Sojaöl

Sojaöl ist das weltweit mengenmäßig am meisten produzierte Pflanzenöl. Hierzulande wird es noch eher selten verwendet, setzt sich aber beim Braten und Frittieren immer mehr durch. Besonders häufig findet Sojaöl in so mancher asiatischen und in der amerikanischen Küche Verwendung.

Traditionell hat Sojaöl einen festen Platz in der asiatischen und amerikanischen Küche.Traditionell hat Sojaöl einen festen Platz in der asiatischen und amerikanischen Küche. (Foto by: Ksenija_OK / Depositphotos)

Sojaöl führt vor Palm- und Rapsöl die Hitliste der weltweit meistproduzierten Öle an. Es kommt sowohl als Lebensmittel als auch im technischen Bereich sowie als Kraftstoff zum Einsatz. Sojaöl bedarf einer umfangreichen Behandlung bevor es als Lebensmittel verwendet werden kann. Unbehandelt ist es gesundheitsschädlich, weshalb kein natives Erdnussöl im Lebensmittelhandel verfügbar ist. In den letzten Jahren wurde aber auch Sorten gezüchtet, deren Öl unproblematischer ist.

Herkunft / Qualitätsmerkmale

Sojaöl wird aus den Samen der Sojabohne gewonnen. Sie enthalten ungefähr zu einem Fünftel Pflanzenöl. Sojabohnen werden nach der Ernte zerkleinert und das gold-gelbe Öl herausgepresst. Alternativ wird das Öl chemisch extrahiert, raffiniert und danach noch hydriert, wobei die ungesättigten Fettsäuren in gesättigte Fettsäuren überführt werden.

Das durch Extraktion gewonnene Sojaöl hat eher eine braune Farbe und einen intensiven Geschmack, der als stechend und nussig aber angenehm beschrieben wird. Durch Pressen und Raffination gewonnenes gelbes Öl weist einen milden, fast neutralen Geschmack auf. Soja wird in vielen Gegenden der Welt kultiviert, wobei die USA, Brasilien, China und Argentinien zu den wichtigsten Anbauländern zählen. Die USA ist auch Hauptabnehmer für Sojaöl.

Anwendung in der Küche

Sojaöl ist sehr hitzebeständig, da sein Rauchpunkt weit über 200 Grad liegt. Es eignet sich hervorragend zum Frittieren,Braten, und Backen. Aufgrund seines milden Aromas und des nahezu neutralen Geschmacks ist es für fast alle Gerichte als Brat- und Frittierfett verwendbar ohne den Geschmack der Speisen zu beeinflussen.

Traditionell hat Sojaöl einen festen Platz in der asiatischen und amerikanischen Küche, erobert nun aber auch zusehends unsere Küchen. Es eignet sich besonders gut als neutrale Fettkomponente in Mayonnaise, Dips und Saucen. Salate und andere kalte Gerichte können damit abgeschmeckt werden und erhalten zugleich den für die Vitaminaufnahme nötigen Fettanteil. Industriell wird Sojaöl in großen Mengen gebraucht. Es ist beispielsweise Bestandteil der meisten Margarinen.

Sojaöl ist aufgrund seiner Zusammensetzung sehr gut haltbar. Ungeöffnete Flaschen lassen sich problemlos ein Jahr lang lagern. Wurde die Flasche angebrochen, sollte sie innerhalb weniger Monate geleert werden. Wie alle Öle ist auch Sojaöl möglichst kühl und dunkel zu lagern.

Gesundheit

Je nach Herstellungsart enthält Sojaöl bis zu ungefähr 80 Prozent einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Auch die fettlöslichen Vitamine E und K sind in nennenswerten Mengen enthalten. Regelmäßig verzehrt kann Sojaöl den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen und das Risiko an Herzinfarkt oder Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken reduzieren.


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