Ernährung für Kinder

Das Essen mit Kindern gilt wohl als „Pièce de Résistance“ im Familienleben. Es gibt kaum eine Familie, die nicht ein Lied von endlosen Diskussionen ums Essen und den damit verbundenen Frustrationen singen könnte. Trotzdem, die richtige Ernährung ist für junge Menschen im Wachstum von zentraler Bedeutung.

Ernährung für KinderErnährung für Kinder (Foto by: oksun70 / Depositphotos)

Auch für Kinder gilt: ausgewogene Ernährung

Eigentlich ist es einfach, denn einmal mehr bildet die Ernährungspyramide die Basis für den Menuplan: Fünf Portionen Salat, Gemüse und Obst, ausreichend Kohlenhydrate (Brot, Teigwaren, Reis, Kartoffel, Hülsenfrüchte) sowie Milch und Milchprodukte gehören täglich auf den Teller.

Zwei bis drei Mal wöchentlich bereichert man das Essen mit magerem Fleisch oder Wurst, zwei Mal mit Fisch sowie mit zwei bis drei Eiern. Fett – vorzugsweise pflanzliche Öle – sollte zurückhaltend verwendet werden. Selbstverständlich sind auch Süssigkeiten oder Süssgetränke ab und zu erlaubt – jedoch in wohldosierten, überschaubaren Mengen. Kinder sollten jeden Tag eine warme Mahlzeit essen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese auf den Mittag oder den Abend fällt. Allerdings darf die Mahlzeit am Abend nicht erst kurz vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Für Kinder besonders wichtig: Znüni und Zvieri

Im Gegensatz zu Erwachsenen können Kinder die Zeit zwischen den Hauptmahlzeiten nicht so gut überbrücken. Deshalb spielen schmackhafte, gesunde Znüni und Zvieri eine wichtige Rolle. Die Abwechslung macht’s auch hier. Vollkornbrote mit magerem Schinken, Käse oder vegetarischen Brotaufstrichen, ergänzt mit etwas Rohkost, liefern einen neuen Energiekick. Dörrfrüchte, ein paar Nüsse und Rosinen dämpfen die Lust nach Süssem.

Auch frisches Obst, am besten schon mundgerecht geschnitten, oder bunte Gemüsestängeli runden die Zwischenmahlzeit ab. Joghurt und Quark mit saftigen Beeren oder Vollkorncracker mit Frischkäse versorgen die Dreikäsehochs ebenfalls mit frischer Energie und liefern zudem wertvolle Nährstoffe. Kinder sollten stets einen Bidon mit Trinkbarem bei sich haben. Damit bei Wasser und Kräutertee nicht Langeweile aufkommt, darf man den Kleinen zwischendurch mal eine Saftschorle gönnen.

Was tun, wenn der Esstisch zur Kampfzone wird?

Leider halten sich Kinder oft nicht an die Ernährungspläne ihrer Eltern. Sie verweigern jegliche Vitaminaufnahme und fordern mit traumwandlerischer Sicherheit Speisen mit möglichst wenig Nährwert. Doch Zwang hilft nicht weiter. In einer entspannten Atmosphäre ist ein Kind geneigter, auch mal etwas Neues auszuprobieren, als wenn es sich unter Druck fühlt. Kinder sind kleine Individualisten.

Es gilt deshalb für jedes Einzelne herauszufinden, wie man ihm ein paar gesunde Nährstoffe in sein Essen „mogeln“ kann. Einige werden zu Suppe verarbeitetes Gemüse gerne essen. Andere mögen, wenn Rüebli, Kohlräbli oder Peperoni als Fingerfood mit einem feinen Dip gereicht werden. Dritte wiederum verabscheuen Gemüse oder Salat; hingegen futtern sie die Früchte im Birchermüesli, ohne aufzumucksen. Kontraproduktiv aber wäre, mit Süssem Handel betreiben zu wollen („wenn du den Spinat isst, bekommst du eine Glace“)! Erfolgsversprechender ist, wenn die Eltern ein gutes Vorbild abgeben und zugleich möglichst wenig Druck ausüben.


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