Ernährung für Babys

Die Ernährung ihrer Babys stellt viele Eltern vor grosse Herausforderungen. Denn sie ist für die gesunde Entwicklung der kleinen Erdenbürger enorm wichtig. Wir möchten euch hier eine Hilfestellung für die Babyfütterung während der ersten zwölf Monaten zur Verfügung stellen.

Ernährung für BabysErnährung für Babys (Foto by: oksun70 / Depositphotos)

Es wird immer wieder betont, wie wichtig das Stillen für Babys ist. Nicht nur ist die Muttermilch in der Zusammensetzung aller wichtigen Nährstoffe perfekt für die Kleinen. Das Stillen stärkt auch die Bande zwischen Mutter und Kind. Stillen geht leider nicht immer. Mütter sollten sich deshalb nicht unter Druck setzen. Auch mit Ersatzmilchnahrung gedeihen die Kleinen prima.

Übersichtsplan für die ersten zwölf Monate

Während der ersten vier Lebensmonaten werden Babys mit Muttermilch oder Ersatzmilchnahrung gefüttert. Danach können diese Mahlzeiten wie folgt ergänzt und bereichert werden.

  • Ab dem 5. Monat: Gemüsebrei sowie Gemüsebrei angereichert mit Fleisch, Fisch und Kartoffeln
  • Ab dem 6. Monat: Milch-Getreide-Brei
  • Ab dem 7. Monat: Getreide-Obst-Brei
  • Ab dem 9. Monat: Heranführen an feste Nahrung

Welche Früchte und Gemüse eignen sich wann

Wichtig ist, dass ihr keine blähenden Gemüse wie Bohnen, Kohl oder Hülsenfrüchte verwendet. Wegen der Gefahr, dass die Babys sich verschlucken, eignen sich weder Johannisbeeren, Nüsse oder Kerne. Hier eine Liste der möglichen Lebensmittel:

  • Ab dem 5. Monat:
    • Rüebli
    • Pastinaken
    • Zucchetti
    • Kürbis
  • Ab dem 7. Monat:
    • Fenchel
    • Kohlrabi
    • Sellerie
    • Blumenkohl
    • Brokkoli
    • Bananen
    • Äpfel
    • Birnen
    • Melonen
  • Ab dem 9. Monat
    • Spinat
    • Erbsen
    • Randen
    • Aubergine
    • Rosenkohl
    • Kiwi
    • Erdbeeren
  • Ab dem 11. Monat
    • Tomaten
    • Peperoni
    • Ananas
    • Trauben
    • Himbeeren

Ab dem neunten Monat könnt ihr beginnen, den Kindern feste Nahrung zu servieren, sodass sie nach dem ersten Lebensjahr bei kindergerechten Familienmahlzeiten mitessen können. Plant nach dem ersten Lebensjahr drei Hauptmahlzeiten und je eine Zwischenmahlzeit am Morgen und am Nachmittag ein.

Tipps für die Ernährung zwischen sieben und zwölf Monaten

  • Die Zufütterung kann ab dem fünften Monat beginnen. Doch die Breie müssen noch keine ganze Mahlzeit ersetzen.
  • Ab dem siebten Monat reichen den Kleinen zwei bis drei Milchmahlzeiten – der Rest besteht aus Breien.
  • Ab dann könnt ihr mit den Lebensmitteln variieren: Zwieback, Reis, Nüdeli, etwas Fisch oder ein hartes Ei sorgen für Abwechslung.
  • Ab dem zehnten Monat dürfen Kleinkinder Joghurt essen oder verdünnte Kuhmilch trinken.
  • Mehr als fünf Mal pro Woche benötigen Babys kein Fleisch.
  • Gewöhnt die Kleinen langsam an neue Geschmäcker – sonst werden sie leicht überfordert.
  • Mögen sie eine Speise nicht, bringt es nichts, sie zwingen zu wollen, diese zu essen. Versucht es einfach nach einer Weile erneut.
  • Achtet darauf, dass die Speisen nicht zu scharf gekocht werden – Babys haben einen empfindlichen Magen.
  • Wenn ihr mit der Beikost anfängt, gebt den Babys nach der Mahlzeit etwas zu trinken. Leitungswasser oder ungesüsste Früchtetees eignen sich ideal. Ab dem dritten Lebensmonat ist es möglich, den Babys Fencheltee zu geben. Vor allem wenn sie Blähungen haben, ist der eine grosse Hilfe.
  • Dass der kleine Liebling genug getrunken hat, merkt ihr daran, dass die Windeln immer «schön nass» sind.
  • Wenn ein Kind nicht genug trinken mag, könnt ihr auf Wassermelone oder Salatgurken ausweichen. Die enthalten sehr viel Wasser.

Babynahrung selber zubereiten

Für viele Eltern stellt sich die Frage, ob man die Babynahrung besser selber herstellt oder ob Gläschen okay sind. Für unterwegs sind Breie im Glas natürlich sehr praktisch. Doch es gilt, die Inhaltsstoffe genau zu studieren – gekaufte Babymahlzeiten könnten zu viel Zucker und andere Zusatzstoffe enthalten. Deshalb empfiehlt es sich, Breie selber zuzubereiten:

  • Verwendet keinen Zucker. Nehmt lieber süssliches Gemüse wie Rüebli, Fenchel oder Randen.
  • Verwendet auch Salz und Kräuter nur sparsam – und steigert das Würzen nach und nach.
  • Wenn es schnell gehen soll, ist es okay, auf Tiefkühlgemüse zuzugreifen. Das wurde erntefrisch eingefroren und enthält noch alle Nährstoffe.
  • Dünstet das Gemüse nur leicht, damit die Vitamine erhalten bleiben.
  • Bereitet eine grössere Portion des Breis vor, den ihr in Eiswürfelformen tiefkühlt. So habt ihr die Mahlzeit portioniert sofort zur Hand.

Als Kompromiss kann man es durchaus vertreten, selbst zubereitete Mahlzeiten mit solchen aus dem Glas abzuwechseln.

Köstliche Babybreirezepte:

Weitere köstliche Babyrezepte finden Sie in unseren Kategorien für Babybrei Rezepte und Baby Rezepte.


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