Erbsen

Erbsen gehören zu den Hülsenfrüchten. Sie schmecken nicht nur sehr gut, sie sind auch äusserst gesund. So enthalten sie viel Vitamin B2 und C sowie wertvolles Protein. Überdies soll das in Erbsen üppig vorhandene Chlorophyll der Krebsbildung vorbeugen. Es lohnt sich also, ihnen im heimatlichen Gemüsebeet eine Ecke einzuräumen.

Erbsen werden im März und April angesätErbsen werden im März und April angesät (Foto by: ksena32/ Depositphotos)

Planung

Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Erbsen: Pal- oder Schalerbsen, die man bereits früh ansäen kann, weil sie ziemlich frostresistent sind. Die Markerbsen verwendet man hauptsächlich als Trockenerbsen oder zur Konservierung. Die dritte Sorte, die Zuckererbsen, können nicht zäh werden; man kann sie mitsamt der Schale verzehren. Die Hülsenfrüchte mögen einen tiefgründigen, humusreichen Boden. Die robusten Pflanzen benötigen nicht nur keinen besonders geschützten Standort; sie gedeihen auch an relativ schattigen Lagen recht gut.

Pflanzung, Anbau

Erbsen werden im März und April angesät. Vor dem Ansäen sollten Sie Rankhilfen aufstellen, beispielsweise einen Maschendraht, den Sie für Doppelreihen verwenden können. Zwischen Doppelreihen benötigen Sie einen Abstand von 20 cm; für einfache Reihen deren 40. Zwischen den einzelnen Saatkörnern benötigt es 5 cm Abstand. Um dem Befall von Mehltau vorzubeugen, sollten diese Abstände unbedingt eingehalten werden. Stossen Sie die Samen nur leicht in die Erde und drücken Sie sie gut fest. Um die bei Vögeln beliebten Erbsen vor den Angreifern zu schützen, ist es ratsam, zunächst ein Vlies über die Pflanzen zu legen.

Pflege, Düngen

Wenn die Erbsen etwa 10 cm hoch sind, sollte man um die Pflanze die Erde anhäufeln, das erhöht ihre Standfestigkeit. Zur Pflege gehört, dass man wiederkehrend den Boden lockert und das Unkraut jätet. Regelmässige Beigabe von Kompost empfiehlt sich; ansonsten ist kein Dünger notwendig. Erbsen sind anfällig für Mehltau und Schädlinge wie Erbsenblattlaus oder Erbsenwickler. Sind die Pflanzen befallen, gibt es leider kaum eine wirkungsvolle Gegenmassnahme, ausser die befallenen Pflanzenteile oder die ganze Ranke zu entfernen und zu vernichten.

Ernte

Erbsen werden nach etwa drei bis vier Monaten erntereif. Man sollte sie möglichst früh nehmen, dann sind sie süss und zart. Wenn Sie die Erbsen in den Schoten fühlen können, sollten Sie mit der Ernte beginnen. Sind sie schon deutlich sichtbar, ist das ein Zeichen, dass sie bereits überreif sind. Erbsen müssen also laufend abgelesen werden. Das Wurzelwerk versorgt den Boden grosszügig mit Stickstoff; deshalb sollten Sie die Wurzeln im Boden belassen und nach der Ernte die Pflanze über der Erde abschneiden. Da sich Erbsen selbst nicht gut vertragen, sollten Sie den Standort Ihrer Erbsen jedoch alle zwei bis drei Jahre verlegen.

Konservierung

Die einfachste Konservierungsmethode der grünen Kügelchen ist das Einfrieren. Man kann sie erntefrisch in Tiefkühlbeutel abfüllen, luftdicht verschliessen und schon sind sie bereit für die Tiefkühltruhe. Blanchieren ist also nicht notwendig. Eine weitere Möglichkeit ist das Einwecken. Das ist zwar etwas aufwendiger. Aber sollte Ihre Tiefkühltruhe bereits die Kapazitätsgrenze erreicht haben, ist das eine gute Möglichkeit, Erbsen haltbar zu machen.

Im Frischhaltebeutel bleiben die Erbsen im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage frischIm Frischhaltebeutel bleiben die Erbsen im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage frisch (Foto by: Supertrooper / Depositphotos)

Lagerung

Erbsen kann man getrocknet zwar lagern. Wer aber die frischen, zarten Erbsen geniessen will, muss sie erntefrisch verzehren oder aber einfrieren. In einem Frischhaltebeutel lassen sich die Erbsen im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage frisch halten. Man kann sie auch – wie die Spargeln – in ein feuchtes Tuch einwickeln und im Kühlschrank etwa drei Tage lagern.

Verwendung in der Küche

raffinierter in Form eines Cappuccinos, mit frischer Pfefferminze verfeinert oder mit Crevetten als Einlage. Die Liste liesse sich beliebig verlängern. In die marokkanische Gemüsetajine gehören Erbsen unbedingt dazu. Als Püree sind Erbsen eine schmackhafte Beilage. Und wer seinen Kartoffelstock einmal anders servieren möchte, vermischt ihn mit einem fein gewürzten Erbsenmus.

Balkonanbau

Erbsen wachsen ja hauptsächlich in die Höhe. Als Pflanze sind sie zudem sehr dekorativ. Deshalb sei es Liebhabern unbenommen, ihren Balkon mit einem Kübel mit Erbsen zu schmücken. Doch die grosse Ernte darf man dabei nicht erwarten. Wer auf eine möglichst hohe Ausbeute aus ist, sollte ergiebigeres Gemüse berücksichtigen.

Sie können Erbsen in einem Kübel mit ganz normaler Blumenerde anpflanzen. Auch auf dem Balkon benötigen sie eine Rankhilfe, beispielsweise Weidenstöckli oder einen Kaninchendraht. Wählen Sie einen halbschattigen bis sonnigen Standort und giessen Sie Ihre Pflanze regelmässig – und wie immer: Vermeiden Sie Staunässe.

Beliebte Rezepte mit Erbsen:


Bewertung: Ø 0,0 (0 Stimme)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Radieschen

Radieschen

Die bei Gross und Klein beliebten Radieschen ordnet man der Familie der Kreuzblütler zu. Für Hobbygärtner sind die problemlos zu kultivierenden. Radieschen - ein Garant auf Erfolg.

WEITERLESEN...
Zwiebel

Zwiebel

Zwiebeln sind in einem Grossteil der Gerichte für Rasse und Würze verantwortlich. Grund genug, die vielseitigen Knollen im eigenen Garten anzubauen.

WEITERLESEN...
Kartoffeln

Kartoffeln

Kartoffeln sind schmackhaft, leicht verträglich, gesund und unendlich vielseitig einsetzbar. Der Anbau eigener Kartoffeln ist gar nicht so schwer!

WEITERLESEN...
Tomaten

Tomaten

Es gibt in kulinarischer Hinsicht kaum etwas Schöneres, als im Sommer sonnengereifte, aromatische Tomaten zu geniessen.

WEITERLESEN...

User Kommentare