basis von Sanddornöl zu finden sind.

Sanddornöl selbst gemacht:

Dazu die frische Beeren vom Sanddorn entsaften. Den trockenen Rückstand aus Fruchtfleisch und Samenkernen zerhacken und die Masse in ein Glas (mit Deckel, diesen beiseite legen) geben mit Pflanzenöl im Verhältnis von 1 zu 2 (1 Teil Masse und 2 Teile Pflanzenöl) über giessen. Das fest verschlossene Glas für ca. 18 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen und dann das Öl vorsichtig durchsieben. Sanddornöl an einem kühlen, dunklen Ort in einer Glasflasche lagern und nach einigen Wochen nochmals durch ein Sieb filtern.

Sanddorn findet sich in der Schweiz meist auf wild wachsenden SanddornsträuchernSanddorn findet sich in der Schweiz meist auf wild wachsenden Sanddornsträuchern (Foto by: vinbergv / Depositphotos)

Sanddorn Rezepte

Zwar könnt ihr Sanddorn roh essen, doch frische Beeren zu kaufen, ist ein anspruchsvolles Unterfangen. Weit öfter finden wir das Multitalent bereits verarbeitet als Saft, Sirup, Gelee, Tee, Öl oder Likör. Es mundet verarbeitet sowieso besser.

Mit Gelee, Saft und Öl lassen sich leckere Sanddorngerichte zubereiten. Die säuerlich schmeckenden Sanddornbeeren eignen sich sowohl für süsse als auch rezente Rezepte.

Rotkraut und Sanddorn – eine nicht alltägliche Kombination – harmonieren wunderbar. Euer Salatdressing peppt ihr mit Sanddorn gekonnt auf.

Auch eine aparte Vinaigrette lässt sich damit hervorzaubern. Wir empfehlen euch wärmstens, einmal eine schmackhafte 

  Sanddorn-Suppe

nachzukochen. Bei den Desserts schwingen Köstlichkeiten wie Sanddornmousse oder Bananenpudding mit Sanddornsaft obenauf.

Eure Familie oder Gäste werden bestimmt an einer einfachen Sanddorncreme gefallen finden. Selbst der kulinarische Alltag lässt sich problemlos mit gesundem Sanddorn pimpen: auf der Zmorgeschnitte, im Müesli, als Shake und pur als Saft oder Nektar.

Der Vitaminkick ist euch so oder so gewiss.


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