Ernährung für Babys

Das Essen spielt im Leben der Menschen eine zentrale Rolle - Essen lernen ist dabei ein anspruchsvoller Prozess. Kinder adaptieren ihre Essgewohnheiten meist aufgrund von Vorbildern und weniger wegen des drohenden Mahnfingers der Eltern. Umso wichtiger, dass Kleinkinder in einer unverkrampften, harmonischen Umgebung die Lust am Essen entdecken können.

Ernährung für BabysErnährung für Babys (Foto by: oksun70 / Depositphotos)

Ernährung während der ersten sechs Monate

Die optimale Ernährung für Neugeborene ist natürlich die Muttermilch. Sie enthält alle wichtigen Nährstoffe in der idealen Zusammensetzung sowie alle Abwehrstoffe, die dem Baby einen gesunden Start ins Leben ermöglichen. Wenn immer möglich sollten Babys während der ersten vier Monate mit Muttermilch oder allenfalls mit Säuglingsanfangsmilch gefüttert werden. Ab dem fünften Monat kann man langsam mit der Zufütterung in Form von Breien beginnen, wobei die Breie noch nicht eine ganze Mahlzeit ersetzen müssen.

Idealerweise beginnt man mit Kartoffel-Gemüsebrei und verwendet dazu nicht blähendes Gemüse. Rüebli, Zucchetti, Kürbis oder Randen erfüllen diese Anforderung. Drei bis fünf Mal pro Woche kann der Brei mit etwas Fleisch ergänzt werden. Zum Zvieri gibt’s nun einen Getreide-Früchtebrei, beispielsweise mit zuckerfreiem Vollkornzwieback, Äpfeln, Birnen und Bananen. Als Nachtessen bieten sich mit Wasser angerührte Milch-Getreidebreie an.

Ernährung zwischen sieben und zwölf Monaten

Ab dem siebten Monat genügen dem Baby zwei bis drei Milchmahlzeiten. Nun soll es sukzessive mit einer vielfältigen, gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise vertraut gemacht werden. Der Speisezettel der Kleinen wird nun variantenreicher; die Nahrung darf mehr Ballaststoffe enthalten. Reis, Mais oder Teigwaren statt Zwieback sorgen für Abwechslung.

Statt Fleisch kann man dem Brei ab und zu etwas Fisch oder ein gekochtes Ei beifügen. Die Früchtepalette lässt sich mit Beeren und Aprikosen erweitern; auch die Gemüseauswahl vergrössert sich nun laufend. Ab dem zehnten Monat darf man dem Kind Joghurt und Kuhmilch geben. Letztere verdünnt man mit einem Drittel Wasser. Ab etwa zwölf Monaten sind grundsätzlich alle Lebensmittel erlaubt. Sie sollten allerdings weich und gut zu schlucken sein und nicht im Hals stecken bleiben können.

Allgemeine Empfehlungen

Kleinkinder sollten langsam an neue Geschmäcker, respektive an neue Nahrungsmittel herangeführt werden. Sonst sind sie schnell überfordert. Auch sollte man sie nicht zum Essen neuer Speisen zwingen. Besser ist, es nach einigen Tagen mit dem verschmähten Nahrungsmittel noch einmal zu versuchen.

Die Speisen dürfen nicht zu salzig oder scharf sein. Auch mit Zucker ist Vorsicht geboten – Kinder kommen noch früh genug auf den Geschmack von Süssem. Fixfertige Breie gibt es auch im Gläschen im Angebot. Wer solche kauft, sollte unbedingt auf die Altersangaben achten. Selbst gekochte Breie haben allerdings den Vorteil, dass man biologische und saisonale Zutaten verwenden kann und genau weiss, was im Brei steckt. Ausserdem kann man sie portionenweise einfrieren, für den Fall, dass einmal keine Zeit zum Kochen bleibt.


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